Durch Anja von der Kellerbande bin ich auf eine witzige Blogparade aufmerksam geworden. Hier fragt Frau Brüllen jeden 5. eines Monats ihre Leser, was sie denn eigentlich den ganzen Tag so machen. Alle Teilnehmer geben dazu einen Einblick. Und da ich zufälligerweise am 05. Juni viele tolle „Abenteuer“ erlebt habe, nehme ich dies einfach zum Anlass, mich bei der Blogparade zu beteiligen.

Die Antwort aus Was machst du eigentlich den ganzen Tag (#WmdedgT) folgt sogleich 🙂

Um 06:30 Uhr schmeißt uns der Wecker aus den Federn, zwingt mich zum Gang über den Flur und zum Wecken meiner Kinder. Nach einer morgendlichen Kuschelrunde wollen die zwei kleinen Mäuler dann gestopft werden. das läuft bei uns ungefähr so ab, wie bei einer Vogelfamilie: Wer am lautesten zwitschert, bekommt den ersten Wurm!

Das wäre ja noch schöner! Aber das mit dem Futterverhalten der Vogelküken scheint meine Kleine wohl mächtig beeindruckt zu haben, denn schon auf dem Flur ruft sie lauthals nach ihrem Müsli. Nach dessen Zubereitung sitzen wir also zu dritt am Küchentisch, frühstücken und besprechen den Tag – wir haben nämlich Großes vor! Nach dem üblichen „Frischmachen“ kommt der Kampf mit dem Kleiderschrank bzw. „wer setzt sich wie durch?“. Am heutigen Tag ist es aber eine gute Wahl meiner Kleinen 🙂 Gegen 07:30 Uhr helfe ich ihr also beim Anziehen von T-Shirt, Strickjacke, Leggings und Rock, während die Große ihre Haarpracht bändigt und fluchend vor dem Spiegel steht. Auch dieses Problem wird nach einer gefühlten Ewigkeit behoben und drei Mädels stehen zum „Zähne fegen“ im Bad. Schnell noch die Brotdosen gefüllt, Trinkflasche fertig gemacht und mit den Kindern und gepackten Sachen ab in die Schule bzw. Kindergarten-Notgruppe (am 5. Juni wurde hier ja noch gestreikt).

Während die Kinder ihr allmorgendliches Programm in den jeweiligen Institutionen durchspulen, fahre ich noch schnell ein paar Dinge einkaufen, erledige ein-zwei Aufgaben im Haushalt und fahre dann ebenfalls in die Schule. Dort angekommen (09:30 Uhr), bereite ich den Fußboden unter unserem „Flacki“ für die kommende Pinselmeute vor. Nachdem ich Farben, Pinsel und Schwämme auf einem Nebentischchen drapiert habe, klingelt auch schon die Schulglocke. Kurze Zeit später beginnt mein Unterricht. Die Kinder sind aufgeregt und wollen ihren Drachen heute unbedingt fertig anmalen. Ob das wohl gelingt? Zwei Stunden später ist es fast geschafft: „Flackis“ Haut ist bunt, nur noch kleine Flecken fehlen…

Flacki

Nun schellt es zur großen Pause und ich muss auf dem Pausenhof, um Aufsicht zu führen. Mit den Gedanken schon bei der nächsten Unterrichtsstunde, schlendere ich über den Schulhof und freue mich über die warme Sonne in meinem Gesicht.

11:55 Uhr, die nächste Stunde beginnt. Mit dieser Klasse arbeite ich an einem großen Kopf-Bild á la Alexander von Jawlensky. Ich lasse den Arbeitsauftrag erraten und beobachte. Ich freue mich über die Freude am Farbenmischen, denn außer Gelb, Cyan, Magenta und Schwarz dürfen sie keine Farben aus dem Farbkasten nutzen. Dies erscheint ihnen zunächst zwar befremdlich, aber nach einer kurzen Zeit und den ersten Erfolgen, kann ich ihnen bewundernd über die Schultern blicken. 45 Minuten später ist auch dies geschafft und mein Schultag neigt sich dem Ende entgegen. Noch schnell die Farbreste von Flacki beseitigen und dann verlasse ich gegen 13:20 Uhr das Schulgebäude, um meine Kleine vom Kindergarten abzuholen. Um 13:40 Uhr kann ich dann auch die Große vom Flötenunterricht einsammeln, so dass es fix nach Hause geht. Wir haben ja noch was vor 😉 ! In rasantem Tempo packen wir Sachen für die Fahrt nach Hamburg zusammen – nur das mit der Schnelligkeit klappt leider doch nicht so wie gewünscht. Um 14:30 Uhr sind wir abfahrbereit und steigen ins Auto.

Nach einer staubesetzten Fahrt kommen wir um 16:56 Uhr am Ziel an und freuen uns auf andere Blogger mit Kindern sowie auf nette Menschen aus dem zukünftigen „Mystery House“. Hier ist man noch nicht ganz mit den Vorbereitungen zur „Blogger-Preview“ fertig und lädt uns erstmal zu einem Getränk und Eis auf die benachbarte Holzterrasse ein. Wir kommen ins Gespräch, lachen gemeinsam und haben einen entspannten Start in den spannenden Abend. In einer lockeren Einführungsrunde zum Vorhaben „Mystery House“ lasse ich mir einen Hugo schmecken und freue mich über meine spielenden Kinder. Während die erste Bloggerrunde „spielen“ geht, komme ich mit anderen Bloggern näher ins Gespräch und fühle mich wohl. Ein schöner Abend, an dem auch noch ein kleines Boot vorbeischippert und die Sonne fröhlich lacht. Mir geht es gut 🙂 Bis meine große Stunde naht…

Gegen 19:45 Uhr wird es dann ernst: Eine Bombe muss entschärft werden! Um etwa 20:43 Uhr ist die Gefahr gebannt. Die Anspannung fällt ab. Fröhlichkeit macht sich breit 🙂 Meine Kleine nutzt die Situation aus, schnappt sich einen Stift und malt auf eine Wand. Wahrscheinlich das erste und letzte Mal… aber hat sie Spaß dabei und macht es uns gewissermaßen nach…

Hamburg

Etwa 40 Minuten später verlassen wir diesen besonderen Ort und fahren noch ein paar Kilometer nach Hamburg rein. Wir drehen unsere Runden, steigen bei den Landungsbrücken aus und genießen den lauen Sommerabend. Das Wasser der Elbe plätschert, einige Transportboote schnellen vorbei, große Schiffe mit bunten Lichtern sind zu bestaunen und eine Partymeute veranstaltet einen privaten Flashmob am Kai. Mit vielen Eindrücken geschwängert kehren wir Hamburg um 23 Uhr den Rücken und fahren entspannt heimwärts. Daheim angekommen versorge ich die Kinder, trage sie mehr oder weniger ins Bett und lege mich nach einem zufriedenen Tag um 01:20 Uhr in die Horizontale.

Und was hast du am 5. Juni so gemacht?

Gefällt dir der Beitrag? Dann freue ich mich übers Teilen 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.