Archive of ‘Depression’ category

Was Depressive brauchen – Wertschätzung

Depressionen Dirk Ludwig

Wertschätzung ist etwas, das vieldeutig zu verstehen ist. Auf der einen Seite geht es um die eigene Wertschätzung dessen, was man tagtäglich leistet. Die andere Seite stellt die Wertschätzung von außen dar. Im positiven wie leider auch im negativen Sinn nimmt das insbesondere Einfluss auf die Psyche. Für mich umso mehr ein Grund, sich dem Thema – was Depressive brauchen und sich wünschen – einmal mehr zu widmen.

Es ist noch nicht viel Zeit vergangen, seitdem sich ein bekannter Blogger das Leben nahm. Nach dieser Nachricht stand die Bloggerwelt nicht still und sorgte für eine liebevolle Welle mit Verständnis und vor allem Sichtbarkeit für diese heimtückische Krankheit. Es wurde gesprochen, gehandelt und überlegt. Was kann man tun, um leidenden Menschen zu helfen?

Doch immer dann, wenn Gutes Wellen schlägt, kommt irgendwann die Ebbe. Gerade jetzt, in den dunklen Monaten, in denen der Leidensdruck depressiv Erkrankter größer wird, mag ich keine Ebbe akzeptieren. Schon im letzten Jahr habe ich meine Sicht über den Umgang mit Depressionen in unserer Gesellschaft verbloggt.

Wie gerufen kam daher ein Gastbeitrag von Dennis, der mit seiner Seite „depressiv-leben“ den richtigen Ton zum Thema Wertschätzung gefunden hat und damit auch ein Manko in der Gesellschaft anspricht. (mehr …)

10 Tipps gegen Schwermut

10 Tipps gegen Schwermut

Ich bin wieder daheim – mein Kurzurlaub liegt hinter mir. Kaum angekommen, überkommt mich ein Gefühl der Schwermut. Es kommt nicht von ungefähr, schlich sich schon seit Tagen an und doch zwingt es mich etwas in die Knie: Ich bin abwesend, sehr nachdenklich und irgendwie in einer anderen Welt. Ich weiß, dass ich mich freuen sollte und doch will sich dieses Gefühl nicht so wirklich einstellen. (mehr …)

Ein Zug rollt heran – Symptome für eine Depression

Depressionen Dirk Ludwig

Ich merke schon seit Tagen, dass etwas angerollt kommt – sind es etwa Symptome für eine Depression?

Wie ein herannahender Zug, dessen leise Geräusche sich auf der Trasse übertragen, obwohl vom Zug selbst nichts zu sehen ist. Ein beklemmendes Gefühl, eine nicht fassbare Grundstimmung, die sich über alles legt wie eine sehr lichte Wolke über die Sonne. Noch ist sie nicht so dunkel, dass sie das ganze Licht nimmt, aber sie nimmt einen Teil der Wärme und kostet Energie. (mehr …)

Geburt nach Plan?

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Manchmal läuft einfach nicht so, wie man es geplant hat oder sich zumindest in den schönsten Träumen vorgestellt hat…

Diese Weisheit hat bestimmt jeder schon mehr als einmal für sich bewahrheiten müssen… Ich bin ein Mensch, der generell gern plant und schlecht mit Situationen zurechtkommt, die eben ungeplant geschehen. Planungen geben mir Sicherheit. Sie beruhigen mich und schützen mich vor ungeliebten Überraschungen. Mag sein, dass es mit meiner Hochsensibilität zusammenhängt, mag aber auch sein, dass es ein Teil meines Charakters ist. Veränderungen und umplanmäßige Gegebenheiten verunsichern mich sehr. Manchmal machen sie mir sogar Angst. Aber das Leben hat dazu seinen ganz eigenen Standpunkt! (mehr …)

Depression und Gesellschaft

Zusammenbruch

Seitdem die Tage kürzer wurden und die Sonnenstrahlen fehlen, macht sich auch der Trübsinn etwas breiter. Hinzu kommt der Weihnachtsstress, der bei vielen Menschen schon am Monatsanfang einsetzt. Weihnachtsfeier hier, Weihnachtsfeier dort, Plätzchen backen, Adventsgestecke besorgen und irgendwann auch noch Geschenke für die Liebsten kaufen.

