Unsere Kur ist längst vorbei, die Eindrücke verarbeitet und die Erlebnisse klingen noch nach. Zeit also, um drei Wochen Mutter-Kind-Kur Revue passieren zu lassen. Frei nach dem Motto: Wenn einer eine Reise tut, gibt es viel zu erzählen…

Was man bei einer Mutter-Kind-Kur erleben kann

Viel zu berichten gibt es wahrlich: Erfreuliches, Erfolgreiches, Optimierbares oder aber auch ein allgemeiner Eindruck des Ganzen. Doch womit fange ich an? Mein Gesamteindruck und letztendlich auch Fazit dieser Mutter-Kind-Kur war nämlich nicht sonderlich gut. Ich hatte mir das Ganze irgendwie ERHOLSAMER vorgestellt. Es war ja auch nicht meine erste Mu-Ki-Kur. Vor vier Jahren war ich mit meiner Großen nämlich schon mal zur Kur an der Nordsee und hatte dort eine ziemlich gute Zeit: unterhaltsame Sportangebote, Entspannungsphasen, Eltern-Kind-Angebote und verschiedene Abendangebote zum kreativen Ausprobieren. Nicht alles war super, aber eben doch eine ganze Menge…

Mit diesem guten Eindruck bin ich also in die zweite Mutter-Kind-Kur gefahren und freute mich auf das vielversprechende Programm, das die Internetpräsenz der Klinik so verhieß. Die Ernüchterung erfolgte jedoch recht schnell. Da ich per se ein ungeduldiger Mensch bin, übte ich mich in der ersten Woche im WARTEN: Warten auf bessere und interessantere Kinderbetreuung, Warten auf interessanteres und motivierenderes Sportprogramm und Warten auf Ruhe und Erholung. Immerhin war ich deswegen da!

Warum ich meine Mutter-Kind-Kur bereue

Doch dies stellte sich nicht ein. Der Mütter-Plan war ziemlich voll und der Vormittag verflog durch Termin, Vortrag und Termin ziemlich fix. Doch leider ist hierbei auch ein Haken: In den kurzen Pausen zwischen den Terminen kam ich nicht zur Ruhe. Ich war immer irgendwie auf dem Sprung. Also fast wie daheim im Alltag.

Es gab Tage, an denen ich mir gewünscht habe, lieber daheim zu sein.

Dort, wo die Kinder ihre gewohnte Umgebung haben, ihre Freunde nicht missen müssen und wo es besseres Essen gibt.

Aber es gab auch Tage, an denen die Kur Spaß gemacht hat!

Nämlich dann, wenn ein Mutter-Kind-Angebot alle Beteiligten glücklich stimmen konnte oder wenn wir die Gegend drum herum erkundet haben- der dortige Bach war einfach wunderschön!DSCN0337

Ausflüge mit Kindern in der Eifel

Nicht zu verachten auch die nahegelegene Elfengrotte mit kleinem Wasserfall 😊

Elfengrotte

Oder aber eine Schifffahrt auf der nahe gelegenen Mosel…

DSCN0469 Aber am allerschönsten waren die Ausflüge, die wir am WE gemacht haben. Gut, dass ich mit dem Auto angereist bin!Burg Eltz

Denn diejenigen, die die Bahn genutzt haben, waren vor Ort ziemlich aufgeschmissen: Aufgrund der Ferien fuhren dort auch keine Busse und im Ort selbst konnten nicht einmal die kleinsten Besorgungen gemacht werden- bei dem nicht ganz so tollem Mittagessen fehlte dem einen oder anderen Gast nämlich etwas Leckeres für zwischendurch 😜.

Bernkastel

Mutter-Kind-Kur in der Eifel – Einrichtungen

Ich hatte mir eigentlich überlegt, etwas Genaueres zu der Einrichtung zu schreiben. Das Zimmer zu zeigen, die Anwendungen und Möglichkeiten zu nennen, euch einen Gesamteindruck zu vermitteln. Aber ich habe mich dagegen entschieden. Ich weiß, dass viele Menschen sich vor einer Kuranreise alle möglichen Informationen über den künftigen Kurort und die -klinik einholen. Hierüber könnte ich vielleicht sogar etwas mehr Traffic bekommen, aber dann würde ja auch die Neugier und der Zauber der Anreise verloren gehen. Und überhaupt: Wer sagt denn, dass alle zugewiesenen Gäste so einen Eindruck bekommen werden, den ich gehabt habe. Ein jeder hat das Recht auf eine eigene Meinungsbildung! Wenn ich etwas doof finde, muss das der nächste ja nicht auch empfinden! Und wer weiß, vielleicht ändert sich ja auch etwas in der Klinik, nachdem viele Gäste im Patientenfragebogen entsprechend ähnliche Formulierungen und Unannehmlichkeiten aufgeführt haben….

Wie auch immer. Ich hoffe, dass mir nachfolgende Gäste eine (für sie) schönere Kur haben werden und den Hauptschwerpunkt der Klinik (Ruhe und Erholung) ausschöpfen können. Ich für meinen Teil bin nach wie vor nicht erholt und habe große Schwierigkeiten, mir Erholungszeiten im Alltag zu ermöglichen. Jaja, das Leid der berufstätigen Alleinerziehenden mit kleinen Kindern – aber das habe ich mir selbst ausgesucht und daher löffle ich diese Suppe auch möglichst schnell aus. Mit Kaffee, jawoll!!! Und dann wird irgendwann (hoffentlich recht bald) meine Welt auch wieder rund sein. 🙂

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3 Comments on Mutter-Kind-Kur in der Eifel

  1. Vor ein paar Jahren sollten wir vom Arzt aus auch mal auf eine Kur, aber die Krankenkasse fand das nicht für nötig, deshalb kann ich nun nicht ganz mitreden,wie sich das anfühlt, eine Weile von Zuhause weg zu sein. Die Gegend scheint auf jeden Fall sehr hübsch zu sein, für uns wäre es in Richtung Küste gegangen, weil meine Tochter damals Probleme mit der Lunge hatte.
    Ich bin selbst alleinerziehend und weiß genau, was du mit dem Mangel an Erholungszeiten im Alltag meinst. Meine ist zwar nun schon größer, aber sie war ja auch mal klein 🙂
    Liebe Grüße
    Jana

  2. Hallöchen Yvonne!

    Ich war in meinem bisherigen Leben noch nie in Kur und habe ja auch noch keine Kinder. Ich arbeite zwar viel, aber das kann man kaum vergleichen. Daher habe ich eigentlich keine Ahnung.

    Es ist echt schade, dass deine Erwartungen nicht erfüllt wurden.

    Ich wünsche Dir, dass du in den nächsten Tagen ein bisschen gute #metime bekommst. Und egal ob du dabei putzt, nähst oder einfach nur in den Himmel guckst: Mach genau DAS, was du willst und sehe es nicht als verschwendete Zeit an!

    Wenn ich in meiner Freizeit putzen will, weil mir die Staubberge und milchigen Fenster auf die Nerven gehen, dann tue ich es. Wenn ich 3 Folgen meiner neuen Lieblingsserie am Stück schauen will, dann mache ich das. No regrets! Und das empfehle ich Dir!

    Lieben Gruß
    Steffi

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