Seit der #Blogfamilia sind schon ein paar Tage vergangen und trotzdem arbeiten meine Gedanken immer noch, und bündeln die zahlreichen Infos zu Paketen, um das Bloggen professionalisieren zu können. Ob ich das alles auch so umsetzen werde, steht auf einem ganz anderen Blatt. Trotzdem gehe ich in letzter Zeit oft in mich und lasse nachwirken, was die #Blogfamilia für mich gebracht hat. Wahnsinnig viele Informationen zu Professionalisierungsansätzen und kreativen Ideen für Blogposts wirbeln innerlich herum und lassen mich überlegen, in welche Richtung sich mein Blog entwickeln soll. Dass einiges bleibt und manches sich verändern kann, wusste ich schon vor Beginn der Elternbloggerkonferenz in Berlin. Die Frage ist nur, wann ich was ändere und ob ich das Bloggen professionalisieren möchte oder meinen eigenen Stiefel forme.

Welche Infos gab es auf der Blogfamilia?

Diese Frage scheint viele Leser zu beschäftigen. Gerade diejenigen, die selbst bloggen und den Weg nach Berlin nicht auf sich nehmen konnten, möchten nicht auf die Infos verzichten. Wie gut, dass die Organisatoren der Blogfamilia dafür alle Vorträge der wirklich guten Referenten öffentlich zugänglich gemacht haben. So kann also jeder Leser einen Einblick in sämtliche Vorträge bekommen und sich selbst ein Bild machen.

Die Themenwahl orientierte sich hauptsächlich an der Optimierung des eigenen Blogs.

  • Wie kann ich mit dem Blog Geld verdienen?
  • Blogger und Journalisten: Was und wie lernt man voneinander?
  • Welche rechtlichen Bestimmungen gelten für die Impressumspflicht?
  • Was bietet mir Instagram als Vermarktungsmöglichkeit?
  • Wie wird mein Blog bei Google besser gefunden? -> SEO Strategien für Blogs

Aber auch ein Sponsor hatte einen für mich sehr schönen Vortrag halten dürfen, denn hier ging es vordergründig um einen Appell: „Lasst die Kinder spielerisch lernen!“

Für mich persönlich gab es neben Altbekanntem auch neue Blickwinkel, die kurzweilig vorgetragen wurden und dafür sorgten, dass mein Notizblock auch zum Schreiben genutzt wurde.

Bloggen professionalisieren – money, money, money

Auf die Frage, wie ich mit meinem Blog Geld verdienen kann, hat Jess vom Alabastermädchen nicht nur aus der Sicht ihrer wissenschaftlichen Forschung im Rahmen ihrer Masterarbeit gesprochen, sondern gleichfalls ihre eigene Marketingstrategie  verraten:

„Nutze diverse Möglichkeiten wie Affiliate-Möglichkeiten, Sponsoring oder per Suchwortvermarktung und schaffe durch deine persönliche Besonderheit eine Bindung zu potenziellen Kunden. Präsentiere dich, indem du zeigst, was dich ausmacht! Bei mir sind es die linken Haarspitzen, was könnte deine Besonderheit sein?“

Dabei rief sie vor allen Dingen dazu auf, sich selbst zu hinterfragen und zu überlegen, was zur eigenen Glaubwürdigkeit beiträgt. Denn dies ist immerhin auch ein wichtiger Punkt der insgesamt 20 Kriterien eines erfolgreich monetarisierten Blogs, die sie in ihrer Masterarbeit zusammengestellt hat. Aus ihren Ergebnissen legte sie uns folgende Punkte ans Herz:

  • Glaubwürdigkeit: „Seid ehrlich, mit dem was ihr tut und was ihr wollt!“
  • sorgsame Auswahl der Kooperationen: „Springt nicht auf jeden Zug auf und schaut, was wirklich zu euch und euren Lesern passt!“
  • persönliche Kontaktpflege -> Networking mit anderen Bloggern und die persönliche Vorstellung bei Firmen, mit denen ihr gern kooperieren möchtet, bringt wesentlich mehr ein, als gut formulierte E-Mails als Kooperationsanfrage abzuschicken

Und wer wirklich von seinem Blog leben möchte, sollte auch auf indirekte Erlösquellen setzen und beispielsweise ein Buch schreiben oder den Blog als Akquise-Tool für den eigenen Beruf nutzen.

Bloggen professionalisieren, Geld verdienen mit dem Blog

Für mich alles logisch und doch werde ich die guten Hinweise nicht nutzen. „Bloggen professionalisieren“ wird in meinem Fall auf einer anderen Ebene stattfinden, denn ich liebe meinen Job als Lehrerin und möchte weiterhin damit meinen Lebensunterhalt bestreiten. Wenn durch den Blog die eine oder andere Kooperation zustande kommt, ist das ok, aber davon leben möchte ich nicht.

Bei euch kann das vielleicht aber anders sein. Gerade wer noch am Beginn seiner Bloggerkarriere ist und sich fragt, was so alles wichtig ist und unbedingt zum professionellen und rechtlich sicheren Bloggen dazugehört, findet hoffentlich in den nächsten Absätzen wichtige Informationen.

