Aus aktuellem Anlass wird es mal wieder Zeit für einen Beitrag zu meiner Reihe #Regentage mit Kindern => Tipps gegen Langeweile. Immerhin höre ich in den letzten zwei Tagen vermehrte Regentropfen an meine Fenster klopfen ;-).

Nachdem ich euch nun schon drei Vorschläge zur Überbrückung kindlicher Nörgeleien aufgrund akuter Langeweile (das soll jetzt irgendwie witzig klingen, also gebt mir zumindest ein Schmunzeln – ja so ist es gut!) unterbreitet habe und ich mir sicher bin, dass das eine oder andere schon

geholfen hat, wird es Zeit für weitere Ideen aus unserem Dreimädelhaushalt!

Langeweile wegkneten

Ich könnte es mir nun einfach machen und euch den Tipp geben, den Kindern etwas Knete in die Hand zu geben und zuzusehen, wie sie ihre Langeweile und die damit angestauten Emotionen in unschuldigem Plastilin zerquetschen, aber das wäre ja etwas einfach. Der Beitrag wäre somit ja schon beendet und in der Kürze liegt nicht unbedingt meine Würze. Ich gebe euch da lieber den Tipp, sinnvolle Knete herstellen zu lassen. Sinnvoll kann natürlich auch Spielknete aus Wasser, etwas Öl, Mehl und Zitronensäure sein – angereichert mit Lebensmittelfarbe der absolute Hit bei kleinen Kindern – aber darauf möchte ich heute nicht hinaus! Wer sich trotzdem für mein Geheimrezept für selbstgemachte Knete interessiert, findet die passende Rezeptur am Ende dieses Posts (also schön weiterlesen, gell?). Ich möchte euch heute unser Keksrezept für alle Tage an die Hand geben. Denn Kekse gehen immer und nicht nur in der Weihnachtszeit!

Plätzchen für jeden Tag

Unsere „Anti-Langeweile-Plätzchen“ sind richtige Leckerbissen, die wir im Booklet einer Packung für Lillifee-Ausstechförmchen gefunden haben. Ich stehe ja nicht so auf dieses rosafarbene und immer gut gelaunte Feenprinzesschen, aber meine Große hat vor einigen Jahren mal sowas geschenkt bekommen. Es lag etwas länger ungenutzt in der großen Küchenschublade, denn zu jener Zeit haben wir das Plätzchenbacken noch zwangsläufig mit der Weihnachtszeit verbunden. Doch irgendwann wurde dem Lillifee-Ausstechern doch eine Chance gewidmet und ein Blick ins passende Booklet riskiert. Hätten wir das doch bloß früher gemacht, denn dann wären wir schon sehr viel eher mit den knusprigen Mandelplätzchen in Berührung gekommen! Und damit ich jetzt nicht weitere unnütze Worte verliere, komme ich mal zum Wesentlichen, dem sinnvollen Knetteig für zauberhafte Gaumenfreuden :-)!

Mandelplätzchen

Benötigt werden folgende Zutaten:

125 g Butter

125 g gesiebter Puderzucker

1 ganzes Ei

1 Eigelb

1 Päckchen Vanillezucker

250 g Mehl

75 g geriebene Mandeln

Butter, Puderzucker, Vanillezucker, Ei und Eigelb müssen gut verknetet werden (ist ziemlich matschig) und werden dann nach und nach mit dem Mehl und den geriebenen Mandeln angereichert. Aus dem geschmeidigem Teig wird eine Kugel geformt, die dann aber erstmal etwa eine Stunde im Kühlschrank ruhen muss. Nach dieser Zeit kann der Teig ausgerollt werden und mit neutralen Plätzchen-Ausstechformen malträtiert werden. Lillifee wurde übrigens durch die „Eiskönigin“ ins Abseits geschoben, so dass meine Kleinste eigentlich nur noch Eiskristalle ausstechen möchte. Ok, ab und zu darf dann auch den Sternenzauberstab der rosafarbenen Fee mit aufs Blech :-).

Sobald das Blech dann mit Motiven aller Art belegt wurde, geht es in den bei 190°C vorgeheizten Ofen. In der künstlichen Sonne dürfen sich die wohlgeformten Leckerbissen dann etwa 7-12 Minuten (je nach Ofen) entspannen und kehren leicht angebräunt aus dem warmen „Kurzurlaub“ zurück.

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Wer mag, verziert noch etwas mit einem Puderzuckerguss, Glitzerperlen oder Schokostreuseln… Ihr seid da sicherlich erfinderisch!

Am Ende ist die Küche dreckig, die Kinder vielleicht mit Mehl eingestaubt, aber letztlich sind doch alle glücklich und haben gar nicht gemerkt, dass die Langeweile sich klammheimlich aus dem Staub gemacht hat :-). Und wenn sie doch noch hartnäckig geblieben ist, ist vielleicht ein anderer Tipp zu den #Regentagen interessant….

selbstgemachte Knete

Wie ich vorhin schon versprochen habe, bekommen die fleißigen Leser, die es bis hierhin ausgehalten haben, noch mein Rezept für die selbstgemachte Knete an die Hand. Für einen großen Batzen, der sich in einer gut schließenden „Tupperschale“ bis zu einem halben Jahr halten kann, werden folgende Mittelchen benötigt:

400 g Mehl, 130 g Salz, 2 EL Zitronensäure, 400 ml kochendes Wasser und etwa 4-6 EL Öl (je nach gewünschter Geschmeidigkeit) => Mehl, Salz und Säure werden vermengt. Ebenso das Wasser mit dem Öl. Nach und nach werden beide Gemische zueinandergefügt und vermengt. Das erfordert etwas Geduld und Zeit… immer schön kneten, kneten und kneten! Bunt wird das Ganze übrigens durch Lebensmittelfarbe (kann aber auch ganz schön die Finger verfärben). Wenn der „Teig“ abgekühlt ist, habt ihr für eure Kinder ganz hervorragende Knete, die keinen Schaden anrichtet, wenn doch etwas in den Mund genommen wird…

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3 comments on “#Regentage mit Kindern => #4 Plätzchen backen”

  1. Oh super! Ich suche noch ein Plätzchenrezept, das etwas anders ist, als meine üblichen Butterplätzchen. DAs werde ich in den nächsten Tagen garantiert mit meinen Mädels backen! Und das Rezept für die Knete werde ich mir auch mal merken. Ich kaufe bisher immer die vom Marktführer. Das geht aber doch irgendwie langsam ins Geld.

    LG Christine

  2. Super! Dieser Post kam echt zur richtigen Zeit. Am Wochenende steht bei uns Plätzchenbacken mit der Tochter meines Partners an und ich sammel schon fleissig schöne Rezepte und Aussteckförmchen! Wirklich toller Tipp, vorallem das ganze mit der Eiskönigin zu verbinden, denn die ist auch bei unserer Kleinen der absolute Hit!
    Dass man Knete selber machen kann, wusste ich übrigens noch gar nicht und freu mich daher auch über diese Anleitung!
    Liebe Grüße,
    Steffi

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