Heute komme ich endlich mal dazu, en Detail über mein wunderbares Wochenende im Kloster zu berichten. Ich finde kaum Worte, um diese fabelhaften Erfahrungen zu beschreiben. Es war einfach himmlisch!

Ein Wochenende im Kloster – besinnliche Auszeit und Ruhe – kann ich nur jedem gestressten Menschen ans Herz legen!

Die Seele zum Klingen bringen

Warum ein Wochenende im Kloster gut tut

Vielleicht fragst du dich, was eine junge (ist man mit fast 35 noch jung????) Frau in einem Kloster macht. Also eine Frau, die mitten im Leben steht und kein klösterliches Leben führt… Die Antwort ist ganz simpel: Es handelte sich um ein Fortbildungswochenende, das ich aufgrund meiner Tätigkeit als KiGo-Teamer genießen durfte. Zum Thema “ Ich sehe und fühle, was du erzählst“ haben meine Teamer-Kollegin und ich ein ganzes WE nützliche Hinweise zum Erzählen gelernt. Was man alles für Handwerkszeug zum guten, spannenden und gefühlvollen Erzählen benötigt ist weitaus mehr, als ich eingangs dachte. Vom Prinzip her konnte ich schon vor dem Seminar gut erzählen – also wenn man mal davon ausgeht, das meine Zuhörer stets an meinen Lippen hingen… Gleiches gilt für meine Kollegin. Warum also noch ein Seminar?

Erzählen lernen

Die Antwort ist auch hier wieder leicht: Man kann immer noch dazulernen. Von Profis und von Seminarteilnehmern. Die Erzähleindrücke, die wir genießen durften, sind daher unheimlich prägend. Stell´dir mal vor, du hörst eine Geschichte. Lebhaft erzählt, absolut nachvollziehbar und so bildhaft aufgebaut, dass vor deinem inneren Auge ein Film abläuft. Perfekt! Kopfkino deluxe 🙂 Mit ein wenig Übung können das sicherlich viele von uns. Wie viel Arbeit jedoch in der Vorbereitung einer solchen lustvollen Geschichte steckt, habe ich erst richtig durch das Seminar erfahren. Im praktischen Teil wurden wir zur Aufbereitung einer uns zugewiesenen Geschichte in vier Gruppen á 5 Teilnehmer aufgeteilt. Jeder von uns sollte somit die gleiche Geschichte wie die anderen Gruppenmitglieder erzählen. Klingt langweilig und eintönig? Keineswegs! Denn jeder hat einen anderen Erzählansatz, andere Schwerpunkte in der Geschichte und überhaupt einen anderen Erzählduktus.

Immer wieder neu erzählt

Der Kern der Geschichte ist zwar jedes Mal gleich, aber die Erzählperspektive variiert. So wird eine Geschichte aus der Sicht eines allwissenden Erzählers erzählt, eine andere aus der Sicht einer weiblichen Figur, eine andere wiederum aus den Augen eines Kindes und wieder eine andere Erzählsituation entstehet, wenn die Geschichte nur im Dialog zweier Personen erzählt wird. Es war immer wieder spannend, die Geschichten der anderen Teilnehmer zu hören. Immer wieder neue Ideen haben den eigenen Erzählhorizont erweitert. Mit meinem leicht perfektionistischen Ansatz (der eine oder andere wird an dieser Stelle gerade schmunzeln) habe ich meine Geschichte fast bis zum Schluss immer wieder verändert. Mein Notizblatt war ganz mit Kugelschreiberstrichen gefüllt -und das über fast vier Seiten – bis am Ende drei Sätze für den Erzählanfang standen. Der Rest lief dann frei… Ich wünschte, du wärst dabei gewesen.

Ein Abend im Kloster

Natürlich haben wir nicht nur gelernt, erzählt und gelacht. Wir haben auch in einer guten IMG_3693Gemeinschaft tolle Anekdoten erfahren, gemeinsam im Garten des Klosters gesessen und eine schöne Zeit gehabt. An einem Abend habe ich mich dann aber abgeseilt und bin in die Stadt gegangen: Dort war der Tag der Niedersachsen. Mit buntem Sühneprogramm und ganz vielen Menschen. Das mit der Menschenmenge war jetzt nicht so attraktiv, aber ein Open-Air-Konzert auf einem historischen Marktplatz mit toller und bewegender Musik war dann doch ein Genuss, der mir dieses besondere WE noch versüßt hat. Ich habe mich gefühlt wie in meiner jungen Erwachsenenzeit, Jugend wäre hier gerade etwas übertrieben. Ich habe mich zurückversetzt gefühlt in eine Zeit voller Freiheiten – ohne familiäre Verpflichtungen. Es war fast so wie eine kleine Flucht aus meinem Alltag, was ja als Alleinerziehende auch nicht ganz einfach ist. Aber an diesem besonderen WE durfte ich einfach mal ICH sein und auch, wenn ich mir nicht vorstellen konnte, allein auf ein Konzert zu gehen, bin ich sehr froh, es getan zu haben. Noch jetzt denke ich an diesen Abend zurück und halte ihn in meiner Erinnerung ganz fest.

Kurzurlaub im Kloster

Du merkst sicherlich schon jetzt, dass dieses Wochenende im Kloster für mich sehr wertvoll ist. Es war fast wie ein kleiner Kurzurlaub, den ich dir nun in Bildern zeigen werde…  Michaeliskloster Laith al Deen

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