Ich bin wieder daheim – mein Kurzurlaub liegt hinter mir. Kaum angekommen, überkommt mich ein Gefühl der Schwermut. Es kommt nicht von ungefähr, schlich sich schon seit Tagen an und doch zwingt es mich etwas in die Knie: Ich bin abwesend, sehr nachdenklich und irgendwie in einer anderen Welt. Ich weiß, dass ich mich freuen sollte und doch will sich dieses Gefühl nicht so wirklich einstellen.

10 Tipps gegen Schwermut

 

Kein Grund für Schwermut und doch ist sie da

Morgen ist mein Geburtstag. Eigentlich ein Grund zur Freude, denn bis auf das letzte Jahr hatte ich an jedem 27. Juli schönes Wetter. Oftmals brannte die Sonne regelrecht vom Himmel, so dass eine Party nicht selten mit Wasser zu tun hatte – vom Planschbecken zur Wasserschlacht bis zum Wasser, das mir nun statt hochprozentiger Partycocktails als Getränk die Kehle hinunterrinnt (ein kleiner Flashback zu den Partys der letzten 30 Jahre…). Auf großartige Geburtstagsfeiern habe ich nämlich keine Lust mehr – für mich ist mein Geburtstag ein Tag wie jeder andere. Nicht aber für meine Liebsten. Denn für sie ist klar, dass dieser Tag ein schöner Tag sein muss. Sie kennen es nicht anders, denn auch für ihre eigenen Geburtstage lasse ich mir immer etwas einfallen, damit der Tag nicht in Vergessenheit gerät.

Seit einiger Zeit tun meine Kinder teilweise sehr geheimnisvoll. Während die Kleine schon vor einem Monat etwas für mich gebastelt und versteckt hat, betonte die Große auch vor etwa zwei Wochen, dass sie was ganz Tolles für mich vorbereitet hätte und sie deswegen unbedingt noch zu ihrer Oma müsste.

Auch andere liebe Menschen haben schon an mich gedacht und mir liebevolle Kleinigkeiten verpackt, die schon seit Tagen in meinem Kleiderschrank warten. Menschen, denen ich wichtig bin und die es gut mit mir meinen. Aber für mich hat es gerade keine große Bedeutung. Ich wäre am liebsten an irgendeinem schönen Ort – allein! Ein trügerisches Gefühl, denn eigentlich müsste es mir richtig gut gehen: Wundervolle Erinnerungen an einen Kurzurlaub, Wiedersehensfreude mit den Kindern (die 1 Woche bei ihrer Oma verbracht haben) und noch andere Gründe, die mein Herz tanzen lassen müssten. Aber es ist genau andersrum!

10 Tipps gegen Schwermut

Deswegen nehme ich mir eine alte Liste raus und hake Schritt für Schritt die Punkte ab, die mir schon einmal geholfen haben. Denn immerhin möchte ich meinen Kindern morgen keine Freude vorspielen, sondern sie auch wirklich erleben!

  • liebevolle und aufmunternde Kurznachrichten von Freunden lesen (hatte ich mir für schlechte Zeiten mal gespeichert)
  • 3 Zettel aus der Schatzkiste mit guten Wünschen ziehen
  • Orakel mit meinem Aufstellkalender zu positiven Gedanken spielen
  • Lieblingsmusik anhören und durchs Haus tanzen
  • Lieblingslied mitsingen
  • an meinen Duftölen schnuppern
  • in den Wald gehen
  • Schokolade essen
  • alte Fotos anschauen
  • Positiv-Zettel schreiben

praktische Tipps gegen Schwermut

Gedankenflickflack

Wenn mich die Liste nicht zurückholt – sie tut es bereits, denn während ich sie aufgeschrieben habe, ist bereits etwas mit mir passiert – probiere ich noch etwas Hirnjogging. Ich löse gern Rätsel und Sudoku. Das hilft mir, meine Gedanken zu kanalisieren und nicht mehr wild umher schweifen zu lassen. Und wenn ich erstmal mit etwas anderem abgelenkt bin, darf sich die Schwermut gern wieder verziehen. Denn immerhin soll morgen ein guter Tag werden!

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10 comments on “10 Tipps gegen Schwermut”

  1. Dieses Gefühl kenne ich nur zu gut.. Deine Tipps dagegen finde ich sehr gut.
    Ich habe mir mal von Cornelia Funke inspiriert ein Marmeladen Glas mit schönen Momenten gerichtet. Das dürfte ungefähr so sein wie deine Schatzkiste.
    Ich wünsche dir, dass du es noch schaffst deinen Schwermut hinter dir zu lassen und morgen deinen Geburtstag genießen kannst!
    Liebe Grüße,
    Eva

  2. Hallo Liebes,

    Schwermut ist ein A……! Die Tipps die Du hier gibst, sind so simpel und doch so wertvoll.
    Ich wünsche Dir Glück und Zufriedenheit!
    Du bist so ein wertvoller Mensch und ich bin dankbar Dich und Deine Mädchen zu kennen!
    Ich drück Dich!

    Ganz liebe Grüße ,
    Claudia

  3. Liebe Yvonne,

    da komme ich ja gerade rechtzeitig, um Dir zu Deinem Geburtstag zu gratulieren und Dir alles, alles Gute, ganz viel Kraft und noch mehr Freude und vor allem Gesundheit für Körper, Geist und Seele für Dein neues Lebensjahr zu wünschen. Ich bin heute per „Zufall“auf Deinen Blog gekommen und habe gerade alle Deine Berichte unter den Rubriken Hochsensibilität und Depressionen (beides aus eigener Betroffenheit) gelesen. Ich finde es sehr bewundernswert, was Du hier in und mit Deinem Blog schaffst und danke Dir für Deine Offenheit. Wie gesagt, kenne ich beide Befindlichkeiten aus eigener Erfahrung und habe viel ausprobiert, um damit klar zu kommen. Durch eine Bekannte bin ich auf die Bücher von Louise L. Hay aufmerksam geworden, das hat mir sehr viel geholfen, z.B. „Gesundheit für Körper und Seele“ kann ich sehr empfehlen. Vieles wird dadurch klarer, es erleichtert ungemein. Vielleicht kann es Dir ja auch helfen, dass Dein schwarzer Hund zu einem niedlichen kleinen Wachhund mutiert, der Dich zukünftig rechtzeitig vor Überlastung warnt, aber keine Bedrohung mehr darstellt. Das wünsche ich Dir von Herzen und freue mich jetzt schon auf weitere Beiträge von Dir.
    Alles Gute
    Gabriele

    • Liebe Gabriele,
      herzlichen Dank für deinen warmen Worte und die Glückwünsche 🙂
      Bücher von Louise L. Hay habe ich auch schon gelesen, sehr spirituell und ein guter Anlass zum Nachdenken!
      Liebst,
      Yvonne

  4. Happy birthday to you! Ich hoffe, der Tag ist für dich trotzdem schön geworden, trotz Schwermut. Schokolade und Lieblingsmusik hilft bei mir auch immer 😊

  5. Hi Yvonne,
    Von mir gibt es nachträglich alles Gute zu deinem Geburtstag! Ist dein Tag denn für dich fröhlich geworden?
    Das Gefühl, dass alle meinen, der Geburtstag sei ein wichtiger /fröhlicher Tag kenne ich auch. Ich fühle mich dann förmlich in die Ecke gedrängt.
    LG Doreen

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