Wer mir bei Facebook folgt, durfte bereits vor drei Wochen schon mal einen Blick auf meine Schoko-Experimente werfen, so dass einigen schon das Wasser im Mund zusammenlief. War natürlich alles Absicht, um die Vorfreude auf die heutigen Pralinen-Rezepte etwas zu steigern! 

Pralinen selber machen

Pralinen selbst machen kann ja nicht so schwer sein, habe ich mir gedacht. Ein bisschen Schokolade/Kuvertüre schmelzen, ein paar Zutaten rein und fertig. Das war das erste, was ich so im Kopf hatte. Ein Blick quer durch meine Backzutaten und dann mal gucken was passt.

So waren meine Anfänge, aber dann nagte wieder einmal der Ehrgeiz an mir und ich wollte etwas besonderes machen. Etwas, das ich nicht nur für den Hausgebrauch anfertige, sondern auch lieb gewonnene Menschen erfreut. Das besondere Geschenk sollte es werden, keine 0815 Pralinen. Am liebsten noch einfach in der Herstellung und chic im Aussehen.

Dazu habe ich meine zahlreichen Kochbücher gewälzt, Schokoladenklassiker durchblättert und immer irgendwas gefunden, das mich nicht hundertprozentig zufrieden stellte. Also pickte ich mir die „Rosinen“ aus den besten Rezepten heraus und würfelte einiges wieder neu zusammen. Mittlerweile habe ich dadurch einige Sorten anfertigen können, die verziert in Tütchen und teilweise auch in Pralinenförmchen größtenteils verschenkt wurden. Was jetzt noch da ist, wird je nach Stressempfinden nebenbei verschluckt oder genüsslich verzehrt.

Pralinen mit Kindern herstellen

Meine beiden Mäuse waren sehr neugierig, als ich mich im November morgens nach dem ersten Kaffee schon in der Küche eingenistet hatte und allerlei Köstlichkeiten auf die Arbeitsfläche gestellt hatte. „Mama, warum backst du so früh schon Kuchen?“ wollte die Kleine wissen und schob sich einen Stuhl neben den Herd. Nachdem ich ihr erklärte, dass ich keinen Kuchen backen möchte, sondern mich mal Pralinen versuchen würde, guckte sie mich komisch an. „Wieso brauchst du für Pralinen einen Topf, die sind doch sonst in Papier?“ wollte sie wissen. Bis dato gab es bei uns nur solche, die in kleinen Kartons und etwas Folie eingepackt waren… Nach kurzer Erklärung war ihre Neugier so groß, dass sie unbedingt mitmachen wollte. Wenige Minuten später bemerkte auch die Große, was in der Küche vor sich ging und schwang ebenfalls den Rührlöffel.

selbstgemachte Pralinen einfach

Sieht nicht nur kinderleicht aus, sondern ist es in der Tat! Und damit ihr das auch selbst mit euren Kindern ausprobieren könnt, gibt es schon gleich das erste Rezept:

Kinderleichte Pralinen im Handumdrehen

Schoko-Haselnuss-Kugeln

Für diese Pralinen werden folgende Zutaten benötigt:

1 Dose gezuckerte Kondensmilch, 2EL Butter, 3 EL Kakaopulver etwa 100 g gemahlene Haselnüsse

Kondensmilch, Butter und Kakao werden zum Kochen gebracht. Anschließend wird die Hitze reduziert und so lange gerührt bis es eindickt. Danach werden die Haselnüsse dazugegeben und die Masse weiter eingedickt. Nach etwa 10 – 15 Minuten sollte die Masse sehr dick sein. Die fertige Mischung muss nun abkühlen.

Nach dem Abkühlen werden aus der schnittfesten Masse kleine Kugeln geformt, die in Pistazienkernen oder in gemahlenen Haselnüssen gewälzt werden.

Die ersten Pralinen wären damit schon fertig, kinderleicht und ohne großen Aufwand!

Pralinen mit Schokohaut

Das nächste Rezept greift das gleiche Prinzip auf. Auch hier wird gezuckerte Kondensmilch reduziert und angereichert. Wer Raffaello mag, wird diese kleinen Kugeln lieben!

Kokoskugeln

1 Dose gezuckerte Kondensmilch, etwa 100 g Kokosraspeln, 100 g weiße Kuvertüre, 3-5 Tropfen Bittermandelaroma, 50 g braune Kuvertüre (ggf. etw. Kokosfett für den Glanz)

Die Kondensmilch wird zum Kochen gebracht und dickt unter ständigem Rühren ein. Die Koksraspeln werden hinzugefügt. Wenn die Masse einigermaßen dick ist, rundet das Bittermandelaroma den Geschmack etwas ab (wer mag).

Nach dem Abkühlen werden (leicht klebrige) Kugeln gerollt – die Hände immer mal wieder nass machen hilft ;-). Und zwischendurch darf auch genascht werden!

