Unsere Hände helfen

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Das war das Motto unseres heutige Kindergottesdienstes, bei dem ich die Geschichte des barmherzigen Samariters erzählen durfte. Es war richtig klasse, wie sich die Kinder in die Geschichte reingedacht haben und nahezu an meinen Lippen hingen. Mit Spannungsbogen und dem Spiel meiner Stimme sowie den Geräuschen von Schritten habe ich sie mit auf das imaginäre Erlebnis eines Überfallenen genommen. Einzelheiten und weitere Bilder wie immer auf meiner Kigo-Seite 🙂

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Denkt euch euren Teil

Die Headline kommt vielleicht etwas provokant daher – mein Beitrag wird es hoffentlich nicht. Oder vielleicht nur ein ganz kleines Bißchen… Auf alle Fälle bezieht sich „denkt euch euren Teil“ auf die wunderbaren Bilder etwas weiter unten 😉

Am Freitag erreichte mich wunderbare Post aus der Schweiz. Die scheinbar immer gut gelaunte, fröhlich anmutende und -laut ihren Beiträgen- zuckersüß glückliche Elizzy hatte mir ein tolles Postkartenset des Schweizer Fotografen Oliver Baer zugesandt. Vor einiger Zeit hatte sie das Vergnügen, den Fotokünstler interviewen zu dürfen und dabei auch einige Bilder von ihm gezeigt. Einige davon fand ich sehr beeindruckend, da sie Lebens-Seiten zeigen, die uns im Alltag vielleicht mal begegnen, wir ihnen aber kaum Beachtung schenken. Der Künstler hat diese Momente, teilweise inszeniert in magischen „Licht und Schatten“-Spielen, festgehalten. Für sich, für uns und für alle, die nicht wegschauen und den Moment auf sich wirken lassen wollen.

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Nun habe ich sie hier, die Bilder, die magischen Momente, die Eindrücke… in Form großer DinA5-Postkarten und ich überlege, was ich mit ihnen anstellen soll. Vielleicht nehme ich sie mal mit in den Unterricht – zum Thema „Menschen“ und lass auf mich wirken, was die Kinderaugen damit anfangen. Vielleicht hänge ich mein Lieblingsmotiv an die Wand oder stelle es mit einem Fotoclipständer auf meinen Schreibtisch. Vielleicht verschenke ich auch eine an einen lieben Menschen. Ich weiß es nicht genau, aber ich freue mich, dass ich sie hier habe. Gesendet aus der Schweiz, teilweise fotografiert in Paris und nun bei mir. Die Motive erzählen Geschichten und die, die mich am meisten beeindruckt hat, ist Bestandteil der Photo 15 – eine Ausstellung, die im Januar in Zürich stattfand. Die, die mich gut kennen, tippen bestimmt auf das richtige Motiv. Die, die mich weniger gut kennen, tippen vielleicht intuitiv richtig. Und die, die sich nicht sicher sind, welches mein Lieblingsmotiv sein könnte, welches Bestandteil der Photo 15 war, die können hier mal nachschauen….

@ Elizzy: Tausend Dank für die Postkarten und den netten persönlichen und <3 Gruß!

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#Sonntagsfreude

IMG_2633Meine Sonntagsfreude hat heute etwas mit dem Thema Zeit zu tun. „Zeit“ ist nämlich etwas, das in meinem Leben echt zu kurz kommt und ich freue mich daher heute über alle Maßen, dass ich „Zeit“ in Form eines freien Nachmittages geschenkt bekommen habe. Während heute morgen noch alles drunter und drüber ging, sich sämtliche Geräusche und Stimmen überlagerten, schweigt sich nun alles aus.“Bibi Blockberg“, die heute morgen noch aus einem Kinderzimmer in voller Lautstärke quer über den Flur schallte, hext nicht mehr. Das Knarzen des Trampolins, das heute morgen noch in regelmäßigem Takt zu vernehmen war, ist vorbei. Keine trappeligen Schritte eilen über den Flur. Niemand ruft nach mir. Die Mädels lachen oder streiten nicht mehr. Es ist still – ungewohnt still! Die Waschmaschine schweigt, der Staubsauger schaut mich zwar vorwurfsvoll an, bleibt aber stumm, ab und zu kann ich das leise Rauschen der Heizung vernehmen, aber alles Gewohnte ist nicht mehr da. Einzig das beständige Ticken der Wanduhr durchbricht die Stille, wenn ich drauf achte. Es schlecht sich ein Lied in meine Gedanken: „Still“ von Jupiter Jones, das ich immer wieder nach dem Tod meines Vaters vor mich hin gesungen habe. Ein anderes Thema, aber im Kern ähnlich: das Gewohnte verstummt, es schafft Platz für Gedanken. Nun sind meine Kinder quicklebendig – Gott sei Dank – und nur mal einen Nachmittag mit ihrem Vater beschäftigt, aber trotzdem ist die jetzige Stille anders als die abendliche Ruhe, wenn sie in ihren Betten liegen und leise aber regelmäßig atmen.

