*** Rezension/Anzeige***

Vor einiger Zeit erreichte mich eine Anfrage bezüglich einer Buchrezension zum Thema Abstillen. Zunächst war ich etwas erstaunt, denn das Abstillen meiner eigenen Kinder lag schon eine Weile zurück. Trotzdem sagte ich zu, denn das Konzept eines kleinen Milchvampirs interessierte mich sehr. Noch bevor ich das Buch in den Händen halten konnte, ließ ich meine eigenen Erinnerungen Revue passieren.

Abstillen nach Pump-Stillbeziehung

Bei meiner ersten Tochter lief vieles nicht so, wie ich es mir noch in der Schwangerschaft ausgemalt hatte. Das Stillen wurde für uns beide zur Qual, so dass ich mit der Hebamme nach einer einfachen Lösung suchte. Meine kleine Maus lag zwar gern bei mir und nuckelte, doch satt trinken konnte sie sich bei mir nie. Wir versuchten es mit Stillhilfen und gaben nach einer Weile auf. Bis zum 6. Lebensmonat bekam sie die Muttermilch also aus der Flasche. Das Pump-Stillen war dafür die Lösung, das Trinken an der Brust rückte also nur noch morgens und abends als Ritual der Mutter-Kind-Bindung in den Vordergrund.

Nach 6 Monaten entschloss ich mich dann, die Pump-Stillbeziehung zu beenden und das für mich teilweise sehr lästige Pumpverfahren einzustellen. Nach weiteren zwei Monaten waren auch die morgendlichen und abendlichen Stillrituale vorbei, denn meine Maus wollte weniger kuscheln und eher die Welt entdecken. Das finale Abstillen war damit ein sehr kurzer Prozess.

Abstillen älterer Kinder

Die Mutter des „kleinen Milchvampirs“ hatte hierbei jedoch kein leichtes Spiel. Denn obwohl der kleine Knilch Freude am bissfesten Essen entwickelte, mochte er auch im Kleinkindalter nicht auf die Milch seiner Mutter verzichten. Den Prozess zum Abstillen leitete damit nicht der kleine Mann selbst ein. Viele Abstillversuche der Mutter verlaufen im Sande. Erst der Trick mit der „Zaubermilch“-flasche für die Übernachtung bei den Großeltern wirkt Wunder.

In Vorbereitung auf den Inhalt des Buches habe ich mich im Internet ein wenig mit dem Thema befasst. Wunderbare Erfahrungsberichte wie beispielsweise der Beitrag zum Abstillen nach einer Langzeit-Stillbeziehung (Schwesternliebe & wir)  und auch Tipps und Tricks verschiedener Hebammen sind hierfür zu finden. Bei vielen Beiträgen zum Abstillen wird aber der persönliche Charakter, sowie die Mutter-Kind-Bindung und das individuelle Ablösen von der Stillbeziehung betont. Jede Mutter sollte dabei auf sich und auf die Bedürfnisse ihres Kindes achten.

Dies ist auch eine Herzensangelegenheit der Autorin Sandra Schindler, die mit ihrem Debüt „Der kleine Milchvampir“ ihre persönlichen Erfahrungen mit ihrem zweiten Kind zu Papier gebracht hat. In persönlichen Worten am Ende des Buches wendet sie sich an die Mütter, die sich mit der Frage nach dem Zeitpunkt zum Abstillen beschäftigen. Jede Frau hat das Recht, ihr Kind so lang zu stillen, wie es sich für sie und das Kind gut anfühlt.

Hier mein Rat: Lass dich von der Gesellschaft nicht unter Druck setzen.

Wenn der Zeitpunkt zum Abstillen jedoch gekommen ist, enthält das Buch konkrete Ideen und lustige Ideen aus dem Alltag.

