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Märchen werden von nahezu allen Kinder geliebt. Kein Wunder also, dass die Schüler immer mal wieder darauf zu sprechen kommen, wann das Thema Märchen im Unterricht durchgenommen wird. In meiner Klasse war das im November so. Wir haben eine richtig große Unterrichtseinheit gemacht, in der wir zahlreiche Märchen kennen- und liebengelernt haben.

Was den Schülern dabei besonders gut gefallen hat, war der kreative Umgang mit dem Thema. So haben sie nicht nur Märchen verändert, neue „erfunden“ oder verfremdet, sondern auch aktiv ein „etwas anderes Märchen“ gespielt!

Es war einmal…

Natürlich weiß jedes Kind bei dieser Überschrift, welche Geschichte nun kommen wird. Insbesondere dann, wenn wir zum Thema Märchen im Unterricht arbeiten. Viele der magischen Geschichten sind schon bekannt, die Erwartungen stehen fest und die Schüler genießen den Vortrag. Doch dann kommt alles ganz anders!

Ich habe mit den Erwartungen meiner Schüler gespielt und sie komplett aufs Glatteis geführt. Da Märchen ja ursprünglich erzählt wurden, habe ich davon natürlich Gebrauch gemacht und richtig toll mit meiner Stimme gespielt. Ach war das ein Spaß! Solltet ihr übrigens auch mal mit Kindern probieren, hier habe ich schon mal beschrieben wie einfach das geht. Aber das nur mal so am Rande…

Bei meinem Text kommen zwar bekannte Märchenfiguren und Märchenthemen vor, doch diese völlig andere Mischung altbekannter Überlieferungen führte zur Irritation. Das erste „Hä, das geht doch ganz anders!“ ließ nicht lange auf sich warten. Falten auf jeder zweiten Stirn, verzogene Augen und sonstige Merkmale konnte ich ihnen von den Gesichtern ablesen. Das war klasse, denn damit ergab sich eine richtig tolle Diskussion zu Erwartungen und Kenntnissen von Märchenmerkmalen, die dieses Märchen im Unterricht zu etwas Besonderem gemacht hat.

Es ergab sich daraus die Fragestellung, ist das jetzt ein Märchen oder etwa nicht?

Märchen im Unterricht – eine Diskussion über Erwartungen

Mein Text beginnt mit der Märchenfomel „Es war einmal…“ und führt recht schnell in die Szene ein. Es gibt eine kranke Großmutter, die sich über Kuchen und Wein freut. Eine treusorgende Mutter packt ein Körbchen. So weit so gut, es läuft auf Rotkäppchen hinaus. Aber nein, hier wartet die erste Abweichung! Nicht Rotkäppchen soll das Körbchen überbringen, sondern Hänsel und Gretel.

Beide gehen in den Wald und sollen nicht vom Weg abkommen. Rotkäppchen kommt spät hinzu, denn sie wurde aufgehalten. Überschwänglich erzählt sie den Geschwistern, dass sie unbedingt einen Prinzen küssen musste, der völlig verzweifelt war. Er konnte Dornröschen nicht wachküssen und zweifelte an seinen Kuss-Fähigkeiten. Während Hänsel und Gretel mit Rotkäppchen durch den Wald schlendern, erzählt Rotkäppchen an ihrer Seite jedes Detail.

Auf dem Weg zum Haus der Großmutter kommen sie an eine kaputte Brücke. Dort arbeiten 7 fleißige Handwerker daran, sie wieder instand zu setzen. Gleichzeitig kommt Schneewittchen des Weges, um ihnen eine kleine Stärkung zu bringen. Alle Beteiligten kommen über den listigen Wolf ins Gespräch, der sich im Wald herumtreibt. Mit Hilfe der Zwerge überqueren die drei Kinder den Bach und gehen zum Haus der Großmutter weiter.

Doch entgegen der überlieferten Geschichte wartet kein Wolf auf das Trio. Mit einer Tasse Tee sitzt die Großmutter mit einem Prinzen auf der Veranda ihres Hauses und ist bester Gesundheit. Rotkäppchen erspäht „ihren“ Prinzen und rennt freudestrahlend auf ihn zu. Beide sehen sich an und umarmen sich voller Freude. Dann packen Hänsel und Gretel den Kuchen aus und setzen sich an den Tisch. Gemeinsam sitzen alle Beteiligten beisammen, essen Kuchen, trinken Tee und sind guter Dinge. Typischerweise stellt eine Märchenformel „und wenn sie nicht gestorben sind, so lachen sie noch heute“ den Schluss dar.

Märchen im Unterricht mal anders…

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie intensiv dieses „Märchen“ erarbeitet wurde. Auch ich hatte die Ideenvielfalt, die davon ausging, nicht vorhergesehen. Natürlich wollte ich mit dem Text auf eine Sicherung der Märchenmerkmale hinaus, auch eine szenische Darstellung hatte ich angeregt. Doch dann identifizierten sich die Schüler so stark mit dem Text, dass sie für eine Schulaufführung proben wollten. Sie fanden die Idee mit der Irritation so genial, dass sie ihre Mitschüler genauso aufs Glatteis bringen wollten, wie ich es mit ihnen gemacht habe.

