Meine Freundin Nina vom Blog timbaru hat sich nach einer etwas längeren Pause wieder zu Wort gemeldet und meine Fragen aus dem letzten Brief beantwortet. Am 18. November ist mein Brief bei ihr erschienen und hatte brennende Fragen zur #BLOGST-Konferenz in Köln im Gepäck. Da ich selbst bekanntermaßen nicht dabei sein konnte, habe ich heute also Antworten einer Insiderin für euch im Gepäck ;-)! Außerdem gibt uns Nina mit ihrer multikulturellen einen Einblick in verschiedene Weihnachtstraditionen…

Liebe Freundin,

in Deinem letzten Brief schriebst über die #BLOGST, für die Du keine Karten bekommen hattest. Das ist wirklich schade, dass wir uns dort nicht persönlich treffen konnten.

Du hast vermutet, dass ich durch die #BLOGST Spezialistin im Vernetzen geworden bin. Doch da muss ich Dich enttäuschen.

Ich bin im realen Leben eher zurückhaltend.

Ob ich auf Menschen zugehen kann oder nicht, ist stark tagesformabhängig. Dabei bin ich nicht schüchtern. Ich habe auch sehr nette Menschen getroffen. Doch irgendwie habe ich auch gemerkt, dass ich mit den Gedanken nicht ganz bei der Sache war. Vielleicht lag es daran, dass ich alleine in Deutschland war, und auch meine Freundinnen besucht habe.

Die Vorträge auf der #BLOGST fand ich allerdings interessant und haben mich teilweise sehr begeistert. Allein die Zeit fehlt, das alles umzusetzen. Ich habe viele Ideen und schaffe es nicht sie zu sortieren und anzugehen. Vielleicht im neuen Jahr. Ich möchte mich da auch nicht stressen, da der Blog ein reines Hobby von mir ist.

Ja, der liebe Blog. Auf dem ist es momentan sehr ruhig. Ich könnte das alles auf die Weihnachtszeit schieben, und das ist auch ein Grund. Doch der Hauptgrund ist, dass ich versuche bei der Schule des Schreibens meine Studienaufgaben aufzuholen. Ich habe mittlerweile ganz gut aufgeholt. Ich bekomme sehr gutes Feedback von meiner Studienleiterin und auch aus dem Forum. Das motiviert natürlich sehr. Selbst das Nähen kommt da zurzeit etwas zu kurz.

Dazu kommen auch die Weihnachtsvorbereitungen. Letztes Jahr haben wir in Bratislava gefeiert. Dieses Jahr fahren wir nach Deutschland. Ich freue mich sehr darüber, da wir dieses Jahr wieder einen finnischen Weihnachtsschinken bekommen. Letztes Jahr gab es ganz in slowakischer Tradition Gans. Das war auch gut und lecker, doch eigentlich gehört für mich der Weihnachtsschinken dazu. Als deutsch-finnisch-bulgarische Familie mixen wir natürlich ein wenig die jeweiligen Traditionen und Rituale.

Heiligabend kommt schon morgens der Schinken in den Ofen. Dort bleibt er bis zum Abend. Wir gehen noch einmal in die Stadt, aber nicht um etwas zu kaufen, sondern einfach um die plötzliche Ruhe zu genießen, die nun im Zentrum herrscht. Am Nachmittag gehen wir gemeinsam mit Freunden in die Kirche. Anschließend schmücken meine Tochter und ich den Weihnachtsbaum, während die ganze Wohnung schon nach leckerem Essen riecht. Wir decken den Tisch und bereiten Vorspeisen und Beilagen vor. Gegen 18h fangen wir mit dem Schlemmen an. Es gibt Lachs, Sill (eingelegter Hering), Kartoffeln und andere Kleinigkeiten. Dann kommt der Weihnachtsschinken auf den Tisch. Auch dazu gibt es Kartoffeln. Außerdem Gemüse und Sauce. Wenn dann noch Platz ist, essen wir Kuchen und Eis zum Nachtisch. Wenn ich meine Spielmuffel überreden kann, spielen wir noch ein Spiel, bevor mein Kind ins Bett geht.

Anders als in Deutschland oder auch Finnland gibt es bei uns die Geschenke am ersten Weihnachtsmorgen. Mein Mann kennt es so aus Bulgarien, die es sicher aus den USA übernommen haben. Doch, wenn ich ehrlich bin, ich finde es toll. Am Heiligabend können wir in aller Ruhe essen, weil unser Kind noch gar keine Geschenke erwartet. Und am Weihnachtsmorgen kommen wir alle gemütlich in Pyjamas zusammen und trinken den ersten Kaffee bzw. Tee am Weihnachtsbaum, während die kleine Große mit leuchtenden Augen die Geschenke betrachtet. Sie darf sie dann auch verteilen. Dann packen wir nacheinander und abwechselnd die Geschenke aus. So ist es besonders spannend.

Der Tag selbst ist dann sehr gemütlich mit Spielen, Lesen und Spazieren gehen. Ich freue mich schon sehr.

Und bei Euch? Wie feiert Ihr Weihnachten?

Ich wünsche Dir und Deinen lieben ein ganz tolles Fest!
Ich freue mich schon sehr auf 2016 mit Dir!

Herzliche Grüße,

Nina

Nach diesem Vorgeschmack auf Weihnachten bin ich nun selbst ganz bewegt, denn die gemixten Traditionen und vor allen Dingen der kulinarische Ausblick auf das Weihnachtsmenü, das meine Freundin dort auf den Tisch zaubert, sind sehr inspirierend. Da ich selbst in diesem Jahr aufgrund meiner familiären Situation etwas anders feiern werde, interessiere ich mich brennend für weitere Anregungen von euch. Was gibt es zu essen? Wie macht ihr das mit den Geschenken?

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1 comment on “#BLOGST und Traditionen! => Liebe Freundin”

  1. Andere Weihnachtstraditionen zu lesen, finde ich immer interessant. Bei uns gibts die Geschenke klassischerweise an Heiligabend, aber am 25. finde ich auch nicht schlecht, da sind wir aber immer durch den Geburtstag meiner Oma eingespannt und hätten gar nicht die Zeit für unsere Geschenke 🙂 Zu Essen gibt es bei uns wahrscheinlich etwas ganz unweihnachtliches: Lasagne! Die mögen wir alle sehr gerne und dann passt es für uns auch als Weihnachtsessen!

    Liebe Grüße
    Jana

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