In den letzten drei Wochen haben sich hier einige Kinderbücher für Rezensionen angesammelt, so dass ich einige nicht länger vor euch verstecken, sondern sie mit großer Freude präsentieren möchte!


Kunst für Kinder, Sachbuch, Wimmelbuch, Kunstwerke für KinderHeute geht es nicht um sagenhafte Geschichten, um kleine oder große Abenteuer, um Pferde und Ponys, sondern um etwas mir besonders Wichtiges! Klar, als Kunstlehrerin lege ich großen Wert auf kulturelle Bildung und versuche, bereits die Erstklässler mit „echter“ Kunst in Berührung zu bringen. Für all meine Klassen habe ich vielfältiges Freiarbeitsmaterial zusammengestellt: Bücher, laminierte Farbkopien mit besonderen Forscheraufträgen zum entsprechenden Bild, Kunstmemorys etc., um sie möglichst spielerisch und zwanglos mit bedeutender Kunst zu konfrontieren. Was eignet sich dazu besser als Freiarbeitsphasen??? Auch meine eigenen Kinder lugen immer wieder über meine Schulter, wenn ich Material für die Schule vorbereite und stellen neugierige Fragen. Ab und an gehen sie dann auch mal an mein „Kunstregal“ und schnappen sich das eine oder andere Kinder-Kunstbuch. Wie schön, dass der Inhalt des Regals nun mit zwei besonderen Kinder-Kunstbüchern erweitert wurde. Hier komme ich danach gleich zum Thema: Im Fokus der heutigen Bücherrezension stehen zwei besondere Sachbücher zum Thema Kunst für Kinder.

Normalerweise stelle ich jedes Buch einzeln vor, um so die besonderen Vorzüge etc. herauszuarbeiten. In diesem Beitrag verzichte ich aber darauf, da sich die Bücher auf wunderbare Art und Weise ergänzen. In meiner Kategorie „Buchtipps“ erhält aber jedes Buch seine eigene Vorstellung mit Daten und Fakten. In diesem Beitrag möchte ich euch neugierig machen und die Besonderheiten hervorheben. ich hoffe, dass es mir auch gelingt 🙂

„Kunst für Kinder“ ist eine Bücherreihe des Arena-Verlags, in der verschiedene Bücher zu unterschiedlichen Themengebieten der Kunst enthalten sind. Hier werden verschiedene Richtungen der Kunst – ob gemalte Meisterwerke oder Skulpturen und Bauwerke – für Kinder sehr unterhaltsam und spannend vorgestellt. Die Kinder werden durch ein ansprechendes Layout, bunten Illustrationen zum Aussehen der Künstler und vielen anderen Details an das Thema Kunst herangeführt. Einige Bücher dieser Reihe laden zum Nachahmen ein. Hier werden bedeutende Werke vorgestellt und Anregungen zur kunstpraktischen Auseinandersetzung bildhaft präsentiert – sehr selbsterklärend! Ich gebe es zu, Ich bin ein Fan dieser Reihe und nutze die Bücher auch sehr häufig für meinen Kunstunterricht. Insgesamt habe ich mit dem Buch, auf das ich gleich näher eingehen werde, insgesamt schon drei davon im Regal 🙂 Zur Vorstellung der Buchreihe sollte dies jedoch genügen und daher komme ich nun zur konkreten Buchvorstellung: „Kunst für Kinder – Berühmte Maler und ihre Meisterwerke entdecken“. Hier ist Nomen auch Omen und das Entdecken wird groß geschrieben! Das Buch macht neugierig und entführt das lesende Kind (oder den kunstinteressierten Erwachsenen) auf eine Kunstreise über mehrere Jahrhunderte. Bedeutende Künstler wichtiger Kunstepochen werden exemplarisch mit einigen wichtigen Werken vorgestellt. Ein begleitender Text informiert über Eckdaten im Leben des Künstlers und wird angereichert durch entsprechende Zitate oder Anekdoten. Ein „roter Faden“ (in Form einer gemalten, gezeichneten oder geklecksten spiralförmigen Spur), der die Daten in Stichpunkte enthält, fokussiert den Begleittext. In Kürze lässt sich also das Wichtige und Besondere des vorgestellten Künstlers erfassen. Am Ende des Buches gibt ein spezielles Glossar Aufschluss über Begriffe aus der Kunst, die als „Spezialausdrücke“ in die kinngerechten Texte eingearbeitet wurden. Zusätzlich gibt es eine Übersicht, die die Daten der vorgestellten Künstlerbeispiele/Werke nach Künstlern sortiert zusammenfasst – quasi eine Angabe über museumsrelevante Daten, die vielleicht auch bei einem kurzen Schulreferat hilfreich sind.

Das zweite Kunstbuch, das mein Herz erwärmt, ist ein Buch aus dem Prestel-Verlag in München. In „mein Buch der Kunst – ich sehe was, was du nicht siehst“ geht es ebenfalls um das Entdecken besonderer Kunstwerke. Hier steht jedoch weniger die Information zum Werk und seines Schöpfers im Fokus, sondern die spielerische Auseinandersetzung als „Suchspiel“. Das Buch ist als eine Art Wimmelbuch konzipiert worden, in dem es bestimmte Bildausschnitte, Tiere, Farbelemente uvm. zu finden gilt. Das spricht besonders jüngere Kinder an, die in ihrer Unbefangenheit neugierige Fragen stellen und so ein wunderbares Gespräch über Kunst in Gang bringen können. Dabei kommt es natürlich auf die Interaktion an, bzw. auf die Person an, die das Buch mit dem Kind betrachtet. Die Unterschiedlichkeit der enthaltenen Werke ist phänomenal und entspricht in vielen Einzelheiten der kindlichen Lebenswelt, der kindlichen Neugier oder aber dem Weitblick in die Ferne – wenn es um Werke asiatischer/afrikanischer Kulturen geht. Manche Bilder sind als Klappbilder gestaltet, so dass diese mit dem Aufklappen der Seiten noch größer werden als das ohnehin schon große Buchformat. Ein absolut großartiges Buch für jung und alt, das am Ende sogar noch Lösungen und weitere Informationen zu den vorgestellten Kunstwerken enthält.

Wen ich neugierig auf das eine oder andere Buch gemacht habe, bekommt in der Kategorie „Buchtipps“ weitere Informationen und einige Beispielseiten.

Die Bücher wurden mir als Rezensionsexemplare vom Arena-Verlag und vom Prestel-Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt.

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