Seit mehr als einem Jahr habe ich das Nähen für mich entdeckt. Es begann ganz harmlos, eine Spontanidee. Geboren durch eine alte Nähmaschine, die eine Nachbarin auf den Sperrmüll gebracht hat. Das war mein Zeichen! Nähen wollte ich bis dato schon immer mal lernen und habe auch hier und dort mal erste Versuche unternommen: Bettwäsche umnähen oder einen Vorhang kürzen. Doch nun sollte meine Stunde kommen! Jetzt würde ich richtig was lernen…

Viele Anleitungen im Netz habe ich durchstöbert, bis ich das erste Modell für die eigenen Versuche gefunden habe. Und siehe da, es gelang. Zwar nicht ganz so reibungslos wie ich es wollte, doch mit kleinen Hindernissen, die überwunden werden wollten. Verhedderter Faden durch falsche Unterfadenspannung, gerissener Oberfaden etc…

Irgendwann packte mich das Nähfieber richtig und ich nähte wie verrückt. Beim Kinderturnen traf ich eine Gleichgesinnte, mit der ich mich fortan des Öfteren getroffen und verschiedene Kleidungsstücke für unsere Töchter genäht habe. Es machte immer viel Spaß, doch dann riss dieser Enthusiasmus ab. Der Alltag mischte sich etwas doller ein, denn meine Bekannte trat ihre Stelle als Jura-Referendarin an und meine Wenigkeit wurde in der Schule gefordert. Dann kam noch hier und dort etwas anderes dazwischen und schon gab es Terminschwierigkeiten. Aber nicht nur das, denn meine Lust am Nähen verebbte fast gänzlich. Mein Maschinen standen schon so lange nutzlos in der Ecke, dass sie regelrecht nach einem Einsatz riefen: „Näh mit mir, näh mit mir, meine Garne sind schon bereit!“

Gut, dass sich meine Blogfreundin Nina immer mal mit genähten Objekten in mein Gewissen schleicht. Beim Vorstellen eines neuen Kleides für ihre Tochter war es um mich geschehen. Sowas mussten meine Kinder auch haben, jetzt will ich auch wieder nähen!!! Anfang Juni bestellte ich also bei Farbenmix mein gewünschtes Schnittmuster und wartete. Und wartete. Und wartete. Denn im Juni machte mir der Poststreik einen Strich durch die Rechnung. Da wollte ich schon mal nähen, hatte Stoff und alles drum und dran und dann bremst mich etwas anderes aus. Höhere Gewalt nennt man sowas wohl auch ;-).

Als ich nach sechs Wochen das Schnittmuster in den Händen halten durfte, war jedoch wieder kein guter Zeitpunkt, um sofort zur Tat zu schreiten. Doch jetzt hatte ich endlich Zeit und Muße, mein lange geplantes Vorgehen in die Tat umzusetzen. Deshalb tragen nun beide Mädels neue Kleider am Leib.

And so I proudly present my new Whitneys 🙂

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Manchmal braucht es halt etwas länger… Mal sehen, wie das dann so mit mir und der schwankenden Nähliebe wird, bzw. wieviel Zeit ich mir bis zum nächsten Nähprojekt lasse. Lust hab ich ja nun schon wieder bekommen 😉

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3 comments on “Das Nähen und ich – eine schwankende Liebe”

  1. Oh ja, diese Nähflauten kenne ich auch. Ich habe vor zehn, zwölf Jahren mit dem Nähen angefangen, aber erst 2011 meine erste eigene Maschine gehabt. Bis dato hatte ich leihweise immer die von Oma.
    Mittlerweile ist die Liste der Projekte, die ich umsetzen will, um ein vielfaches länger, als die Liste mit umgesetzten Projekten 😀

    Ich wünsch dir ganz viel Spaß mit diesem tollen Hobby!

    • Hallo Sidney,
      danke für deinen Kommentar.
      Deine Projekte auf deiner Seite sind doch aber schon aussagekräftig- gefällt mir gut, hast nun einen neuen Fan gefunden 🙂

      Alles Liebe,
      Yvonne

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