Sobald die Tage kühler werden, verändern sich meine Finger. Denn Raynaud nimmt wieder Einfluss auf mein Leben und ärgert mich. Wer oder was Raynaud ist? Tja, das ist jemand, der mich besonders in kalten Tagen seit vielen Jahren häufig besucht. Seine Lieblingsplätze sind die Fingerkuppen. Dort vermag er eine Zauberei zu verrichten: Er färbt sie von rosa in weiß, manchmal sogar mit bläulich schimmernden Fingernägeln – und das ganz ohne Chemie! So lustig wie das klingt, ist es leider nicht, denn Raynaud ist ätzend! Mitunter führt er sogar dazu, dass die Fingerkuppen sich taub anfühlen und das ist dann weniger witzig.

Raynaud- Syndrom

Kennt ihr diese Erfahrungen auch? Bis vor zwei Jahren wusste ich noch nicht einmal, dass es für diese – meist winterliche – Besonderheit einen Namen gibt: Raynaud-Syndrom!

Maurice Raynaud hat diese Phänomen im 19. Jahrhundert entdeckt. Umgangssprachlich wird es sogar als Leichenfinger-Krankheit bezeichnet – widerliche Vorstellung… Die Ursache liegt hierbei in einer Verengung der feinen Kapillargefäße in den Fingerkuppen-/gliedern, so dass dorthin kaum Blut mehr fließt und die entsprechenden Areale saukalt werden.

Folgen

Dass sich die Farbe der Finger verändert, habe ich ja nunmehr schon beschrieben. Doch das ist ja nicht weiter tragisch. Die Taubheit und das damit sehr widerliche Gefühl ist das, was mich an diesem Syndrom so nervt. Auch wenn ich dann wie blöde meine Fingerkuppen knete und versuche, das Blut wieder dorthin zu schieben, dauert es eine Ewigkeit! Es wäre ja alles nicht so tragisch, wenn nicht auch ein kleiner Schmerz damit verbunden wäre… Gerade wenn ich viel Zeit am Computer verbringe und Unterrichtsvorbereitung tippe oder neue Blogberichte verfasse, werden die Handgelenke kalt und strahlen dies wiederum in die Finger weiter. Mit Handschuhen kann ich jedoch nicht tippen, also muss ich mir etwas gegen den ungebetenen Raynaud einfallen lassen.

Handstulpen

Fürs Erste sorge ich für warme Handgelenke, denn das stört mich beim Tippen nicht. Also brauche ich jetzt Handstulpen!!! Da ich gern etwas selbst mache, kann ich mir ganz fix welche nähen oder aber aus Wolle werkeln. Da ich mich mit dem Stricken nicht so auskenne und meine Häkelkünste sich noch in Grenzen halten, habe ich nach etwas Einfachem gesucht, dass aber trotzdem durch Schönheit und Raffinesse besticht.

Herausgekommen sind diese gehäkelten Handstulpen in Noppenoptik 🙂

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Mir persönlich gefallen sie sehr gut und eine Freundin von mir hat sie sogar schon nachgehäkelt – es ist wirklich nicht so schwierig, wie es aussieht. Probiert es doch auch einmal – ob Raynaud oder nicht – warme Hände mag jeder gern und als DiY-Geschenk wird es bestimmt auch den einen oder anderen Menschen erfreuen :-)!

Hier geht es zur Häkelanleitung. Viel Spaß dabei und lasst mir doch ein Foto zukommen, wenn ihr euch auch an den Stulpen probiert habt.

Als Weihnachtsgeschenk fehlt da natürlich auch noch eine angemessene Verpackung. Um die Verpackung noch mit einem schönen Anhänger aufzupumpen, habe ich bei Anni vom Blog „Sylter Wohnlust“ ein tolles Freebie für zauberhafte Geschenkanhänger gefunden.

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11 comments on “Hilfe bei Raynaud-Syndrom => selbstgemachte Geschenke”

  1. Darf ich noch sagen: Yes, please? Eine Anleitung fände ich großartig! Danke für das Angebot. Dann könnte ich mich bei einer lieben Freundin revanchieren, die mir Stulpen gestrickt hat.
    Von dem Syndrom hatte ich übrigens noch nichts gehört. Klingt aber in der Tat sehr ärgerlich.
    Liebe Grüße, Nina

  2. Leichenfinger ist aber mal wirklich makaber^^
    Zumal, wenn man da so ein eingebranntes Bild aus echten Zeiten hat *omg*

    Ach juchu, ich bekomm bloß blau/lila Fingernägel.
    Und deine Stulpen würden dagegen nicht helfen :/ Schick aber frisch 🙂
    Ich stecke immer in Lederlammfell.

    Ganz liebe Grüße

  3. Danke für diese schöne Anleitung! Mein Mann (!!!) ist im Häkelfieber. Daher kommt sie wie gerufen. Mal sehen, ob er es schafft. Mützen klappen schon ^_^ Deine Stulpen sehen so schön flauschig und mummelig warm aus. Freu mich schon drauf. Liebe Grüße!, Melanie

  4. Wenn ich nicht gerade schon im Häkelstress wäre 🙂 Neben mir liegen zwei angefangene Tücher, eins muss ich bis nächste Woche fertig haben (Geburtstagsgeschenk zum 80.), das andere auch am liebsten (dann könnte es noch ein Weihnachtsgeschenk für Aimee werden), denn im Januar startet ein ganz tolles neues Häkelprojekt online, für das ich bereit sein muss 🙂 Aber Stulpen habe ich auch schon mal gehäkelt, die trägt Aimee immer noch gerne!

    Der nächste Winter wird kommen 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

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