Für eine gute Aufführung wird nicht nur Zeit, sondern auch gute Organisation benötigt:

  • Verteilung der Rollen
  • Dialoge schreiben, „Drehbuch“
  • Kulisse
  • Kostüme
  • Requisiten

Da wir aber vor den Weihnachtsferien noch zwei Klassenarbeiten schreiben mussten, verging die Zeit extrem schnell und am Ende kam die Ausführung nicht mehr zustande.

Gute Kostüme für eine Märchenaufführung

Während die Schüler ihre Gedanken festhielten, kümmerte ich mich um ein paar besondere Kostüme. Da ich bereits im letzten Jahr erfolgreich mit dem Karneval-Megastore zusammengearbeitet hatte, stellte ich meinem Kontakt dort diese Idee vor.  Die Idee überzeugte, so dass ich eine Zusage für folgende Kostüme bekam:

  • 7 Zwergenhüte
  • Oma-Perücke
  • Hut des verrückten Hutmachers (für den Erzähler)
  • Schneewittchen-Kostüm mit Zubehör (Haarband, Umhang)
  • Krone für den Prinzen
  • Königsumhang
  • Kostüm für Rotkäppchen

märchenhafte Kostüme

Ein umfangreiches Paket, das leider nicht mehr rechtzeitig bei uns eingetroffen ist. Gerade die Märchenkostüme für Erwachsene und Kinder sind nämlich heiß begehrt! Mich wundert es nicht, denn gerade die Kostüme für Schneewittchen, Rotkäppchen und die Königsutensilien haben es auch meinen Kindern sehr angetan.

Königskostüm. Märchen im Unterricht, Karneval, Krippenspiel

Märchen im Unterricht, Rotkäppchen Kostüm

Übrigens hat das Käppchen vom Rotkäppchen ein paar Fellohren 🙂

Märchen im Unterricht, Schneewittchen Kostüm

Qualität der Kostüme

Die Kostüme sind aus einfachem Stoff, teilweise Samt, Tüll und Taft hergestellt. Sie fallen relativ groß aus und sind robust. Für eine Aufführung in der Schule und auch für den privaten Verkleidungsmarathon daheim genau richtig! Übrigens werden wir die Aufführung vom beschriebenen Märchen im Unterricht noch vor den Sommerferien mit den ganzen Kostümen nachholen. Denn dann heißt es gemeinsam Abschied nehmen. Meine Schüler und ich wechseln dann die Schule und lassen zum Schluss noch einmal richtig die „Sau“ raus. das wird ein Fest!

Doch vorher kommen die Kostüme im Karneval zum Einsatz. Meine Große wird sich dann als Rotkäppchen verkleiden und ich liebäugele mit dem Hut des Hutmachers. Oder aber ich krame mein Kostüm vom letzten Jahr hervor. Das kam auch gut an!

Die Kleine träumt noch von diesem Mia and Me-Kostüm, dass sie sich als absoluter Fan nicht nur für den Karneval wünscht. Wenn es nach mir ginge, geht sie als Schneewittchen. Denn in diesem Kostüm sieht sie noch niedlicher aus als auf den Fotos!

Wie sieht es denn mit der Kostümwahl eurer Kinder aus? Her mit euren Verkleidungstipps!

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch den Karnevalmegastore. Mein Urteil blieb davon jedoch unberührt.

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7 comments on “Märchen im Unterricht – Ideen für die Schulaufführung”

  1. Huhu.
    Schöne Vorstellung. Niedliche Kostüme 😉
    Passend, weil ja auch bald wieder Fasching ist. Mein Kleiner ist ja jetzt noch nicht in der Schule, ob es dann so was gibt, mal sehen.

    Alles liebe

  2. Wirklich schöne Kostüme. Ich finde ja Märchen ideal zum träumen und doch etwas daraus zu lernen. Sie regen Fantasie und Kreativität an. Hach und ich glaube ich, würde mich am liebsten als Belle verkleiden……

  3. Märchen finde ich auch auf der Arbeit immer ein klasse Thema! Je nach zu lernendem Laut kann man schön SCHneewittchen oder RotKäppchen mit den Kindern nacherzählen! Die Schulaufführung wird bestimmt ein Spaß! Und eine schöne Erinnerung für die Kinder, wenn sie danach wechseln.

    Meine Aimee war damals mal „Diskoqueen“, „Rotkäppchen“ oder „Prinzessin“ 🙂 Jetzt verkleidet sie sich nicht mehr 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

  4. Sehr schöne Kostüme und ich finde die Idee wirklich gut. Wäre auch mal eine Idee für unsere Kindergruppe, das führen wir auch manchmal Sachen auf, aber meist zum Thema Feuerwehr.

    Liebe Grüße
    Freya

  5. Da hast du dir ja richtig Mühe gegeben mit der Veränderung des Märchens. Übrigens das mit der Stimme verstellen kenne ich auch gut bei der Gute-Nacht-Geschichte. Den Urmel musste ich immer mit den Originalstimmen von Schusch und Pink und so erzählen. War das ein Spaß. Und es gab ein kleines Buch, welches ich immer sang. Noch heute machen wir uns ein Spaß, wenn wir mit dem Auto an mehrere Stellen müssen und anhalten: „Nächste Station ruft Busfahrer Klaus und jetzt, jetzt steigen die Igel aus! :-)! Schöner Text, tolle Idee, einen lieben Gruß Sandra

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