Wann brauche ich ein Impressum?

Wenn du einen Blog für deine Familie schreibst und nur ein kleiner erlesener Kreis erfährt, was du so in deinem Blog schreibst – falls du dich gerade am anderen Ende der Welt herumtreibst und mehr oder weniger Tagebuch schreibst – dann brauchst du kein Impressum. Aber wenn du auch andere Menschen erreichen möchtest, kommst du da nicht drum herum. So einfach ist das. Mit den Worten: „Alle, die ihr hier seid, habt die Grenze schon überschritten!“ verdeutlichte die Juramama ganz humorvoll, wie sich das Ganze mit der rechtlichen Ausgestaltung bei Blogs und Internetseiten so verhält.

Falls sich jemand in seinen Persönlichkeits- oder Bild- und Videorechten verletzt sieht, muss er den Seitenbetreiber jederzeit „an die Karre fahren“ können. Sprich, der Nutzer muss wissen, wen man schnell (innerhalb von 30 Minuten) verantwortlich machen kann und zwar ohne umständliche Klickerei auf der Seite. Denn dafür gibt es die 2-Klick-regel, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Willst du dein Bloggen professionalisieren und mehr als deine eigene Familie unterhalten, hast du dich an die Regeln zu halten – sorge also dafür, dass dein Impressum innerhalb von 2 Klicks auf deiner Seite anzusteuern ist.

Wichtig ist auch, dass du auf allen Plattformen (bei all den ganzen social media-Accounts ist das ja ganz schön viel…) mit identischem Impressum vertreten bist und verlinke an diesen Stellen das Impressum direkt – denn nur so hält du die 2-Klick-Regel ein :-).

Wie kennzeichne ich Werbung im Blog?

„Seid Spießer und schreibt Reklame – da müsst ihr langweilig sein!“ – mit diesen einfachen Worten ist man auf der sicheren Seite. Der Ausdruck „sponsored“ reicht nicht mehr aus – immerhin versteht ja nicht jeder Englisch lautete die Erklärung der Juramama. Anzeige, Werbung ist auch ok, wenn du eine Geldleistung für deinen Beitrag erhältst. Bei Produkttests muss auch noch irgendwo vermerkt werden, dass das Produkt kostenlos zugeschickt wurde – kleine Schrift am Ende des Beitrags reicht dabei aber aus.

Bloggen professionalisieren durch SEO

Dieses SEO-Ding beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Meine ersten wichtigen Schritte und Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung habe ich hier ja schon mal für euch aufgeschrieben. Wenn ich das beherzigt, habt ihr schon mal ein kleines Fundament, auf das ihr aufbauen könnt. Durch den Vortrag von Marius Fröchling wurden mir aber noch mal ganz andere Möglichkeiten eröffnet. Er gab wertvolle Hinweise für neue WordPress-Plugins, zu Keyword-Planung und zur Blog- und Beitragsgestaltung im Allgemeinen. Wichtigste Botschaft: „Finde heraus, was die Leute lesen wollen und dann schreibe darüber. Sei der Dorfälteste und teile deinen Rat mit – werde ein Ratgeber für ein Fachgebiet, in dem du dich richtig gut auskennst!“ Diese Worte klingen immer noch nach. Wofür bin ich denn der Ratgeber? Was kann ich gut? Die Antwort darauf ist recht schwierig, denn ich kann relativ viel ganz gut ;-). Trotzdem macht es natürlich auch Sinn, seine Nische zu finden und genau in dieser Nische der Experte zu werden – immerhin erhöht sich dadurch die Nachfrage zu meinen Beiträgen und damit die Klickte sowie die Nachfrage nach meinem Blog. Ganz logisch! Breit aufgestellt zu sein bringt in der Medienindustrienicht viel ein, denn mit zahlreichen Interessen geht man neben den wirklichen Experten verloren und wird bei Google nicht gut gerankt. Gerade Google bietet wertvolle Tools, um herauszufinden, was die Leute so lesen wollen (Google Keywords-Planer, Google Trends, W-Fragen-Tool, etc.). Wenn ich da einfach mal bestimmte Suchbegriffe abfrage und schaue, was ich davon mit Beiträgen füttern kann, dann hab ich schon mal große Chancen, mehr Klicks über Suchmaschinen zu bekommen. Wer sein Bloggen professionalisieren und vor allen Dingen Marketing betreiben und den Blog gewinnbringend monetarisieren möchte, der kommt um diese Strategien nicht herum.

