Vor lauter Aufregung, Neugier und Vorfreude hätte ich doch fast vergessen, dass heute nicht nur Vatertag, sondern auch der Fünfte im Monat ist… Über den Feed meiner Timeline wurde ich dann doch daran erinnert, dass Frau Brüllen zur allgemeinen Tagebuchdokumentation aufruft und fragt, was man denn eigentlich so den ganzen Tag macht? Dieser Tag wird ein besonderer, denn heute machen wir einen Familienausflug – jawoll alle zusammen! Getrennt als Eltern – aber heute wieder als Familie unterwegs :-)!

Getrennte Eltern, aber trotzdem noch Familie

Manchmal hat man Glück und eine Trennung ist nicht das Ende. Zwar braucht es manchmal eine Weile, um sich zu orientieren, aber ein Ende muss es nicht sein. In meinem Fall bin ich sehr froh darüber, dass der Papa der Kleinsten und ich über eine längere Zeit ein tolles Verhältnis aufbauen konnten und immer noch gemeinsame Unternehmungen möglich sind. Heute steht nämlich etwas Besonderes an – denn wir alle fahren nach Berlin! Und das auch noch am Vatertag, der in vielen Männerrunden einem Besäufnis oder einer „lustigen“ Spazierfahrt mit Bollerwagen gleicht. Ursprünglicher Anlass ist dabei die #Blogfamilia. Für mich als Familienbloggerin damit so ein klitzekleines Highlight des Bloggerjahres.

Nicht, dass der Papa der Kurzen nicht auch andere Möglichkeiten gehabt hätte, aber für uns macht er ein besonderes Erlebnis möglich. Denn eigentlich wollte ich mit der Großen allein nach Berlin fahren und dort eine Nacht übernachten. Die Kurze hätte dann Papa-Zeit, aber der Arbeitgeber wollte ihm dann für den Freitag doch keinen Urlaub geben. Also Planänderung! Er bot an, uns nach der Veranstaltung in Berlin abzuholen. Sehr nett, gerade wenn man drei Stunden Autofahrt für eine Strecke braucht.

Vatertag mit Kindern

Kurzerhand entschlossen wir uns aber, alle gemeinsam zu fahren, denn Berlin bietet ja so unglaublich viele Ausflugsmöglichkeiten und Attraktionen, bei denen auch ein Papa mit seinen Kindern ganz viel Spaß haben kann. Also nix Bierchen zischen, sondern den Vatertag mit den Kindern verbringen: Spreefahrt, Science Center, Aquarium-Zoo und ein Besuch des Brandenburger Tors (das ist besonders der Großen wichtig, immerhin möchte sie mit ihrem iPod auch was Wichtiges fotografieren…). Es steht übrigens noch einiges mehr auf dem Zettel: Kinderbauernhof, Dinosaurier und so, aber dafür wird sicherlich die Zeit fehlen!

Ich bin schon jetzt gespannt, wem die Zeit schneller vergehen wird… Bestimmt möchten die Kinder gar nicht so schnell wieder nach Hause…

#WMDEDGT im Mai

Aber zurück zum eigentlichen Grund dieses Beitrags: #WMDEDGT. In die Zukunft sehen kann ich ja nun nicht und ob die Planungen auch so umgesetzt werden, weiß der Himmel.

Begonnen hat der Tag nämlich schon recht früh. Um 5:56 Uhr tapste die Kleine über den Flur und kroch unter meine Decke – dicht gefolgt von der Großen. Scheinbar hinderte die Aufregung über den Ausflug die Zwei am Schlafen.. „Fahren wir jetzt nach BEEERLIIIN?“ Meine enttäuschende Antwort „Noch nicht, ich möchte noch etwas schlafen!“ hatte lange Gesichter zur Folge… Die Kinder schlichen sich von dannen und ich drehte mich nochmal um. Schlafen konnte ich aber nun auch nicht mehr.

Nach zigmaligem Umdrehen bequemte ich mich aus dem Bett und schlurfte Richtung Küche. Brötchen backen! Immerhin muss heute nicht nur gut gefrühstückt, sondern auch noch Marschverpflegung in die bereits gestern gepackten Rucksäcke gepackt werden. Und während ich jetzt diese Zeilen schreibe, tickt die Uhr und die Abfahrtszeit rückt näher.

Der Rest des Beitrags wird damit später ergänzt. Berlin, wir kommen!

Erste Pannen auf dem Weg nach Berlin

Mit Vielem hatte ich gerechnet: Hunger, Durst, Langweile, „ich muss Pipi“, aber nicht mit dem, was uns nach nicht einmal 100 km widerfahren ist. Die Kleinste jammerte über Bauchweh. Vielleicht die Aufregung? Immerhin wusste sie, dass es nach Berlin eine lange Reise wird – zumindest haben wir es immer wieder gesagt… Anhalten wollte sie aber auch nicht – „dann sind wir doch nicht früh da“. Die Logik einer Vierjährigen weiß ja nichts davon, dass kurze Stopps die Ankunftszeit nicht wirklich lange rauszögern… Trotzdem wollte sie nicht.

