Guten Morgen ihr Lieben,

heute habe ich eine ganz besondere Bloggerin im „Gepäck“. Steffi vom Blog „50 Dinge“ begleitet mich schon fast von Beginn an. Also von meinem Start als Bloggerin. Sie hat einen bemerkenswerten Humor, über den selbst meine Große schon herzhaft lachen konnte. Ich sag nur „Green Smoothie“ – ein Video, bei dem Steffi nicht nur mit Wortwitz, sondern auch mit Situationskomik besticht!!! Ich bin sehr froh, sie relativ leicht zu einem Gastbeitrag überredet zu haben und darf hier ganz exklusiv den Beitrag zu meiner gewonnenen #deinDing-Challenge vorstellen :-). Applaus und ein ganz großer Trommelwirbel für STEFFI!!!!

Ich und Kosmetik-Beauty-Krams. Das ist wie Kapitän Ahab und Moby Dick. Oder Nord- und Südpol. Vampir und Sonnenaufgang. Oder…
Du verstehst sicher, was ich meine!
Ich lebe gerne pragmatisch, statt Zeit und Geld in die Verschönerung meiner Oberfläche zu investieren. Und es mangelt mir definitiv an Talent dafür. Während meine Schwester mit Pinsel und Puder wie ein Künstler ihr Gesicht in die Mona Lisa verwandelt, produziere ich noch mehr Unregelmäßigkeiten und Flecken auf meinem Teint.
Bestes Beispiel: Ich musste gerade nachschlagen, wie man [su_highlight background=“#eac5e7″]Teint[/su_highlight] schreibt.
Es ist nicht so, dass ich wie ein ungewaschener Endzeitneandertaler herumlaufe. Auch ich nutze Wasser, Seife und Creme! Dann hört es auch schon auf.
Genauso ist es mit Haaren und Fingernägeln. Sie müssen gepflegt und sauber sein und geschnitten werden, wenn die Länge nervt. Bei den Nägeln bekomme ich das noch selbst hin. Bei den Haaren habe ich in den letzten Jahren meine talentierte Schwester zum Kürzen ran gelassen. Einfach auf Schulterlänge gerade abschneiden und fertig. Das dauert keine 10 Minuten, es kostet nichts und in meinem geliebten Zopf oder Dutt sieht man keinen Unterschied zum Friseurbesuch.
Ich finde das „zum Friseur“ gehen auch eher stressig, als entspannend. Man wartet ewig, muss sich selbst die ganze Zeit im Spiegel betrachten oder auf die abgegrabbelte Frauenliteratur zurückgreifen. Nebenbei bekommt man mit, wie sich Tante Erna über Onkel Eduard aufregt. Und hast du schon gehört: Die Barbara ist schon wieder schwanger. Das Erdbeerkuchenrezept? Klar, kann ich das bringen. Ach, und das Wetter…
Ich könnte ja auch einfach weghören, aber versuch das mal!
Ist alles vorbei, hat man zwar die Haare schön, aber legt einen ordentlichen Batzen Geld auf den Tisch und nach 2 / 3 / 4 Monaten wiederholt sich der Vorgang.
Im Rahmen meines Blogs zwinge ich mich ja selbst dazu, meine Komfortzone zu verlassen, Vorurteile abzubauen und neue Dinge auszuprobieren. Bei meiner ausgerufenen #DeinDingChallenge  hat Yvonne die meisten Punkte geholt und bestimmt: Ich gehe zum Friseur!
Du kannst nicht verhindern, dass ein Vogelschwarm über deinen Kopf hinwegfliegt. 
Aber du kannst verhindern, dass er in deinen Haaren nistet. – Martin Luther
Quelle: http://zitate.net/zitat_3759.html
50 Dinge vorher
Na jut, wat muss dat muss. 
Ich wohne eher ländlich und die Friseurdichte ist überschaubar. Natürlich könnte ich problemlos nach Bonn oder Köln fahren, aber den Großstadttrubel wollte ich mir doch nicht antun. Und weder einen Billig-Laden noch den Star-Frisör. Einfach etwas normales?
Also habe ich mal herum gefragt, wer denn wo zum Friseur geht und habe einen Termin beim Friseur mit dem mir sympathischsten Internetauftritt vereinbart. Dann die übliche Internetrecherche. Es gibt ja Millionen Internetseiten für Frisurentipps. Unfassbar, wie dieser Lebensaspekt so völlig an mir vorbeizieht. Bin ich aber auch nicht böse drum. Ich brauche definitiv eine unkomplizierte Frisur, die man auch morgens um 6:00 Uhr früh ordentlich zusammenbasteln kann. Und ohne dafür 35 Pflegeprodukte zu verwenden.
Also bin ich höchst aufgeregt, aber ohne genaue Vorstellung hierhin getapst. Ich Pünktlichkeitsfanatiker war zu früh, also wartete ich – gemeinsam mit einer Mutter und ihren beiden Kindern – auf meinen Einsatz.