Bloggen professionalisieren, Suchmaschinenoptimierung

Wenn du dann noch weißt, welche Nische du besetzt und was du wann schreibst (manche Artikel sind halt saisonbedingt interessant, kein Mensch liest sich Weihnachtsbeiträge im Sommer durch), hast du schon mal die halbe Katze im Sack. Jetzt ist es wichtig, die Megatitel treffend zu formulieren – das WP-Plugin Yoast-SEO hilft enorm – und die wichtigsten Schlagwörter deines Beitrags dort zu platzieren. Immerhin ist das sozusagen die Eintrittskarte zu deinem Blog – das erste, was der potenzielle Leser sieht und was ihn neugierig auf deinen Beitrag machen soll. In wenigen Worten formulierst du, was den Leser im Beitrag erwartet und forderst ihn unbedingt zum Aufrufen auf „Klicken Sie hier, Lesen Sie weiter, oder Ähnliches“. Es gibt schon wirklich viele Möglichkeiten auf der digitalen Spielwiese – nichts ist unmöglich, du musst nur deinen Weg finden! Und wenn du ihn gefunden hast, vergiss nicht, zu einem Thema recht viel zu schreiben und sie mit gleichen Keywords zu taggen. So sorgst du auch dafür, dass die Verweildauer der Leser auf deiner Seite erhöht wird. Alles hängt einfach mit allem zusammen….

Konsequenzen für den eigenen Blog

Ich sehe mich ganz klar als Hobbybloggerin und nehme den Aufwand für die gezielte Blogplanung, Leserrecherche usw. nicht auf mich. Ich bleibe breit aufgestellt, weil es mir Spaß macht, meine tausend Interessengebiete hier zu präsentieren. Mein Blog darf eigentlich so bleiben wie er ist. Eigentlich! Denn einen wichtigen Hinweis nehme ich mir doch zu Herzen…

Räumt den Blog auf! – Wenn Beiträge nicht gelesen werden, dann könnt ihr ihn auch löschen.“ Bloggen professionalisieren bedeutet nämlich auch, den Blog kompakt zu halten. Das reduziert den Webspace und sorgt auch für schnellere Ladezeiten – und das, liebe Leser, möchte doch jeder gern :-).

Wie seht ihr das Ganze als Blogger oder Leser? Könnt ihr aus diesem Beitrag Nutzen ziehen oder habt ihr gar einen Wunsch an mich? Lasst es mich wissen!

 

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7 comments on “Bloggen professionalisieren? Einblick in Blogfamilia-Infos”

  1. Sehr interessanter Post alle mal. Nur der letzte Absatz hat mich mit Fragezeichen in den Augen hinterlassen: Beiträge löschen?! Das würde ich nie machen. Jeder Post ist Teil des Blogs und Teil des ganzen und in jedem Post steckt Arbeit.
    Ansonsten danke für diese sehr interessante und ausführliche Zusammenfassung. Ich möchte allerdings auch nicht unbedingt zum professionellen Blogger werden und sehe daher den Aufwand auch nicht ganz ein.

  2. Huhu,
    aus SEO-Sicht würde ich einen Blogpost nicht löschen, damit die Seite schneller wird. Das wird keinen spürbaren Effekt haben. Nicht bei unserer Menge an Blogposts.
    Was man machen kann: ähnliche Blogposts zu einem ganzen zusammenführen und per 301 redirecten (auf den, der am meisten gelesen wird).
    Somit vermiedet man Kannibalisierung von Keywords in verschiedenen Blogposts.
    Das kann aus SEO-Perspektive sinnvoll sein, habe ich auch schon gemacht. Hat bei mir etwas gebracht. 🙂
    Ich spiele eh viel mit Dingen rum, die helfen können. Aber das ist bei mir wohl bekannt. hihi.
    Finde ich gut, dass du dich dort einliest!

    • Hallo Sarah,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Das hilft sicherlich auch vielen Lesern 🙂
      In meinem Fall habe ich bereits alte Blogposts gelöscht – also wirklich Beiträge, die aus meiner Anfangszeit sind und mir selbst nicht mehr gefallen haben oder aber Beiträge, die wirklich nicht gelesen wurden.
      Dafür habe ich vorher aber gründlich die Statistiken durchblickt und sorgfältig ausgewählt.
      Das mit dem redirect hatte Marius auch empfohlen – sogar noch ein Plugin dazu. Aber das sind für mich noch SEO-Mittel, die ich mir erst erarbeiten muss, bevor ich dazu etwas schreiben kann 🙂

      Liebe Grüße,
      Yvonne

  3. Danke für den Post, du hast viele wichtige Dinge aufgezählt und dabei war das Ganze noch sehr verständlich. Ich möchte mich in Zukunft auch mehr mit SEO beschäftigen, alte Beiträge löschen, die nicht gelesen werden, käme aber für mich nie in Frage, dafür steckt da zu viel Arbeit drin.

    Liebe Grüße 🙂

  4. Danke dir für diesen interessanten Einblick in die Blogfamilia und vielen Dank für die Tipps, die du mit uns teilst. Ich habe anfangs mit dem Bloggen als reines Hobby begonnen und schnell für mich herausgefunden, dass ich meinen Blog professionalisieren möchte bzw. mein Hobby zum (zunächst Neben-) Beruf machen möchte. Ich mache mir da allerdings nicht mehr so einen Druck wie anfangs und gehe das Ganze langsam und behutsam an. Das Tolle ist, dass ich einen SEO-Profi an meiner Seite habe und durch ihn sowie durch einige Selbstlerner Online Kurse habe ich schon einiges zum Thema SEO etc. gelernt. Das Thema ist aber so komplex, dass ich immer wieder Neues dazu lerne und es ist auch wirklich spannend :-).
    Ganz liebe Grüße
    Elena

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