Jetzt strukturiere ich meine Blogseiten um und wende an, was ich in diversen SEO-Beiträgen, -Foren oder durch tolle -Vorträge gelernt habe. Daher lösche ich meine Seite zum Schulmaskottchen und konserviere die Inhalte in entsprechenden Beiträgen. Heute also ein Beitrag zur Frage wie ein Schulmaskottchen entsteht…

Freut euch auf Flacki, meinen kleinen großen Drachen und Hüter der Grundschule Hinter der Burg :-).

Aus einer Idee wird ein Vorhaben

Bereits im Herbst 2014 begann ich, Sponsoren für Kunstmaterial zu suchen. Angedacht waren dabei kleine Spenden für eine Kunst-AG, in der ich langfristig neue Materialien ausprobieren und alternative und experimentelle Kunsttechniken anbieten wollte.

Kurz: Ich hatte richtig Lust, etwas Neues für mich und die Schüler zu kreieren. Einfach mal machen und das auch mit Materialien, die aufgrund unseres Kunst-Etats nicht unbedingt vorhanden waren. Da ich dafür natürlich auch nicht alles aus eigener Tasche bezahlen wollte, habe ich auch anderen Möglichkeiten gesucht. Unterstützt wurden wir mit einem kleinen Materialpaket der Firmen Rayher-Hobby und Stockmar. Da dies jedoch nicht für meine „Hirngespinste“ ausreichte, war guter Rat eben teuer. Ich schrieb also verschiedene Unternehmen an und erhielt dann ein Angebot der Firma Dusyma. Sie offerierte ihre Bereitschaft in Form einer großzügigen Materialspende, wenn wir uns auf einen Deal einlassen: Wir ziehen ein großes Projekt auf und dokumentieren dies. On top veröffentlicht Duysma in ihrem Ideenbuch 2015 das ganze Vorhaben auf dem Weg zum Schulmaskottchen.

konkretere Planung für das Schulmaskottchen

„Ui“, dachte ich, „das ist ja mal eine Aufgabe“. Nach einem kurzen Gespräch mit meiner Schulleitung, die auch sofort Interesse bekundete, hatte ich die „Katze im Sack“. Wir vereinbaren eine Kooperation! Gemeinsam mit den kreativen Köpfen und Verantwortlichen aus dem Hause Dusyma wuchs die Idee einer Projekteinheit, in der eine große Eingangsskulptur zu entwickeln sei – mit anderen Worten: ein ganz besonderes Schulmaskottchen!

Ich plante daraufhin etwas genauer: Mit wem würde ich das Projekt machen (Auswahl der Lerngruppe); Welche Materialien werden in welcher Menge benötigt; Wie viele externe Helfer brauche ich; Welcher der Kollegen hat Kompetenzen für den Bau der großen Unterkonstruktion; Wie plane ich die Einheit in zeitlichen Etappen; Wie baue ich die einzelnen Schritte logisch aufeinander auf; was schreibe ich in den Elternbrief für die Genehmigung zur Veröffentlichung der Schülerfotos ????? Es schwirrten also tausend Fragen in meinem Kopf, die alle in ein geordnetes Chaos gebracht werden wollten.

Jetzt wird es ernst

Als der Weg damit geebnet war, informierte ich meine jahrgangsübergreifende Kunstklasse aus dem ersten und zweiten Jahrgang. Zwei Wochen vor den Ferien verteilte ich den Elternbrief und fragte dann bei den Rückläufern, ob die Eltern den Kindern denn etwas über den Brief erzählt haben. Ein kleines verschmitztes Lächeln huschte über mein Gesicht, als ich vernahm, dass die Eltern ihren Kindern nichts erzählt habe und ich dadurch ein Geheimnis würde lüften können. In der letzten Stunde vor den Ferien, als sich der Unterricht zum Ende neigte, rief ich die Kinder zum Sitzkreis zusammen. Dort lüftete ich Stück für Stück das Geheimnis und ließ die Kinder raten, warum ich solch einen geheimnisvollen Elternbrief geschrieben habe. Natürlich konnte sich keiner das volle Ausmaß denken, aber als klar wurde, dass wir die Ehre haben werden, ein Schulmaskottchen zu erfinden, das als große Figur im Eingang stehen würde und unsere gemeinsame Arbeit zusätzlich noch in einem Katalog/Ideenbuch landesweit abgedruckt werden würde, wurde es ziemlich laut! Die Kinder jubelten lauthals, reckten die Arme in die Luft, standen vereinzelt auf und tanzten auf der Stelle – es war fantastisch! Ich verabschiedete sie also in die Ferien und verriet, dass es gleich nach Schulbeginn damit losgehen würde.

