Ich bin ein Mensch, der sich richtig festbeißen kann und zielstrebig und mit Ehrgeiz Dinge anpackt. Aufgeben passt da nicht so ganz in mein Konzept und trotzdem bin ich froh, dass ich es heute getan habe! Glücklich scheitern ist damit nicht nur eine belanglose Überschrift, sondern eine wichtige Erkenntnis, die ich heute erfahren musste…

Aufbruch

Bereits heute morgen musste ich mich richtig aus dem Bett treten, denn meine Gedankenmühle mahlte stetig. Seit Dienstag war ich nicht mehr laufen und wollte heute endlich den Schwung des Tages dafür nutzen. In den letzten Tagen war ich gedanklich so blockiert, dass einfach nichts mehr richtig rund lief. Daher machte ich mich fertig und lief endlich los. Bereits nach dem ersten Kilometer merkte ich, dass es auch heute nicht rund werden würde und quälte mich den Hang hinauf. Ich redete mir ein, dass es besser laufen würde, wenn es wieder bergab ginge. Doch auch hier täuschte ich mich. Nach zwei Kilometern hörte ich auf – und das, obwohl ich am Dienstag noch ganze 9 Kilometer geschafft hatte und mich unendlich über diesen Erfolg gefreut hatte. Aber heute ließen sich die Gedanken nicht vertreiben.

Stillstand

Ich blieb stehen, stöpselte die Musik aus und schaue mich um. Auch gedanklich hielt ich inne und schaute die Waldblumen an, die ihre Köpfe der durch die Bäume schimmernden Sonnenstrahlen entgegenstrecken wollten. Meine Gedankenblockade nahm nun auch Einfluss auf das Laufen, mit dem ich so gern den Kopf frei bekommen wollte.

Waldblumen

Ich bin gescheitert. Ich bekomme das nicht hin. Ich kann mich nicht zusammenreißen. Das waren die ersten Gedanken, die mir in den Kopf kamen und dann ließ ich es einfach so stehen. Ich bewertete es nicht und schaute mich lieber im Wald um. Langsamen Schrittes kehrte ich dann nach Hause zurück.

Glücklich scheitern

Über das Scheitern bin ich nun sehr froh, denn das zeigt mir, dass ich nicht mehr über alle Grenzen hinaus gehe und nicht mehr auf mich achte. Ich habe mein Trainingsziel für heute verloren, meine Achtsamkeit für mich und meine Gedanken jedoch gewonnen – und genau DAS macht mich heute glücklich. Ich kann scheitern, ich darf scheitern und ich muss scheitern, damit es wieder bergauf gehen kann!

Weitere schöne, freudige und abwechslungsreiche Erlebnisse wie immer bei der #Sonntagsfreude und beim #Sonntagsglück.

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6 comments on “Glücklich scheitern…”

  1. Scheitern ist ja auch keine Schade wie ich finde. Manchmal sollten wir auch Scheitern, damit wir uns neuen Herausforderungen stellen können.
    Deinen Text finde ich sehr schön Geschrieben 😉

    LG

  2. Sich das eingestehen zu können ist eine große Kunst die nicht viele Menschen beherrschen. Zugeben zu können dass es eben nicht geht – das ist wirklich Stärke. Respekt dafür.

    Viele Grüße
    AW

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