Ich könnte mich nun zurücklehnen, die freie Zeit und die Stille einfach mal auf mich wirken lassen, aber meine Gedanken rennen dazwischen. Stille und Zeit sind Attribute, die für mich ungewohnt sind, fast auch ein wenig beängstigend – eigentlich bin ich eher ein ruheloser Mensch. Noch gestern wurde ich von einer Freundin ermahnt, mich doch endlich mal auszuruhen und den freien Nachmittag ganz für mich zu nutzen. „Aber so wie ich dich kenne, fängst du wieder mit irgendwas an. Lass die Arbeit liegen und mach mal nichts“, klingt es noch in meinen Ohren. „Ja, das habe ich auch vor“, entgegnete ich noch gestern. Aber nun? Ich stehe neben mir und schreibe um etwas zu tun, um irgendwie aktiv zu sein, um meine Gedanken festzuhalten – aber vor allen Dingen, um mich nicht zu verlieren!

Tja, was mache ich jetzt. Ich könnte in meinem Buch weiterlesen, mir einen Cappuccino-Spezial mit viel Milchschaum zaubern, mich meinem Nähstapel widmen, Line Drawing ausprobieren oder mit meiner Gitarre üben. Ich könnte die Musik laut aufdrehen und durch das Wohnzimmer swingen, ich könnte telefonieren oder spazieren gehen. Ach ich könnte so viel und während ich darüber nachdenke, verstreicht die Zeit… Wo wir auch mal wieder beim Thema sind 😉

Nun sollte das eigentlich ein besonders toller Beitrag zum Thema Sonntagsfreude werden und irgendwie wirkt das bereits Geschriebene sehr melancholisch. Aber das bin nun mal ich. Ich freue mich und jubele über das Geschenk der freien Zeit und je mehr ich nachdenke, desto weniger weiß ich mit mir anzufangen. Doch damit ist nun Schluss! Es ist ein Geschenk und als solches macht es mir Freude. Ich trete mir nun selbst in den Hintern und verbringe wundervolle Stunden mit mir! Was ich mache, ist jetzt egal. Alles wird sich fügen, sozusagen alles nach seiner Zeit 😉 Ich mache mir einen schönen Nachmittag und nehme ihn als persönliche Belohnung für eine anstrengende Woche, auf die ich ausnahmsweise mal nicht zurückblicken möchte. Mein Fokus ist die Krönung der Woche: der freie Sonntagnachmittag <3

Mehr Sonntagsfreude, Gedanken und Beiträge so bunt wie das Leben, sind hier zu lesen. Allen da draußen einen schönen Sonntag!!!!

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Heimat

Was ist eigentlich die Heimat? Ein Ort, an dem man wohnt? Ein Ort, an dem man aufgewachsen ist? IMG_2454Der Ort, in dem man die letzten 10-20 Jahre verbracht hat oder was eigentlich? Der Begriff Heimat beschreibt laut Wikipedia meist einen Ort, an dem man seine frühen Sozialisationserfahrungen macht, sozusagen die Wohnstatt, in die man hineingeboren wird. Doch im Zeitalter der Berufswanderungen kann ein Kind auch während seiner frühen Sozialisationserfahrungen durch Jobwechsel der Eltern, Versetzungen etc. durch mehrere Umzüge auf diese erste Begriffserklärung bei Wikipedia keine rechte Heimat empfinden, oder?

Ein kluger Mensch sagte einmal, dass die Heimat dort sei, wo das Herz ist. Auf IMG_2381mich trifft das zu. Nur dass hierbei mein Herz irgendwie in zwei Teile geteilt werden muss. Zum einen habe ich meine tatsächliche Heimat, also meine Umgebung von Geburt bis zum 19. Lebensjahr an der Nordsee, nicht allzu weit vom Wasser entfernt. Meine zweite Heimat habe ich in meinem jetzigen Wohnort gefunden, an dem ich nun  mittlerweile auch fast zehn Jahre wohne. Dazwischen war ich mal hier und mal da, rastlos, auf der Suche, nirgendwo so ganz zu Hause.IMG_2300

Wenn ich in meine Heimat an die Nordsee fahre, freue ich mich auf das ganz flache Land, die vielen Weidetiere, die Landluft auf dem Dorfe und die frische Brise am Deich. Ich freue mich über das moderige Watt und auf die salzige Luft, die sich um Haut und Haare schmiegt und dann ihre typischen Spuren hinterlässt. Es gibt so viele schöne Orte in meiner ersten Heimat – nur dass mir das während meiner dortigen Wohnzeit nie so richtig klar war und ich die Schönheit dieser Gegend erst nach und nach wahrgenommen habe, nachdem ich sie in jungen Erwachsenenjahren verließ.