Ideen für ein Schulmaskottchen sammeln

Der Tag der Tage war nun gekommen. Die Kinder lauschten gespannt, was nun genau passieren soll. Wir näherten uns der Thematik und stellten fest, was ein Schulmaskottchen für unsere Schule bedeuten würde.  Am Ende der ersten Stunde hatten wir den theoretischen Input zusammengetragen: Ein Maskottchen ist ein „Erkennungsbild“ (O-Ton), es hat ein Gesicht und eine freundliche, einladende Ausstrahlung. Die Grundlagen für das eigene Zeichnen waren nun da. Thematisch gab es von mir daher nur eine Vorlage: Das Schulmaskottchen sollte etwas mit dem Thema „Burg“ zu tun haben, da dieser Begriff im Schulnamen vorkommt. Im Brainstorming trugen sie verschiedene Ideen vor und legten mit Stift und Papier los.

Zum Ende der ersten Unterrichtssequenz hatten wir damit vier verschiedene Kategorien gebildet: Geister, Ritter, Fantasiewesen und Drachen.

Was kann man aus der Idee machen?

In der darauffolgenden Stunde habe ich die Schüler für verschiedene Oberflächen sensibilisiert. Wie fühlt sich was an, wo gibt es Unterschiede? Wie kann man Oberflächen in einer Zeichnung darstellen? Wir haben uns dazu verschiedene Schülerzeichnungen angesehen, sie verglichen und auf die Imagination von Oberflächen geprüft. Hier kam heraus, das diejenigen Zeichnungen mit Mustern schon einen guten Einblick auf eine schuppige Struktur vermitteln können. Die Kinder arbeiteten daraufhin weiter an ihren Zeichnungen und versuchten, den neuen Input zu integrieren. Zur Steigerung der Motivation habe ich ihnen einige Materialien gezeigt, aus denen bei der späteren Figur die Strukturen und Muster gestaltet werden können. So kamen dadurch gleich neue Ideen auf, die die Schüler für ihre Zeichnungen berücksichtigen konnten. Gleichzeitig verabredeten wir aber, dass wir die Kategorie „Geister“ nicht mehr weiterführen. Nun hatten wir nur noch drei Kategorien übrig. Die Kinder malten also fleißig weiter, fügten hier und da noch weitere Details hinzu und gaben ihren Wesen vereinzelt noch lustige Namen. Die zweite Unterrichtssequenz war damit auch schon vorbei.

Das Schulmaskottchen nimmt Formen an

Nachdem ich die Schüler gebeten hatte, verschiedene Bilder und Zeichnungen etc. von den verbliebenen drei Kategorien (Fantasiewesen, Ritter, Drachen) mitzubringen, diskutierten wir. Letztendlich war die Sache aber klar: Unser Schulmaskottchen wird ein Drache!

 

Die Ideen der Kinder – aus vorherigen Zeichnungen oder durch die mitgebrachten Bilder –  sollten mittels Knetton (lufttrocknend) zum Leben erweckt werden.

Hierbei habe ich jedoch keinerlei Anleitung gegeben und sie einfach mal selbst Erfahrungen mit dem Material machen lassen. Dies war nämlich für alle das erste mal. Einige ekelten sich und machten flapsige Bemerkungen, aber schlussendlich probierten sie sich aus.

Und zum Schluss schon die ersten erkennbaren Drachenskulpturen….

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Das Schulmaskottchen nimmt also Form an 🙂

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1 comment on “Wie ein Schulmaskottchen entsteht”

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