„I have a dream!“ Jeder kennt diesen Satz, den einst Martin Luther King von sich gab, um seine Vision einer gerechteren Welt kund zu tun. Einige Facetten seines Traumes – seiner Vision – haben sich erfüllt und nicht nur ich freue mich darüber! Aber dieser Traum ist noch lange nicht ausgeträumt. Es gibt noch viel zu tun und angesichts der Flüchtlingsströme, des vielen Leids und Elends, das sich jetzt und noch lange Zeit zeigt, gewinne ich den Eindruck, dass sich Kings Traum auch in der heutigen Zeit nicht gänzlich erfüllen wird…Doch warum wähle ich für meinen heutigen Beitrag ausgerechnet diese historischen und vielsagenden Worte? Denn eigentlich passen sie nicht wirklich hier rein, geht es doch heute um Kinderwünsche, um Träume meiner Mädels, die sie sich gern erfüllen lassen würden…

Und doch finde ich eine Parallele zu King. Denn ihm ging es um einen WUNSCH, wohlweislich, dass diese nicht in jedem Fall erfüllen lässt. Und auch meine Kinder träumen – mit der Gewissheit, dass sich auch ihr Traum nicht erfüllen lässt: Denn der größte Wunsch meiner beiden Mäuse ist, dass ihr Großvater wieder lebt.

Obwohl er schon mehr als zwei Jahre nicht mehr unter uns weilt, spricht gerade die Große noch sehr häufig über ihn. Und so kam es, dass sie genau diesen Wunsch geäußert hat, als ich sie nach ihrem größten Wunsch befragt habe. Diese Antwort wäre mir nie in den Sinn gekommen, war ich doch bisher davon ausgegangen, dass sie sich sehnlichst ein Pferd, einen Zwerghamster, Reiterferien, coole Klamotten & Schuhe oder gar ein besonders festliches Kleid wünscht. Tja, da lag ich wohl etwas daneben! Aber eigentlich hätte ich mir sowas in der Art auch denken können, denn meine große Kleine ist sehr sozial eingestellt. Schon früher hat sie sich Spielzeug nur deshalb gewünscht, um ihren Spielkameraden etwas bieten zu können, wenn diese zu Besuch kommen. Mit dem großen Playmobilschloss oder dem Lego-Friends-Reiterhof, die seinerzeit mal angeschafft wurden und nun im Keller ein tristes Dasein fristen, hat sie selbst nämlich auch nicht gespielt. Meine Tochter wünscht sich hauptsächlich, dass es allen anderen, an denen ihr etwas liegt, gut geht. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass es durchaus schwierig sein kann, einem Kind ohne materielle Wünsche etwas zum Geburtstag oder Weihnachten zu schenken…

Trotzdem habe ich noch etwas nachgehakt und mal gefragt, was sie sich wünschen würde, wenn ich genug Geld zur Verfügung hätte, um ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Jetzt kam dann das, worauf ich gewartet hatte: Ein Pferd!IMG_1811

Da ich nun keine Pferdefreundin bin und ohnehin nichts von Tiergeschenken halte, musste ich ihre materiellen Wünsche auf nicht lebende Wünsche einschränken. Sie schaute mich an und wusste gar nichts mehr. Sie zuckte mit den Schultern und sagte dann sehr eindringlich, dass sie keine Wünsche hätte. Zumindest so lange, bis die kleine Schwester hinzukam und sich lautstark in das Gespräch einmischte. Meine kleinste Tochter weiß nämlich ganz genau, was sie haben möchte!

„Ich wünsche mir ALLES von Elsa!“

und dabei spielt sie auf sämtliche Merchandising-Artikel des Disney-Films „Frozen“ an. Seit etwa einem halben Jahr höre ich nur ELSA hier, ANNA da und ab und zu auch mal OLAF oder KRISTOFF. Das kleine dreijährige Wesen ist so besessen von diesen Artikeln, dass ich kaum noch irgendwo hingehen kann ohne dass sie etwas von ihren Helden entdeckt. Warum gibt es das auch an jeder Ecke??? Wie dem auch sei, ich kann mich nicht gegen alles wehren und muss auch mal eine Kleinigkeit von Elsa im Haus dulden. Irgendwie schlecht sich da doch das eine oder andere Produkt ein ;-). Der Super-GAU ist jedoch zu ihrem Geburtstag im Oktober zu befürchten: Madame wünscht sich NUR Elsa-Sachen und vor allen Dingen eine Elsa-Party. Da komme ich nicht drum herum :-(.

