Nintendo und ich – eine Freundschaft, die lange brach lag und nun wiederbelebt wurde. Nintendo-Geräte sind mir nicht fremd und über Gespräche mit den Schülern bekomme ich durchaus einen Einblick in aktuelle Themenwelten und Interesse. Meine eigenen Kinder hatten davon jedoch noch nichts mitbekommen- bislang konnte ich das Interesse an Wii und 3DS abwimmeln und die Mädels für gemeinsame nicht-virtuelle Spiele begeistern. Zwar klappt das jetzt immer noch, doch seitdem ein Nintendo-Gerät bei uns Einzug gehalten hat, wird auch schon mal in eine virtuelle Welt eingetaucht und mit dem Spiel Story of Seasons das Leben auf einer Farm virtuell erlebt.

Nintendo im Wandel

In meiner Jugend wurde der Gameboy erfunden. Während ich mich eher für die vorher auf den Markt gebrachte Videospielekonsole (Super Nintendo), die per Scart-Kabel an den Röhrenfernseher angeschlossen wurde, interessierte und Super Mario, die Goonies oder Kirby gespielt habe, hat sich mein Bruder schon auf das portable Gerät gestürzt. Sein sehnlichster Wunsch zum 8. Geburtstag war damals der Gameboy, der auch mich mit dem Spiel Tetris faszinierte. Schon damals wurde damit der Weg für die heutige Daumenbeweglichkeit geebnet ;-).

Die Gameboys von damals sind natürlich nicht mehr mit denen der heutigen Generation vergleichbar. Damals noch sehr statisch, schwarz-weiß und einfach im Bild, grau mit linken Knöpfen im Design und eher klotzig und schwer in der Tasche, haben sich sich mittlerweile extrem weiterentwickelt. Der Begriff Gameboy ist verjährt – ebenso wie die altmodische Technik. Nun gibt es Farbe, tolle Grafiken, leichteres Design und zwei Bildschirme, die zusätzlich dreidimensionale Bildwelten entstehen lassen können. Wie mag das Spielesystem zum Mitnehmen wohl erst in zehn Jahren aussehen? Oder dann, wenn ich selbst in der Großeltern-Generation bin und meinen Enkeln zuschauen kann… Alles Zukunftsmusik und darauf bin ich gespannt!

Doch zurück zur Gegenwart und zur aktuellen Spielrezension!

Story of Seasons

Mit dem gleichnamigen Spiel hat Nintendo ein vielfältiges Spielabenteuer auf den Markt gebracht, das ganze Lebensgeschichten „erzählt“. Als Spieler schlüpft man in die Rolle eines Landwirtschafters und stellt sich einen passenden Avatar zusammen, der in der virtuellen Welt eine Farm bewirtschaftet, in Eichbaumhausen Handel treibt, das Wagnis einer Ehe eingeht und vielleicht sogar eine Familie gründet. Wie im echten Leben können auch Freundschaften geschlossen werden, die sich durchaus von Vorteil für die Bewirtschaftung der eigenen Farm erweisen können – denn was ist ein Farmer ohne Freunde, insbesondere dann, wenn die Farm von Tag zu Tag größer wird…

Story of Seasons

Hier hat Nintendo ihr eindrucksvoll das Spielsystem beschrieben und kleine Ausschnitte in einem Image-Video zusammengefasst.

Doch nicht nur ans Arbeiten wird bei diesem Spiel gedacht – schlafen und schwimmen oder der Besuch eines Safariparks gehören auch dazu :-).

Das Spiel habe ich beim Bloggertreffen ausgewählt, da es keinerlei Altersbegrenzung (USK 0) hatte und somit auch von beiden Kindern bespielt werden könnte. Doch gerade beim Spielen sollte schon ein gewisses Vorstellungsvermögen vorhanden sein. Für die Kleine reicht es aus, ein paar Tiere zu streicheln oder auf Knöpfe zu drücken, um etwas säen oder wässern zu können. Die Große konnte da schon etwas mehr erreichen und hat sich durch das Tutorial die eine oder andere grundlegende Aktion beibringen können – am besten fand sie das Schwimmen und Tauchen.

Handel treiben oder wirtschaftliches Denken ist in ihrem Alter noch nicht relevant. Würde sie tiefer in die Welt abtauchen, würde sie sich sicherlich leichter als ich in die Materie einfinden, doch der Sucht-Charakter des Spiels hat sie noch nicht erreicht – mit jump n´run-Spielen oder Spielen zum Thema „Pferde“ würde sie sich sicherlich noch viel mehr beschäftigen wollen – Pferde sind einfach ihr Ding! Zwar gibt es diese auch bei Story of Seasons, aber dort ist es ja nur ein kleiner Teil des großen Ganzen.

Die Fakten

Story of SeasonsStory of Seasons ist ein Simulationsspiel, das auch im Mehrspieler-Modus (1-4 Spieler) mit WLAN-Zugang bespielbar ist. Neben Deutsch kann auch in den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch gespielt werden.

Falls ihr euch für das Spiel interessiert, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, es online und im Handel ab € 34,99 zu erwerben.

 

Meine Meinung

Während das Tutorial sehr zäh ist, aber recht anschaulich ins Spiel einführt, ist man danach recht frei und kann sich ausprobieren. Die Erweiterung des Erfahrungshorizontes ist step by step möglich. Aber da ich ja nicht ganz so versiert bin, hab ich mir auch noch etwas Unterstützung gesucht. Hier findet ihr nützliche Hinweise, um kleinere Fragen informell beantwortet zu bekommen.

Als Elternteil kann ich aber generell dazu sagen, dass Story of Seasons die Gehirnzellen auf ganz andere Weise fordert und ein empathisches Eindenken und strategisches Geschick wirklich von Vorteil sind. Bei vielen Situationen gab es auch einen deutlichen AHA-Effekt, der zum Weitermachen motivierte.

 

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2 comments on “Nintendo – Story of Seasons (Rezension)”

  1. Hach ja…der Gameboy…mein Bruder hatte damals den ersten grauen. Den habe ich dann geerbt, als der Game Boy Color raus kam. Was war das doch für eine Neuheit 😀

    Da meine Kinder zwischen 2 und 4 sind, hat der neue noch nicht Einzug bei uns gehalten. Gott sei Dank. Mir reicht es schon, wenn sie ab und zu am Handy spielen.

    Solche Farm-Spiele habe ich auf Facebook öfter gespielt. Allerdings war mir das dann irgendwann zu blöd, weil man ständig drüber bleiben musste, da sonst die Kartoffeln vergammeln oder die Pferde an Hunger sterben. Bevor meine Mädels aber irgendwas unvernünftiges spielen, würde ich mir aber auch wünschen, dass sie so ein Spiel spielen.
    LG christine

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