Als ich das aktuelle Wort für das [*.txt]-Projekt gelesen habe, habe ich mich gefreut.

Glück – das ist ein Wort, ein Begriff, mit dem ich gut hantieren kann. Zu dem mir etwas einfällt. Zu dem ich gern schreiben möchte. Und doch habe ich mir viel Zeit für den passenden Beitrag gelassen. Irgendwie war immer etwas Anderes wichtiger, als mich ganz konkret mit dem Glück – meinem Glück – auseinanderzusetzen.

Zunächst habe ich ganz konkret darüber nachgedacht, was Glück für mich persönlich ist. Die Frage ist gar nicht leicht zu beantworten, denn was früher für mich ein großes Glück war und sich im Laufe der Zeit jedoch zu Pech verwandelt hat, kann ich nun jedoch wieder als Glück betrachten.

Glück ist nämlich kein dauerhafter Zustand, keine immerwährende Situation und auch nichts, was ewig glücklich macht. Glück ist ergo wandelbar!

GlückDem stimmt auch die Wissenschaft zu. Glück bzw. die Bewertung von unterschiedlichen Aspekten als Glück ist derzeit gefragter denn je. Immer mehr Universitäten mit psychologischem Bereich haben ihre Forschungsschwerpunkte aktuell im Bereich der Glücksforschung. Da tut sich gerade extrem viel, so dass ich selbst gern wieder zur Studentin werde. Ich hab da nämlich was entdeckt…  Science of Happiness 🙂  Alles von daheim! Und wer möchte, kann sich den Kurs sogar zertifizieren lassen. Mal sehen, was ich darüber so alles lernen werde…

Aber zurück zu meinem Glück, zum eigenen Gedanken ohne wissenschaftlichen Hintergrund!

Die Bezeichnung des Glücks liegt immer im Auge des Betrachters: Was ich als Glück betrachte, kann für jemand anderen völlig bedeutungslos sein. Was ich als Glück bewerte, liegt ganz allein bei MIR.

An Tagen, an denen ich besonders „bei mir“ bin, blicke ich gern auf mein Leben. Auf das, was mir am Tag gut gefallen hat. Auf das, was mich glücklich gemacht hat. Wie zum Beispiel heute früh: Ich hatte die Gelegenheit, eine Stunde ganz für mich allein zu haben. Für mich ist das ein großer Luxus, denn das kommt eher selten vor und wenn doch, dann ist die Zeit mit Terminen oder Arbeit oder sonstwas angereichert und lässt kaum Momente des Glücks vorkommen/wahrnehmen. Heute war das jedoch anders: Ich bin schwimmen gegangen und hatte ein ganzes Schwimmbad für mich allein. Während ich meine Bahnen zog, eröffnete sich mir ein leicht meditativer Zustand. Das leise Plätschern des Wassers, das über den Rand schwappte, stellte die Geräuschkulisse für meine Gedanken dar. Die Schwimmbewegungen im Wasser hatten einen Gleichklang, so dass alles im „Fluss“ war und sich der wache Geist in Form positiver Gedanken frei entfalten konnte. Mit jeder Bahn wurde mir klarer, dass ich ein gesegnetes Leben habe: Zwei wundervolle und gesunde Kinder, einen Job, der mich erfüllt und mir große Freude bereitet, sehr unterschiedliche warmherzige Freunde und vor allen Dingen Menschen, die mir Rückhalt geben und ohne die ich gar nicht mehr sein möchte. So weit habe ich mein persönliches Glück bereits definieren können. Ob ich es in einem Jahr noch genauso sehe, möchte ich stark hoffen. Ob ich dann jedoch etwas anderes als Glück betrachte oder sich mein jetziger Zustand um weitere Glücksnuancen angereichert hat, wird sich zeigen. Ich hoffe jedoch, dass ich in jedem Fall Glück in meinem Leben wahrnehmen kann… Denn das scheint mir das „A“ und „O“ der eigenen Lebensbetrachtung zu sein.

Wie stehst du zu diesem Thema? Was ist dein Glück? Ich freue mich auf zahlreiche Kommentare…

Weitere Beiträge zum [*.txt]-Projekt von Dominik Leitner findest du hier.

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1 comment on “Glück [*.txt]”

  1. Hmm, also über Glück kann ich derzeit recht weg denken. Ich denke, dass hat etwas mit der einstellung des Menschen selber zu tun. Für die einen kann schon etwas kleines „Glück sein“.

    Ich finde jedes jedes Positive als Glück. Man sollte auch kleine werte gut schätzen können. Ich finde, dass jeder Mensch einfach zu wenig über sowas nachdenkt.

    Das mit dem Science of Happiness finde ich ganz interessant. Ich werde mir es gleich mal genauer durchlesen ^^.

    LG

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