Ein Wunsch sticht dabei sogar besonders raus: Ein Elsa-Hochbett!!! Meine Beteuerungen, dass es sowas gar nicht zu kaufen gibt, überhört sie ganz geflissentlich. Immerhin habe ich ihr mal beigebracht, dass man sich alles wünschen darf und sich hinterher nur die Frage stellt, ob die Wünsche erfüllbar sind. „Mama, du sagst, dass ich mir alles wünschen darf. Und ich wünsche mir ein Elsa-Hochbett!“ – Selbst meine sehr triftigen Argumente kommen gegen das sehr selbstsichere kleine (von einer eisigen Macht verzauberte) Wesen nicht an. Irgendwie hat sich ja auch recht und ich habe es ihr ja auch so beigebracht.

Wünschen darf man sich ALLES, denn ohne WÜNSCHE wäre das Leben ja ziemlich langweilig…

Grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass man nicht alle Wünsche erfüllen soll – auch wenn sie noch so klein sind. Irgendwo sind Grenzen. Aber was mache ich nun mit dem Elsa-Hochbett, dem ALLERGRÖSSTEN Wunsch der Kleinsten? Also wenn ich die entsprechenden finanziellen Möglichkeiten hätte, könnte man ja mal drüber nachdenken… Und während ich dann denke, habe ich eine Idee!!! Ich brauche nur ein weißes Hochbett, einige Meter Elsa-Stoff und etwas Acrylfarbe. Handwerkliches Geschick habe ich ja noch im Gepäck – immerhin hatte ich in der Vergangenheit ja auch mal an einem Haus gebaut… Und in einem Tagtraum sehe ich mich, wie ich kurzerhand das Elsa-Hochbett für meine kleine Maus „erfinde“ :-). Aber dann wache ich aus diesem Tagtraum aus und denke beschämt daran, dass es eigentlich darum ging, was sich die Große wünschte, bevor die Kleine unser Gespräch aufgemischt hat.

Ich nehme also den roten Faden wieder auf und frage noch einmal. Inspiriert durch das wortreiche Sinnieren ihrer kleinen Schwester fällt der Großen dann doch noch etwas ein: „Also wenn ich schon kein Pferd haben kann, dann möchte ich reiten lernen. So wie Mika bei Ostwind.“ Oh nein, nicht schon wieder Merchandising!!!! Bevor sich bei mir innerlich die Schotten schließen und ich mich gedanklich ganz weit wegbeame, wird meine Tochter etwas konkreter. „Ich wünsche mir echte Reiterferien und wenn das nicht geht, dann wenigstens ein neues Fahrrad!!!“ und das sagt sie dann mit voller Inbrunst, so dass dies ein wirklicher Wunsch zu sein scheint. Blöderweise schiebt sie hinterher, dass ich ihr das doch zu Weihnachten schenken könnte… Kommt nicht gerade gut, wenn ein kleines fast vierjähriges Mädchen daneben steht, für die der WEIHNACHTSMANN noch nichts von seinem Zauber verloren hat.

„Wieso soll Mama dir was zu Weihnachten schenken? Bist du blöd??? Das muss doch der Weihnachtsmann bringen und nicht MAMA!!!“

Wie gut, dass die Lütte in dieser Hinsicht sehr selbstsicher ist!

Tja und wie das manchmal so mit Wünschen ist, weiß man nie wirklich, ob die sich auch erfüllen. Dem Glück meiner Kinder könnt ihr allerdings auf die Sprünge helfen, denn dieser Beitrag ist ein Beitrag zu einer Blogparade. Eine Blogparade, die Kinderwünsche thematisiert und die Fantasien und Träumereien unserer lieben Kleinen zu ergründen sucht. Mit viel Glück werden manche Wünsche nämlich wahr. Und wenn ihr euch auf einen Beitrag über den Bau eines Elsa-Hochbetts oder einen Bericht über Reiterferien bzw. dem „ride on a bike“ meine Größten wünscht, dann unterstützt mich.

Gebt meinem Beitrag vom 01. – 07.10. HIER eure Stimme!

Kleine und große Augen bringt ihr damit zum [su_highlight background=“#fbf59f“]Leuchten[/su_highlight] ♥.

 

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