Wer kennt sie nicht, die Tage, an denen rein gar nichts glatt läuft! Die Tage, die man am liebsten aus dem Kalender streichen möchte und am allerliebsten gar nicht erst das Bett verlassen hätte. Tage an denen aus Mücken Elefanten werden und ein Problem haufenweise neue Probleme nach sich zieht. leider gibt es diese Tage viel zu häufig und immer wieder denke ich mir „Probleme sind zum Lösen da“! Nein, ich bin ehrlich – an diesen Tagen denke ich mir nur „what the hell…“ fange geräuschvoll an zu fluchen und wünsche mir ne riesigen Sandsack, an dem ich mich mal so richtig abreagieren kann!

Ein Problem, viele Probleme und eine wahnsinnig große Herausforderung

Eigentlich bin ich ja so eine Macherin – eine, die alles in den Griff bekommen will, immer um fünf Ecken denkt und irgendwie handelt. Schon komisch für nen Kopfmenschen…. Mit den Jahren habe ich das intensive Grübeln wohl etwas abgelegt – obwohl, ach ich weiß auch nicht! Die Grübelspirale klopft gerade an.

Wenn sich mir ein Problem vorstellt, könnte ich schreien. „Geh bloß wieder weg, mach dich vom Acker oder ich bin gar nicht da!“ Geht nur leider nicht. Ich bin nämlich Mutter, alleinerziehend noch dazu – obwohl… das hab ich mir zum Teil ja auch so ausgesucht. Was ich sagen will, Probleme sind bei mir an der Tagesordnung: Entweder dreht meine hochsensible Dramaqueen den mitgelieferten Lautstärkeregler auf Anschlag und schreit wie eine Sirene „MAAAAMAAAA!!!“ oder mein kleines groß werdendes Pubertier knallt wütend, traurig oder maulig die Tür hinter sich zu oder aber ich selbst bekomme schlechte Nachrichten, muss Schülerwehwehchen lösen oder verzweifele an den mir selbst zahlreich auferlegten Aufgaben. Nur selten läuft ein Tag absolut harmonisch und glatt – solche Tage sollte ich mir wirklich ganz dringend im Kalender markieren (sonst vergesse ich sie wieder…). Zusammenfassend könnte ich sagen, dass das Überleben meines Alltags schon allein eine riesige Herausforderung ist. Obwohl, wenn ich das hier so formuliere müsste man ja denken, dass mein Alltag richtig fies ist. Ist er ja gar nicht, nur dass ich mich in meinen tausend Interesse, Idealen und Ansprüchen nur manchmal viel zu häufig derart verstricke, dass wohl kaum jemand mit mir tauschen möchte. Selbst gemachtes Leid, ich weiß… Also jammere ich nicht weiter rum und packe meinen Alltag einfach an! Und dann freue ich mich auf das Wochenende – ach nee, ist ja auch schon vollgepackt! Ich drehe mich im Kreis.

Aber so ist das nun mal mit den eigenen Ansprüchen, den zahlreichen Herausforderungen den Kindern, dem Job und vielleicht auch noch mir selbst irgendwie gerecht werden zu können.

Blogordner

So und nun wollte ich ja eigentlich was zur größten Herausforderung als Mutter schreiben, denn ne richtig coole Socke – äh Mama – ruft hierzu ja auf.

Nun gut, dann krame ich mal in meiner virtuellen Gedankenkiste und fördere eine Herausforderung zu Tage, an der ich wahrhaftig wachsen konnte! Im Grunde genommen sind es die letzten sechs Jahre: Studium mit Kleinkind, Studium mit Baby und Kleinkind, Tod des Vaters, Depressionen, Trennung und mein Beruf. Denn alles gehört irgendwie zusammen und mit jedem Schicksalsschlag bin ich ein stückweit dran gewachsen. Die Herausforderung besteht nunmehr täglich darin, sich der bewältigten Herausforderungen zu vergegenwärtigen, daraus Stärke zu beziehen und den Blick stets hoffnungsvoll auf die Zukunft zu richten. Es wäre schön, wenn mir das mal im Alltag gelänge und ich mir „keep-cool-Mama“ nicht nur als Blog, sondern auch als tägliches Mantra merken würde 😉

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5 comments on “Probleme sind zum Lösen da”

  1. Wirklich interessanter Post. Ich bin eher ein „KopfindenSandsteck“-Mensch wenn es um Probleme geht. Erstmal stecke ich den Kopf in den Sand und weine und es gibt keine Lösung und dann ist die Lösung plötzlich ganz greifbar und alles wieder gut. Das muss ich mir mal abgewöhnen dieses Überreagieren…
    Als Mama vor allem alleinerziehend so wie du kann man das natürlich nicht. Also du hast Recht, Probleme sind zum lösen da..

  2. Ich glaube diese Tage, die uns wie verhext vorkommen, werden nur deshalb schlimm, weil man sich gedanklich schon so auf die Katastrophen einstellt, dass man sie selbst produziert. Bei mir erkenne ich da diverse Muster meiner Schusseligkeit, wenn schon ein zwei Sachen geschehen sind. Schwupp auf einmal sind es 10 vermasselte Dinge und ich werde zunehmen genervter.
    Annie

  3. Das ist ein wirklich schöner Beitrag! Ich finde es bemerkenswert, wie du dich selbst reflektierst und das Chaos irgendwie doch noch charmant und witzig formulierst.
    Besonders sympathisch: nicht so tun als würde alles glatt laufen und man ständig Oberwasser haben. Ja, solche Tage kenne ich… Ich selbst bewege mich praktisch rund um die Uhr an der Grenze der Belastbarkeit. Nur klingen meine Texte dabei nicht so gut gelaunt 😉 Schöner Text, danke!

    • Jetzt freue ich mich aber über das Kompliment 😉
      Ich hab halt viel erlebt und verarbeite meine Erfahrungen.
      In der nächsten Woche kommt wieder etwas Persönliches aus der Vergangenheit: Schöne bildhafte Sprache für einen kleinen Albtraum…
      Hätte ich das Schreiben nicht, würden mir meine Gedanken den Kopf zum Platzen bringen und mich wahrscheinlich vor jedem Problem wieder davonrennen lassen, anstatt es aktiv anzugehen…
      Danke für deinen Kommentar!

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