Im zweiten Teil des Mu-Ki-Kur-Beitrags von Jessy kommt heute mal der Zwerg zu Wort. Wie er die Reise erlebt hat, welche Abenteuer er mit Mama erleben durfte und was sein ganz persönliches Feedback ist, könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen…

OstseeIch war schon ganz aufgeregt, denn seit Tagen warteten Mama und ich auf den Tag der Tage. Der Tag der Abreise zur Kur. Ich war ganz schön hibbelig und konnte es kaum erwarten, in das Kur-Taxi zu steigen, das uns freundlicherweise von daheim abgeholt und dann direkt zur Klinik gebracht hat. Mann-o-Mann waren hier viele Leute. Gut, dass uns schnell unser Zimmer gezeigt wurde. Ich konnte es kaum erwarten, endlich alles zu erkunden.
So einen Urlaub kannte ich bisher ja noch gar nicht. Wir konnten ganz viel draußen unternehmen. Im Wald spazieren, am Strand spielen, den Spielplatz unsicher machen oder mit den anderen Kindern spielen. Das fand ich ja so toll. Und Mama durfte auch mal die Ruhe genießen. Ist ja nicht immer ganz so leicht mit mir 😉
Es gab dort sogar einen Kindergarten. Morgens fand ich es immer doof, wenn ich dort hin musste, denn wir hatten doch Urlaub, da muss man das doch nicht. Aber die Großen hatten da wohl anderes vor, wie gemein. Aber die beiden Tanten waren ganz lieb zu uns und haben viel mit uns gespielt und gebastelt. Das war schön. Da kam dann auch jeden Tag eine Schwester, um mit ein paar von uns Kindern zu inhalieren. Wir mochten das alle so gar nicht.
Die Zeit mit Mama war wirklich schön, denn wir konnten so viel zusammen machen, ohne das jemand gestört hat. Und die Mama war viel weniger an ihrem Handy, das war vielleicht toll.
Ich durfte im Urlaub sogar meinen Geburtstag feiern. In dem Kindergarten gab es eine kleine Party, nur für mich und ein kleines Geschenk. Woher wussten die das nur? Hab ich doch gar keinem verraten.
Ein paar mal haben wir dort Sport gemacht. Das war ein Spaß. Ganz viele tolle Spiele haben wir dabei gemacht. Das hätte jeden Tag so sein können. Als die Mama mich da dann immer abgeholt hat, war ich ja schon ein wenig traurig, weil das viel zu kruz war. ich liebe ja den Sport. Ganz ander bei der Mama.Die ist ein absoluter Sportmuffel, warum denn nur?
Einmal sagte sie zu mir :
„Die verschiedenen Anwendungen waren schon echt toll. Den Hydrojet wollte ich ja ins Handgepäck hauen, so toll war das Teil. Die Massagen, ein Traum, nur viel zu kurz 😉 Gut, auf den Sport hätte ich als absoluter Sportmuffel verzichten können. Mittwochs war dort immer großer Sporttag. *Hust* Ich nahm an keinem Teil. Beim 1. war das Kind leider, leider kränklich und beim 2. war ich leider unpässlich. Davor drücken kann ich 😉 Die andere machte ich brav mit. Beim Nordic Walking fühlte ich mich wie 80. Aber man konnte echt mit leben. “
Mama, du sagst doch immer ich soll Sport machen, warum machst du das dann nicht? So geht das ja nun auch nicht 🙂
Aufs Wochenende habe ich mich immer gefreut, denn dann kam die Oma. Mit einem Korb. Gefüllt mit Leckereien. Nicht nur ich habe mich gefreut, auch Mama hat genüsslich zugeschlagen – so als hätte sie die ganze Woche nichts zu essen bekommen. Gewissermaßen stimmte das ja auch, denn Mama mochte das Essen überhaupt nicht. Aber über Geschmack und so lässt sich ja bekanntlich streiten. Ich habe wenigstens immer ein wenig probiert, so wie man es ja machen soll.
Mit der Oma haben wir dann auch jedesmal, wenn sie da war, einen Ausflug zu Karl´s Erlebnsidorf gemacht. Das war ein toller Ausflug, soviel durfte ich machen und mir immer etwas aussuchen. Als Oma dann wieder nach Hause musste, war ich ein wenig traurig, denn ich wäre gern mitgefahren. Aber unser Urlaub war ja noch nicht zu Ende.Bildschirmfoto 2015-07-27 um 22.00.08
Die Zeit verging wie im Fluge. Das ein Urlaub sowas tolles sein kann, wusste ich bisher wirklich gar nicht. Von mir aus könnten wir das ja ruhig öfter mal machen. Aber die Mama sagt, so schnell wird das nichts mehr werden. Na gut.
Am einem Tag mussten wir alle länger im Kindergarten bleiben, weil die Erwachsenen was ganz wichtiiges zu bereden hatten. Was kann es denn wichtigeres wie uns Kinder abzuholen geben? Die Tanten brachten uns alle zusammen zu unseren Mamas und auch Papas. Die waren alle ganz schön sauer. Ob wir böse waren? Ich war es nicht, das kann ich gleich mal sagen. Die sagten was von „Ungeziefer“ und „Eklig, sowas geht gar nicht„. Krabbeltiere sind doch cool.
Die Mama und ich sind dann auf unser Zimmer und ich durfte ein wenig Fern schauen. Währnend die Mama mit der Oma telefonierte. „Wir müssen die Kur abbrechen. Hier sind Kakerlaken und die müssen das Haus ausreuchern. Ich will heut noch weg hier. Wann könnt ihr hier sein?“ Was die beiden da so geredet haben, ich habe es kaum verstanden. Wir mussten dann unsere Koffer packen, dabei hatten wir doch noch Urlaub. Soll mal einer verstehen, wie das so ist.
Es wurde dann ganz wuselig. Alle anderen waren auch am Packen und schauten so böse. Keiner hatte mehr wirklich Zeit für mich und die anderen Kinder. Ganz viele waren da schon nach Hause gefahren. Und wir sollten auch nach Hause.
Ein wenig hab ich mich ja gefreut. Denn zu Hause ist es doch am schönsten. So kam die Oma und wir durften dann noch zum Restaurant „Zur Goldenen Möwe“. Das war vielleicht lecker. Und da war unser Urlaub dann leider zu Ende.
Dabei fand ich das wirklich ganz toll da. Ich hatte soviel Spaß und soviele Freunde da. Wir hätten ruhig noch ein paar Tage länger bleiben können, aber Mama meinte, das wäre nicht gegangen. Denn da mussten Leute in das Haus um es sauber zu machen. Es war ganz dreckig und dabei durfte keiner mehr im Haus sein, weil das so stinkt. Okay, da habe ich es dann ein wenig verstanden. Aber auch gar nicht so leicht, die Gedanken von Mama immer zu verstehen.

Vielen Dank lieber Zwerg – äh Jessy, dass du diese heiteren und erfrischenden Worte in den Mund deines Sohnes gelegt hast, um uns eure Sicht der Kur zu berichten. Mal was ganz anderes 🙂 Ich bin gespannt, was meine Lütten so denken…

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