Am Freitag Abend gab es für große Tochter ein ganz besonderes Erlebnis. Je näher der Tag rückte, desto aufgeregter wurde sie und als Stunde um Stunde vor dem Ereignis verstrich, wuchs ihre Aufregung stetig. Doch der ganze Trubel hat sich gelohnt und sie mit einem unvergesslichen Erlebnis belohnt!

Handball-MedailleSeitdem die Große Handball spielt, kann sie sich mehr und mehr mit dem Sport identifizieren. Zwar muss sie sich zum Training immer wieder aufraffen – und ich als Mutter muss sie dazu stark motivieren – aber sobald sie mit ihrer Mannschaft in der Halle ist und sich einen Ball schnappt, glänzen ihre Augen vor Begeisterung. Auch Turnierluft hat sie geschnuppert und obwohl erst seit November aktiv dabei, bereits sehr viele Tore geworfen.

 

Als die Handballnationalmannschaft den EM-Titel gewann, haben wir gemeinsam geschaut. Auch dabei ist ein Funken auf sie übergesprungen. Doch was sie jetzt am Freitag erlebt hat, ist an Begeisterung kaum noch zu übertreffen. Denn als Mitglied der Mini-Mannschaft durfte sie mit ihren Handballfreunden die großen Handballer unserer ortsansässigen 2. Handballbundesliga-Mannschaft zu einem sehr wichtigen Spiel in die Halle begleiten.

Das war vielleicht aufregend! Bereits in der Kabine, in der sich die Kinder umgezogen haben, war ein Gewusel, das mit dem eines Bienenstocks vergleichbar sein dürfte. Noch dazu war die Stimmung der Halle, das Trommeln, Stampfen, die laute Musik und die Tröten mehr als deutlich zu hören. Meine kleine Maus war auch mit dabei und fühlte sich nur bei mir auf dem Arm sicher. Dann ging alles ganz schnell: Die Eltern wurden an den Spielfeldrand geführt, um das Einlaufen ihrer Kinder aus nächster Nähe betrachten zu dürfen. Es war sehr laut, die Stimmung war bombastisch und als TNT von AC/DC gespielt wurde, übertrugen sich Bässe auf meinen Herzschlag. Große Bedenken hatte ich wegen meiner Kleinsten, denn es war wirklich laut und sie ist in dieser Hinsicht sehr empfindlich. Ich befürchtete ein Drama und wurde erstaunt: Auch sie sog alles auf und scharf noch nicht einmal zusammen, als lautes Getrommel jeden Spieler der gegnerischen Mannschaft begrüßte – und wir standen fast genau daneben.

Sie fragte immer wieder, wann denn ihre Schwester kommen würde… und dann wurde es dunkel! Auf der Leinwand erschienen die Konterfeis der ortsansässigen Spieler, Lichtkegel wanderten durch die Halle und dann ging alles sehr schnell! Auf einmal rannten die Spieler mit den Kindern an uns vorbei – so schnell konnte ich gar nicht schauen. Noch nicht einmal ein Foto machen, denn es war ja dunkel… und erst mitten auf dem Spielfeld wurden Spieler und Kinder beleuchtet. Aus der Ferne konnte ich meine Große jedoch sehen – als größte Spielerin der Minis (148 cm) durfte sie den größten Spieler der Mannschaft (2,06 cm) begleiten und wirkte auf einmal nicht mehr so groß, sondern ganz klein!

Wie sie mir hinterher erzählte, fühlte sie sich auch innerlich klein und hatte einen Mordsrespekt vor dem sanften Hünen, der mit 22 Jahren noch recht jung ist. Ihr wäre es lieber gewesen, mit dem kleinsten Spieler (165 cm) einzulaufen, doch das hätte den Spieler etwas diffamiert. Ein Mini-Kind, das fast so groß ist wie ein erwachsener Spieler…

Auf alle Fälle schwärmt sie noch heute davon, wie einmalig und besonders das war und natürlich, dass die Mannschaft zum Schluss auch noch gewonnen hat, obwohl es zu Beginn nicht danach ausgesehen hatte… 🙂

Eine Erinnerung, die nicht nur sonntags #Sonntagsglück und #Sonntagsfreude weckt, sondern bestimmt auch noch in ein paar Jahren ein Lächeln ins Gesicht zaubert :-).

 

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3 comments on “Ein großes Kind ganz klein”

  1. Ja die Motivation ist nicht immer leicht, aber solche Höhepunkte erlebt man nur wenn man sich immer wieder motiviert. Da ist man auch als Eltern mächtig stolz auf die Kinder und das mit recht.
    L G Pia

  2. Was für ein schönes Erlebnis! Ich kann es total nachvollziehen, wie aufregend das auch für dich gewesen sein muss, denn meine beiden Kinder haben auch sehr früh mit ihrem Sport angefangen und sind mittlerweile Bundesligaspieler im Feld- und Hallenhockey. Und als sie selbst klein waren, durften sie auch ab und an mal mit den Bundesligaspielern einlaufen. Mein Sohn hatte dabei sogar mal diesen Job bei einer deutschen Meisterschaft und erinnert sich sehr genau, wie stolz er bei seinem Spieler stand, während die Nationalhymne gesungen wurde.

    Was ich besonders schön finde, ist, dass sich beide noch gut an ihre Einlaufkindzeit erinnern, wenn sie nun selber Kinder an der Hand haben beim Betreten des Spielfeldes. Und sie bemühen sich dann, den Kleinen ein gutes Vorbild zu sein, weil die Minis sie doch so sehr bewundern. Da ihr Einlaufkind einmal der Mut verließ, hat meine Tochter sogar mal ein kleines Mädchen auf dem Arm in die Halle getragen.
    LG Iris

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