Der kleine Milchvampir

Er kann schon längst laufen, malen, basteln und allein baden. Auch das Essen von Pommes mit Ketchup verschlingt er stolz am Esstisch – ein großer Junge, der seinen Eltern viel Freude bereitet. Doch abends sorgt er für Unmut. Ohne seine Mama-Milch will er nicht einschlafen. Eines Abends spricht der Vater ein Machtwort: […]“Lass jetzt endlich, kleiner Knilch, die Finger von der Mama-Milch!“. Doch es nützt alles nichts. Die Versuche, dem Jungen die große Auswahl der unterschiedlichen Milchvarianten im Kühlregal schmackhaft zu machen, verlaufen im Sande. Des Nachts fürchtet sich der kleine Mann und braucht seine Mama-Milch. Ein lustiger Tag am See zieht lange Gesichter nach sich, denn auch hier saugt der kleine Milchvampir.
Ein Ende des „Vampirtheaters“ gibt es erst zu dem Zeitpunkt, an dem der kleine Mann zusammen mit seiner großen Schwester bei den Großeltern übernachten möchte. Mit einer Zauberflasche glückt der Prozess des Abstillens und zeigt ein glückliches Vampirkind.

Und wenn du jetzt neugierig bist, dann schau dir mal die tollen Bilder an, auf die es hier schon mal einen Vorgeschmack gibt.

Das Buch konkret

Auch wenn mich das Thema für mich persönlich keine Bedeutung mehr hatte – Kind 2 ist mittlerweile auch schon 5 und hat das Abstillen nach 9 Monaten selbst bestimmt -, haben mich die Inhalte überzeugt.

Das Buch hat dank Sandra Seiffart schöne aussagekräftige Illustrationen, die zum gemeinsamen Entdecken des Buches einladen. Der Text ist in Reimform geschrieben. so dass das Vorlesen zum besonderen Spracherlebnis wird. Dies gefällt mir besonders gut, denn Reime lassen sich von Kindern gut merken. Ich erinnere mich noch gut an abendliche Vorlesegespräche, bei denen die Kinder den Text zum Bild quasi „vorgelesen“ haben, weil sie ihn nach mehrmaligem Lesen schon auswendig konnten.

Ob das Abstillen mit Hilfe dieses kleinen Buches vom „GrünerSinn-Verlag“ damit nun einfacher wird, kann ich ja abschließend nicht beurteilen. Ich kann nur sagen, dass ich das Buch als Bilderbuch gut gemacht findend mich mit diesem Beitrag gern in die Reihe der Rezensenten (u.a. Janet vom Blog „Kinderbuchlesen“ oder der liebevolle Beitrag von der Vollblutmami) einreihe.

Falls euch das Buch interessiert, könnt ihr es sogar bei mir gewinnen. Bei facebook gibt es aktuell ein passendes Gewinnspiel für ein Milchvampir-Package aus Buch und T-Shirt in Wunschgröße.

Abstillen, Milchvampir, Bilderbuch zum Abstillen

Zum Gewinnspiel geht es übrigens hier entlang :-).

Literaturhinweis

Sandra Schindler: Der kleine Milchvampir. Bad Lippspringe: GrünerSinn-Verlag.

Hardcover, 25 Seiten

ISBN-Nummer 978-3-946625-02-5 , € 9.95

Herzlichen Dank an den GrünerSinnVerlag für die Bereitstellung des Produkts und der Gewinnmöglichkeit. Mein Urteil wurde davon nicht beeinflusst.

 

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4 comments on “Verständnisvolles Abstillen älterer Kinder”

  1. Oh das Thema liegt bei mir auch schon laaaange zurück! Bei uns war das Abstillen ein kurzer Prozess, da ich aufgrund gesundheitlicher Probleme damals Tabletten bekam, die es stoppten. Für Aimee war das auch ein schwerer Abschied 🙂

    Ich finde auch, dass das jede Mutter selbst entscheiden sollte, allerdings habe ich schon oft von Müttern gehört, die den Absprung nicht schaffen!

    Liebe Grüße
    Jana

  2. Huhu..

    Sehr interessanter Beitrag, den meine Freundin sicherlich mal hätte vor 2 Jahren lesen müssen ^^
    Den sie hat ihre Kleine auch noch mit 3 Jahren gestillt, was ich etwas zu lang fand. Aber jeder muss am ende ja für sich selber entschieden.

    Das Gewinnspiel finde ich ganz toll. Kenne aber jetzt selber keinen, der das Buch gebrauchen könnte 😉

    Alles liebe

  3. Mit dem Thema bin ich natürlich gar nicht vertraut, da ich kein Kind habe. Allerdings habe ich auch schon immer gesagt, dass ich niemals stillen werde. Ich wurde damals nicht gestillt und möchte es demnach auch selber nicht machen 🙂
    Dennoch finde ich das Buch ganz süß und ansprechend. Hat was 🙂

    Alles Liebe,
    Janine

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