Irgendwann hörte ich ein gurgelndes Geräusch und schon kam etwas Soße aus dem Mund – wie gut, dass gleich eine Abfahrt zur Stelle war und wir von der Autobahn abfahren und in einem kleinen Ort anhalten konnten. Alle Mann aus dem Auto raus, Frischluft tanken! Mein armes Krümeligen sah etwas bedröppelt aus – die Gesichtsfarbe war entwichen. Wie gut, dass Ersatzklamotten dabei waren. Bei strahlendem Sonnenschein haben wir das Kind umgezogen, Klamotten eingetütet und mit jeder Menge Tüchern saubergemacht, was sauberzumachen war. Gott sei Dank war die Menge der Soße relativ überschaubar… Nun denn, es ging weiter und die Kleinste schlief nach wenigen Kilometern erschöpft ein.

Der Verkehr war recht durchlässig, nur zwischendurch ging es etwas langsamer – so viele Baustellen auf der A2!!! In Berlin selbst hatten wir auch etwas an der Verkehrsführung zu knabbern, aber kurz vor Beginn der #Blogfamilia waren wir dann auch da.

Fahrt nach Berlin

Luftballons säumten den Weg

Um 12:45 Uhr suchten wir also den Eingang zur #Blogfamilia und staunten über die vielen kunterbunten Gasluftballons, von denen die Kleinste am liebsten gleich alle mitgenommen hätte. Außerdem tollten noch viel Kinder und Eltern herum – wir waren also richtig!

Der erste Weg führte uns dann in die Waschräume – immerhin wollte ich die Kleidung einmal durchspülen. Dann wühlte ich mich zur Anmeldung durch und bekam ein richtig volles Goodiebag. Wie gut, dass ich das gleich dem Papa in die Hand drücken konnte. Die Kinder schauten sich Malbücher, Fruchtquetschies und Cake-Pops an, nahmen sich von jedem etwas und verabschiedeten sich von mir. Sie gingen den Luftballon gesäumten Weg zur Straße und freuten sich auf Zoo-Aquarium, Brandenburger Tor und das Science-Center.

Input, Input, Input

Die Konferenz startete und überflutete mich mit Informationen. Vieles war mir bekannt und doch gab es immer wieder neue Blickwinkel – ein separater Bericht wird die Tage folgen… Was aber noch viel schöner war, war der persönliche Kontakt. So trage ich viele liebe Menschen, mit denen der Tag noch schöner wurde.

Blogfamilia

Aber um 18 Uhr blieb auch der beste Input nicht mehr hängen, denn mein Kopf dröhnte und der Magen knurrte. Wenige Zeit später gab es dann auch kleine Häppchen und leckere Happen, die sich im Kreise netter Menschen draußen an der frischen Luft wunderbar einnehmen ließen. Die Zeit verstrich sehr schnell, so dass meine Lieben mich auch um 19 Uhr bereits abholten und wir die Heimfahrt antraten. Dieses Mal ohne Pannen und Problemchen – also wenn man davon absieht, dass die Raststätte gerade passiert wurde und dem Kind dann einfiel, dass es doch Pipi müsste. Doch auch dafür gab es eine Lösung :-).

Wieder daheim

Gegen 22:15 Uhr kamen wir daheim an. Die Kurze hatte bereits auf dem Rücksitz geschlafen und schaute recht verschlafen auf, als das Auto geparkt hatte. Mit vielen Taschen und den ersten des Fressalien-Korbes schritt ich zur Türe. Die Kleinste wurde noch vom Papa ins Haus getragen und mit einem Schwung auf meinen Arm gehievt. Die Verabschiedung hat sie gar nicht mehr so richtig mitbekommen…

Familienausflug trotz Trennung

Der ganze Tag verlief für uns alle wirklich wunderbar! Wir haben jeder auf seine Weise etwas unternehmen können und dementsprechend genügend Gesprächsstoff gehabt. Die kleine Panne auf dem Hinweg und auch die Pipi-Rast auf dem Rückweg hat auch für gemeinsame Lacher der Erwachsenen gesorgt und allen gezeigt, dass wir auch als getrennte Familie immer noch eine Familie sind. Es war einfach prima und ich bin immer noch dankbar, dass so etwas möglich ist. Zwar reden alle möglichen Menschen davon, dass es für Kinder immer gut ist, wenn man trotzdem als Eltern für die Kinder noch gemeinsame Unternehmungen möglich machen kann, doch nicht jedes getrennte Elternpaar kann dies umsetzen. Der heutige Tag zeigt einmal mehr, wie gut wir das persönlich hinbekommen und dass dabei sogar ALLE einen schönen Tag haben!

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3 comments on “#WMDEDGT am Vatertag”

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