Ich habe einen richtig vollen Tag hinter mir und hatte gestern keine Zeit, diesen für die monatliche Blogparade #WMDEDGT von Frau Brüllen noch in Worte zu fassen – ehrlich gesagt, ist mir der bedeutungsvolle 5. des Monats auch erst sehr spät eingefallen… Aber wenn man solche Tage hinter sich gebracht hat, freut man sich doch auch, wenn am nächsten Tag eine Review mit einem Lächeln auf den Lippen verfasst werden kann…

Der Wecker

Nach dem Ferienmodus fällt das Aufstehen noch etwas schwer – insbesondere dann, wenn man gar nicht erst seinen Wecker gestellt hat! Wie gut, dass mich ein Poltern aus dem alleeblödesten Traum geweckt hat und ich beim täglichen Blick auf die Uhr mit Erschrecken feststellen musste, dass es 20 Minuten später als die übliche Aufstehzeit ist. Daher ging es am Morgen etwas hektischer zu als eigentlich üblich… Dass sich das dann auch leider auf die Kinder übertrug, war unvermeidlich. Aber dennoch haben wir es alle pünktlich in Schule und Kindergarten geschafft :-).

Einführung in die Schreibkonferenz

Für meinen Unterricht musste ich noch dringend Arbeitspapiere und Strukturierungshilfen Kopieren – dumm nur, wenn um 07:50 Uhr schon Lehrerstau vor dem Kopierer herrscht und alle noch ganz dringend etwas für die erste Stunde kopieren müssen. Ich hab es zwar noch rechtzeitig geschafft, meine verschiedenen Blätter und ein Lernplakat durch den Kopierer zu jagen, kam dafür aber echt abgehetzt oben in der Klasse an. Der Unterricht an sich verlief dafür aber umso „chilliger“ und sorgte sogar dafür, dass auch schreibmuffelige Schüler umso aufmerksamer waren.

Individuelle Förderung

Derzeit arbeite ich sehr intensiv mit einer arabisch sprechenden Schülerin, die Ende Februar in meine Deutsch-Klasse gekommen ist. Dazu nehme ich mir immer nach meinem eigentlichen Unterricht Zeit und erarbeite mit ihr in unterschiedlichen ganzheitlichen und spielerischen Settings deutsche Wörter und Satzstrukturen. Hierbei kam erstmals etwas von dem Material zum Einsatz, das mir bereits von lieben Menschen über eine Amazon-Wunschliste gespendet wurde. Die Freude bei meiner Schülerin war gleichfalls groß. Denn nachdem ich diagnostische Überprüfungen erledigt hatte, haben wir ein zweisprachiges Memory gespielt und erste kleine Wortzusammenhänge gebildet. Es ist einfach schön, mit wie viel Lernfreude meine Schülerin bei der Sache ist :-). Die Zeit mit ihr vergeht dann wie im Fluge…

Sprachförderung arabisch-deutsch

Elterngespräch

Nach 2,5 Std. in der Schule erwartete mich die Therapeutin der Kleinsten, um mit mir ein Elterngespräch zu führen. Dies verlief besser als erwartet, denn meine Tochter hat wirklich große Fortschritte gemacht und ihre Ängste teilweise abgelegt und mehr Vertrauen in Menschen und Situationen entwickelt. Was mir ohnehin schon länger aufgefallen ist, ist auch im therapeutischen Rahmen sichtbar gewesen, so dass die Therapie nun zum Juni ausgeschlichen werden kann. Manchmal bedarf es halt nur eines kleinen Schubses, um mit sich selbst und den veränderten Lebensumständen zurechtzukommen. Beschwingten Schrittes fuhr ich also heim, um dann gleich meine Laufbekleidung anzuziehen. Obwohl das Wetter eher mäßig war, habe ich meinen anschließenden Lauf in Wald und Feldmark sehr genossen. Im Moment läuft es ganz gut – nach 6,3 km war ich nicht erschöpft und hätte noch länger laufen können, wenn nicht haushaltliche und andere Pflichten gewartet hätten. Nach einem schnellen Mittagessen und einer kurzen Vorbereitung auf mein Seminar, habe ich mich wieder auf den Weg machen müssen.

Das Haus der Orthografie

Die anschließende Fortbildung, die mich bis 18:30 Uhr in Anspruch genommen hat, brachte keineswegs neue Erkenntnisse. Aber viele interessante und spielerische Anregungen, die sich leicht in den Unterrichtsalltag integrieren lassen. Manchmal kann Rechtschreibung so einfach sein… Man sollte nur konsequent am Fundament bauen, damit erster Stock und Dachgeschoss solide stehen. So in etwa lautete der Tenor dieser interessanten Fortbildung, die andere Inputs für den siegreichen Umgang mit Rechtschreibstrategien mit sich brachte. Wieder einmal mehr wurde ich darin bestätigt, dass die Arbeit mit den vorhandenen Lehrwerken gar nicht so toll ist und sich die besten Ideen ohnehin woanders aufhalten… Naja, ich suche mir ja ohnehin die Rosinen der Lehrwerke heraus und mache dann doch vieles mit eigens erstellten Materialien, die dann eher auf die Lerngruppe zugeschnitten sind. Aber wenn ich mal eine erste Klasse übernehme, denke ich an das Fundament des Hauses, damit Stockwerk für Stockwerk stabil aufgebaut werden können und nicht irgendwann mal eine Wand eingerissen werden muss, um sie neu aufzubauen…

Wiedersehen mit den Kindern

Nach mehr als 11 Stunden habe ich am Abend die Kinder wiedergesehen. Im Regen kamen sie beim Abholen auf mich zu und sprangen teils müde, teils frohen Mutes ins Auto. Auf den ersten Metern Richtung Zuhause teilten sie mir die wichtigsten Erlebnisse des Tages mit und betonten dabei besonders, wie viele Gummibärchen und Doppelkekse sie bei Oma essen durften. Gut, dass ich nicht dabei war – so viel hätte ich nicht erlaubt… ;-). Aber wie sagt meine Große immer so schön:“ Fu sagst doch selbst, dass du dich darauf freust, wenn du Oma bist, damit du deine Enkelkinder verwöhnen kannst. Omas dürfen das ja!“ Touché! Das hat gesessen.

Daheim blieb kaum mehr Zeit, denn die Bettgehzeit der Kleinsten war schon überschritten. Die Große hatte noch eine Hausaufgabe zu erledigen und irgendwie lief dann alles durcheinander: Kuscheln, Zähne putzen, kuscheln, vorlesen, Wasser reichen, kuscheln und Fragen beantworten. Um 20 Uhr war dann jedoch Schicht im Schacht und es wurde ruhiger… Zeit für mein Abendbrot, Schulkram und später noch etwas Spannung im TV. Doch davon habe ich eh kaum noch was mitbekommen und bin auf dem Sofa eingenickt…

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2 comments on “Ein richtig voller Tag! #WMDEDGT im April”

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