Vor einiger Zeit haben Lily von den Monstamoons und ich eine kleine Spinnerei entwickelt: Da wir beide gern kreativ sind und Bastelanregungen für Kinder ins Netz stellen, wollten wir auch mal gemeinsam was auf die Beine stellen. Schnell war die Idee geboren, aus Papier und dann aus Modelliermasse kleine Monster herzustellen. Monster sind für Lily kein Problem, denn lustige comicähnliche Gesellen gehören zu ihrem Standardrepertoire – Monstamoons eben ;-). Wir chatteten hin und her und loteten Ideen und Möglichkeiten aus. Herausgekommen sind nicht nur kleine Monster für die Fensterbank, sondern auch Papiermonster, Monster auf Porzellan und ein gemaltes Monster mit Wasserfarbe. Aber nun der Reihe nach…

Lily und die Monstamoons

Die Monstamoon-Seite verfolge ich schon länger und teile auch gern wunderbare und kinderleichte Bastelanregungen der zauberhaften Österreicherin. Aber nicht nur die Leidenschaft fürs Basteln mit Kindern haben wir gemeinsam, denn wir teilen zufälligerweise auch noch den gleichen Beruf. Während ich jedoch in der Grundschule den jüngeren Kindern Kreativität und Spaß am Lernen vermittele, bringt Lily jungen und älteren Gymnasialschülern die Bildungsgrundlagen fürs Leben bei – natürlich nicht ohne eine entsprechende Portion Charme und Kreativität!

Mit ihren eigenen Kindern ist sie aber auch daheim nicht untätig und verbreitet ihre zauberhaften DIY-Ideen und Grafiken nicht selten über ihren Blog und dem passenden Shirt-Shop.

Die "Mutter" der Monstamoons mit ihren Kindern
Die „Mutter“ der Monstamoons mit ihren Kindern

Kleine Monster überall

Um mit Kindern dreidimensionale Figuren zu formen, sind einfache Formen die Grundlage allen Designs. Dafür hat Lily eine fantastische Vorlage geliefert:

Monstamoons kleine Monster

Mit diesen Monsterchen kann man schon mal kreativ tätig werden… Doch bevor ich sie mit Modelliermasse zum „Leben“ erweckte, haben mein kleines Töchterchen und ich erstmal anderweitig „rumexperimentiert“:

Monstamoon blau

So entstand im Nu ein Wasserfarben-Monster mit Wackelaugen: einfach ein Ei malen, Füße und Arme dran und zum Schluss noch die Hörner. Nach dem Trocknen noch die coolen Wackelaugen und ein gezeichneter Mund mit dem Fineliner und fertig ist das kinderleichte Monster. Ebenso einfach ging das mit Porzellanstiften auf weißen Tellern. Die Formen habe ich für die Kinder vorgezeichnet, den erst haben sie dann allein gemacht. Toll, oder?

Monster aus Modelliermasse formen

Doch für die Fensterbank waren diese Monsterchen natürlich nicht so wirklich geeignet. das Dreidimensionale fehlte. Dafür hatte ich aber lufttrocknende Modelliermasse in petto.

Monster mit Modelliermasse gestalten

Zum Arbeiten nahm ich mir ein Drittel der Masse und knetete es durch. Ich formte ein Ei und verschob die Masse mit dem Daumen zu Armen, Beinen und Hörnern. Das ist nicht so schwierig, wie es sich anhört – und wenn es doch noch etwas länger dauert, die Finger kurz anfeuchten und weiter modellieren…

Mit Fingerspitzengefühl ist aus dem Ei recht schnell ein Monster entstanden. Mit einem Modellierstab habe ich zu guter Letzt noch Augen, Mund und Punkte eingeritzt und das Monster war in kurzer Zeit fertig.

Modelliermasse formen

Monster aus Modelliermasse zusammenfügen

Das zweiter Monster habe ich nicht aus einem Stück geformt. Wenn man nämlich mit Kindern arbeitet, fällt das Formen aus einem Stück nicht immer leicht. Zu diesem Zweck kann eine Figur auch aufgebaut werden. Dazu habe ich wieder ein rundes Ei und ein Oval genommen. Beide Elemente müssen nun zu einer Figur verbunden werden. Dazu werden beide Verbindungsseiten (Unterseite Oval, Oberseite Ei) mit dem Modellierstab eingeritzt – das bildet mehr Haftung beim Verbinden.

Tonelemente verbinden

Wenn beide Elemente gut aneinander gedrückt wurden, muss die Verbindungslinie mit den Fingern verstrichen werden – nach dem Verstreichen sieht es dann aus wie aus einem Stück 🙂 Die Kugel aus dem Kopf habe ich übrigens wieder aus dem Oval geformt, also nicht draufgebaut. Mit dem Modellierstab noch Augen und Mund eingeritzt und den Stern auf dem Bauch mit vielen kleinen Punkten eingedrückt – sieht später in Farbe ganz gut aus, wenn es keine glatte Fläche ist.

Monstamoons in 3D

Das letzte Monsterchen habe ich übrigens wieder aus einem Stück geformt und Arme wie Beine mit dem Daumen gebildet. Für die Schleife musste ein Stück Geschenkband herhalten, das mit etwas Schmuckdraht direkt in den „Kopf“ gepikst wurde.

Da ich lufttrocknende Masse verwendet habe, brauchte es ein paar Tage zum Trocknen. Doch dann war es Zeit, um den niedlichen Gesellen einen Farbanstrich zu verpassen. Hier war die Kleinste dann auch ganz in ihrem Element.

Kleine Monster bekommen Farbe

Für den richtigen Farbton wurde der Farbnapf im Malkasten richtig gut aufgeschäumt. Ich sage dann immer, dass die Farbe Blasen schlagen muss, damit sie richtig kräftig wird – so macht den Kindern das Aufrühren noch einmal etwas mehr Spaß 😉

Tonfiguren anmalen

Mit der „Augenfarbe“ hat es das Kind etwas zu gut gemeint. Doch das ist gar kein Problem. Mehrmals mit klarem Wasser drüber und schon ist das Schlimmste kaschiert. Leider gilt das nicht für die Bommel an den Hörnern, doch auch ohne Bommel haben wir das kleine Monster ins Herz geschlossen.

Nach dem Trocknen der Wasserfarbe (das geht recht fix), haben wir die weißen Stellen mit Deckweiß und einem kleinen Haarpinsel angemalt – auch hierbei muss ja nicht alle hundertprozentig sein 😉

Aber dann ist alles fertig, so dass wir uns nun über bunte kleine Monster auf unserer Fensterbank freuen dürfen – so neben Blumentöpfen und Muscheln machen sie sich ganz hervorragend, findet ihr nicht auch?

Monster in 3D

Verlinkt bei handmadeontuesday und creadienstag.

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8 comments on “Kleine Monster für die Fensterbank”

  1. Die sehen ja drollig aus! Wir haben auch noch Modelliermasse in dieser Art zu Hause! Ich habe zwar andere Pläne damit, aber jetzt erinnerst du mich daran, dass ich die unbedingt mal ausprobieren muss!
    Liebe Grüße
    Jana

  2. Oh wie süß ist das denn! Ich liebe Monster und modellieren macht auch total Spaß! Allerdings sieht mein Zeug immer aus wie von einer 12 jährigen 😀 Ich kann wohl noch einiges von dir lernen 🙂
    Super interessant, dass es so etwas auch zum Lufttrocknen gibt! Ich hab mich immer gefragt wo man das backen lässt..

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