Während das kleine Mädchen im Kleidchen mit Flügeln entzückend süß durch den Laden tollte, suchte sich ihr Bruder eine „coole“ Frisur im Smartphone seiner Mutter. Meine Herren, der hat wirklich genaue Vorstellungen von seiner Frisur! Da ganz kurz und hier lang und so und so…
Der Laden besteht aus einem großen Raum mit großzügig platzierten Plätzen. Es ist nicht so wie beim Einkaufscenter-Friseur, wo man Legehennen-artig nebeneinander hockt. Es war jetzt nicht übermäßig voll und die anwesenden Kunden waren eher ruhig. Das ist doch mal etwas Feines!
Das Mädchen mit den mittellangen schwarzen Haaren bestellt sich beim Friseur mit voller Überzeugung lange blonde Haare wie Rapunzel. Die Mutter meint nur: „Bitte etwas kürzer und das ausgewachsene Pony etwas angleichen.“ Fünf Minuten später wünschte sich die Kleine dann pinke Haare.
Ich war währenddessen schon von meiner netten Friseurin abgeholt worden und demonstrierte ihr meine „Haarpracht“. Meine Ansage: „Bitte abschneiden bis mindestens Schulterlänge, gerne kürzer, aber machen Sie was Sie wollen. Schneiden Sie die Frisur, die am besten zu mir passt.“ Sie schaute mich verdutzt an. Vermutlich sind die meisten Kunden nicht so orientierungslos.
Dann bedankte sie sich für mein Vertrauen und erklärte mir, was sie denn so vorhat. Ok, alles klar! Jetzt zum Teil, den sogar ich Grumpfmuffel gerne habe: Das Haare waschen! Kann ich bitte jeden Tag in so einem Mega-Sessel die Haare gewaschen bekommen? Das ist ja bequemer, als unsere Wohnzimmer-Couch. Jetzt bloß nicht einschlafen. Ich habe mich sogar zu Small-Talk hinreißen lassen. Dass ich schon acht Jahre nicht mehr beim Friseur war und dass meine Schwester sonst immer schneidet…
Plötzlich ging alles ziemlich schnell. Abstecken und schnipp, schnapp, Haare ab. Das ist ja quasi wie Bildhauern. Vorher großer Klotz, nachher filigrane Muster. Leider hatte der Kollege meine alte Frisur schon weggekehrt, aber ich bin sicher, dass ich 3 kg abgenommen habe. Mein Kopf ist plötzlich so leicht!
Nach dem Föhnen war ich positiv überrascht und wirklich zufrieden. Von vorne kam mir der Anblick bekannt vor, aber von hinten echt gut! Schade, dass man sich selbst nicht so oft von hinten sieht.
Mit 40 € weniger und nach einer kleinen Dankesrede bin ich dann beschwingt in den sommerlichen Freitagabend flaniert. Jawohl flaniert! Mit abgespreiztem kleinem Finger, wie sich das für eine Dame gehört.
50 Dinge nachher
Fazit zum Friseurbesuch: Sucht man sich den richtigen Laden aus, ist so ein Friseurbesuch gar nicht so alptraumhaft. Beim Haarwardt habe ich mich gut aufgehoben gefühlt. Wenn man sich auf etwas Entspannendes einstellt, ist es sogar so. 38 € finde ich ok, allerdings kenne ich nicht die üblichen Preise.
Und die Frisur? Ich lebe seit 10 Tagen mit ihr und trage die Haare seitdem offen. Ich könnte zwar einen Zopf machen, der ist aber nur 1,5 Zentimeter lang und fällt bei der kleinsten Bewegung auseinander.
Nachteil: Nicht geeignet für Wind. Und ich muss die Haare viel öfter waschen, weil ich ständig mit meinen Händen drin herumfummle. Und das Glattföhnen bekomme ich irgendwie nicht hin. Nach kurzer Zeit macht es SPOING und die längeren vorderen Strähnen locken sich. Aber mit gefällts auch lockig.
Vorteil: Aufstehen, Kämmen, Fertig. Und wenn ich die Haare doch mal morgens wasche, geht das Föhnen super schnell.
Es war eine gute Entscheidung von Dir, Yvonne! Vielen Dank!
03_10Tage
Ja liebe Steffi, dem kann ich nur beipflichten! Und lockig ist doch eh viel cooler, denn damit haben wir mal wieder etwas gemeinsam – deine Haare sind nur geringfügig länger und meine Locken deutlich ausgeprägter 😉
Danke für diesen wundervollen Beitrag und einen Einblick in deine Welt der 50 Dinge.
Wer jetzt noch nicht von deiner humorigen Art angesteckt wurde, kann sich ja noch mal auf dem Blog einlesen. Mich bringst du immer wieder zum Lachen und ich freue mich auf weitere Anekdoten aus deinem Leben!
Yvonne
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