Eine stressige Zeit, wenn nebenher noch der alltägliche Wahnsinn bewältigt werden muss. Kommt auch noch Druck durch die Arbeit auf und läuft zusätzlich etwas anderes aus dem Ruder, ist das schon zum Wahnsinnigwerden.  (mehr …)

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Freiheit

Ich bin eine Nomadin: Immer auf der Suche nach dem eigenen Ankommen. Doch was „ankommen“ bedeutet, das weiß ich nicht.

Immer dann, wenn ich selbst glaubte, angekommen zu sein, war dies nur ein trügerischer Eindruck, der binnen kürzester Zeit seine echten Facetten offenbarte. Je näher ich mir selbst zu kommen glaubte, desto größer wurde die Distanz. (mehr …)

Wie Hunde depressiven Menschen helfen können

gefunden bei der fotocommunity

Tiere sind etwas Wunderbares! Selbst wenn wir keinen Hund haben, weiß ich doch, wie wertvoll sie sein und gerade auch depressiven Menschen helfen können.

Meine Mulle-Kinder und ich sind nun in der Kur angekommen und finden uns sowohl in der Umgebung als auch in den verschiedenen Gruppen und Einrichtungen zurecht. Hier sollen wir zur Ruhe kommen und die Vergangenheit aufarbeiten. Während wir diese Zeit fernab des heimischen Trubels genießen, kämpfen andere genau in diesem Setting. Ihr wisst ja bereits, dass eine dunkle Zeit hinter mir liegt und ich sehr viel Wert auf Aufklärungsarbeit zum Thema #Depression lege. Umso mehr freut es mich, dass ich mit meiner eigenen Krankheitsbiografie Menschen erreicht habe, die nur noch einen kleinen Funken davon entfernt waren, sich ihren „Schmerz“ von der Seele zu reden.

Ich freue mich daher ganz besonders, dass sich Katrin für diesen Beitrag ein Herz gefasst hat und über ihre Erfahrungen mit der schwarzen Klaue schreibt.  (mehr …)

Mit Depressionen in die psychiatrische Klinik

#unserKoffer

Im Gegensatz zu einer Reise in die psychiatrische Klinik werden viele Reisen lange geplant. Ein Reiseziel wird ausgesucht, eine Unterkunft o.ä. gebucht, die Koffer gepackt und dem Tag bis zur Abreise euphorisch entgegen gefiebert.

Bei meiner Reise ist von allem ein wenig dabei. Denn vor einiger Zeit ging ich wegen meiner Depressionen in eine psychiatrische Klinik, um das Licht in der Dunkelheit wiederzufinden. (mehr …)

Leinenzwang für den schwarzen Hund

gefunden bei der fotocommunity

Ich führe meinen schwarzen Hund nun schon eine ganze Weile an der Leine. Er geht nicht mehr durch und wird auch nicht übermächtig. Man sagt ja, dass Hund und Herrchen bzw. Frauchen eine spezielle Beziehung zueinander haben – ein Hund quasi der beste Freund des Menschen sei.

Mit der besonderen Spezies – dem schwarzen Hund – ist das jedoch anders. Freunde sind wir nicht, aber eine spezielle Beziehung haben wir auch. Nicht immer harmonisch, aber abwechslungsreich. Mehr oder weniger lebendig. Manchmal besitzergreifend und launisch. Wir brauchten eine Weile, um ins Gleichgewicht zu kommen. Haben voneinander und miteinander gelernt und sind aneinander gewachsen.

Unsere Geschichte ist lang, voller Hindernisse und Abenteuer… (mehr …)

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