Kokoskugeln Pralinen

Die Kugeln werden anschließend in die geschmolzene weiße Kuvertüre getaucht und kühlen ab (Profis haben hierfür auch ein Pralinengitter, so dass eine typische Trüffelform entsteht). Für das perfekte Aussehen sorgt noch ein Hauch schwarze Kuvertüre, die in feine Linien über die Kokoskugeln verteilt werden.

Das war nun der zweite Streich und der dritte folgt zugleich!

Pralinen mit Pralinenformen

Seit dem letzten Jahr bin ich im Besitz zweier Pralinenformen und hatte auch im Vorjahr immer mal wieder Schokolade zu Pralinen eingeschmolzen. Die letzten Osterhasen wurden kurzerhand mit etwas Cappuccinopulver und Nüssen vermengt und durften sich in die Förmchen quetschen. Wie ich bereits eingangs schon erwähnte, hatte ich für die diesjährigen Schmelz-Pralinen etwas Schoki und Backzutaten vorgesehen. Somit gibt es nun RESTEVERWERTUNG!

Cranberry-Herzen

200 g weiße Kuvertüre, eine gute Hand voll Cranberries, Haselnusskrokant nach Belieben, 5 Tropfen Rum-Aroma, Zimt nach Belieben

Schokolade und Cranberries hacken und gemeinsam im Wasserbad schmelzen lassen. Dazu gesellt sich gern das Haselnusskrokant und freut sich über duftendes Rum-Aroma und ggf. etwas Zimt :-). Wenn die Masse geschmeidig ist, darf sie sich ins Förmchen quetschen und abkühlen.

Cranberry Herzen Pralinen

Und wenn ihr alles richtig gemacht habt, dürft ihr euch am Ende des ereignisreichen Pralinen-Herstellungs-Tages über solche Köstlichkeiten freuen!

Pralinen mit Kindern herstellen

Pralinen als selbstgemachtes Geschenk

Läuft euch da nicht auch das Wasser im Munde zusammen? Und das Beste daran ist, dass ihr das alles ganz einfach zusammen mit den Kindern zubereiten könnt. Ein tolles Erlebnis, das zwar auch so ähnlich ist wie das Backen von Kuchen oder Keksen, aber als selbstgemachtes Geschenk noch viel cooler wirkt.

Weitere Pralinen zum Selbermachen wird es in der kommenden Woche geben, ich habe euch ja noch lange nicht alles gezeigt ;-). Gerade eben habe ich noch eine Interessante und einfache Variante für selbstgemachte Trüffel auf der Basis von Rosenwasser und Kuvertüre entdeckt.

Bis zum zweiten Teil meiner Pralinenküche wünsche ich aber erstmal einen guten Appetit!

update: Der zweite Teil ist nun geschrieben – Marzipan und Nougat solltet ihr zum Ausprobieren parat haben.

Und falls ihr noch andere Geschenke zum Selbermachen sucht, werdet ihr vielleicht hier fündig.

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8 comments on “selbstgemachte Geschenke => Pralinen”

  1. Hm, mjam mjam, da läuft mir direkt das Wasser im Munde zusammen.
    Am Sonntag wollte ich ganz klassiche Ausstechplätzchen packen, aber die Haselnusskugeln klingen super. Die werde ich direkt mal ausprobieren und uns selbst zum Nikolaus schenken 🙂
    Lieben Gruß
    Steffi

  2. Wow! Da habt ihr euch echt große Mühe gemacht. Ich muss gestehen, dass mir das Kekse backen schon reicht, diesmal sind es 5 verschiedene Sorten geworden und damit auch genug für dieses Jahr. Finde die Idee aber super mal Pralinen statt Kekse zu machen und du hast recht zum verschenken viel ansprechender!
    Tolle Idee, die ich mir gerne im Hinterkopf behalte.
    Liebe Grüße,
    Steffi

  3. Die sehen wirklich sehr lecker aus. Toll finde ich, dass die Zutaten eher klassisch sind und überschaubar. Es ist immer schade wenn man zig Zutaten zu Hause hat und diese nur für ein Rezept braucht.
    lg

    • Hallo Jani,

      das sollte eigentlich funktionieren. Meine Kleinste ist gerade vier geworden, das klappte schon :-).
      Wenn du es ausprobiert hast, freue ich mich über eine Rückmeldung oder ein Foto ;-).
      Viele Grüße
      Yvonne

  4. Hallo Yvonne,
    die sehen ja allesamt sehr lecker aus und vor allem die Kokoskugeln werde ich auf alle Fälle mal ausprobieren. Auch gefällt mir an deinenn Rezepten, dass man nicht haufenweise Zutaten dafür braucht 🙂
    Liebe Grüße
    Katja

    • Liebe Katja,

      lass mich wissen, wie sie dir schmecken :-)! Wenn ich mit meinen Kindern backe, koche oder bastele, achte ich immer auf wenige Zutaten und einfache Handhabung – sonst gibt es nur schlechte Laune und Frustration…
      LG Yvonne

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