IMG_2304Meine neue Heimat hier ist da so ganz anders. Hier gibt es ein kleines „Gebirge“, viel Waldhang und tierische Besonderheiten – fast schon irgendwie gegenteilig zur Gegend meiner Kindertage. Es gibt interessante Flecken in der Feldmark – sehr weitläufig und wunderschön. Viel Natur um eine Kleinstadt mit einem alten und charmanten Stadtkern. Da ich hier auch tolle Freunde gefunden habe, ehrenamtlich aktiv bin, in einer der örtlichen Grundschulen unterrichten darf und mich auch ganz wohl fühle, bin ich mittlerweile hier verwurzelt und würde auch nur ungern wegziehen. Hier ist ein großer Teil meines Herzens – ergo nicht nur meine Wahlheimat, sondern irgendwie auch meine richtige Heimat. Die Nordsee will ich natürlich nicht vergessen, aber so richtig verbunden gefühlt habe ich mich dort nicht. Und wie schön es hier ist, hatte ich dir ja immer mal in meinen Beiträgen gezeigt. Deswegen siehst du hier noch mal ein best-of der heimatlichen Bilder 🙂

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Die Idee zur Liebeserklärung an meinen Wohnsitz stammt übrigens von Doris, die in ihrem Blog <meinesichtderwelt> das Thema Heimat für sich, für ihre Patenkinder und für alle, die es lesen wollen definiert, erklärt oder einfach nur schön niedergeschrieben hat.                                                             @ Doris: Ich danke dir für den tollen Gedankenanstoß 🙂

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Kannst du (bitte) die Welt retten?

Mit diesem Post-It geschmückt, lag heute ein schöner Umschlag in meinem Postkasten. IMG_2612Für einen kurzen Moment war ich verwirrt, aber dann fiel mir wieder ein, was mir die Botschaft sagen soll. Na klar, ich hatte doch vor etwa einer Woche etwas über die „denkreiche“ (im Sinne von „lass einen reichhaltigen Gedankenregen über dich kommen“ – ach ich liebe meine Wortschöpfungen, ab und zu fällt mir ja was Kreatives ein…) Aktion der Erinnerungsguerilla gelesen. Na das hört sich ja sehr aufrührerisch an, magst du vielleicht nun denken. Ja etwas provozierend soll es sein, aufrührerisch im Sinne von revolutionär – allerdings im Positiven – wohl auch, aber was ist eine Erinnerungsguerilla??? „ErGuer“, wie sich das soziale Kunstprojekt in Shortcuts-Manier nennt, ist eine soziale Bewegung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in die Kunst des Philosophierens einzuführen. Also mal ganz platt gesagt: Sie stellen Fragen, auf die nicht gleich geantwortet werden soll – es soll eher darum gehen, in uns Menschen etwas zu bewegen, uns gedanklich zu beschäftigen oder einfach mal den Fokus auf eine bestimmte Fragestellung zu lenken, die vielleicht so banal sein kann, dass wir im Alltagsgeschehen gar nicht mehr an solche Dinge denken. Die Fragestellungen der Erinnerungsguerilla sind vielseitig. Man kann dort sogar eigene Fragen vorschlagen. Die Fragen, die für das Projekt geeignet sind, werden dann auf Klebezettel gedruckt, damit sie verbreitet werden können. Denn das ist ein sehr wichtiger Bestandteil!

Die Aktion ist eine organische Aktion und lebt von der Verbreitung durch Menschen. Jeder der mitmachen möchte, kann sich ein Klebezettel-Set bestellen und die entsprechenden Fragen überall dort verkleben, wo sich Menschen aufhalten und darüber ins Grübeln kommen oder miteinander ins Gespräch kommen können. Frei nach dem Motto „kleb dir eine“ soll jeder Mitwirkende seine ausgewählten Zettel verbreiten, das geklebte Post-It vielleicht fotografieren oder sich sonst irgendwie im Forum über die Orte seiner Hinterlassenschaften äußern. Da ich dieses Projekt unbedingt unterstützen möchte, habe ich auch gleich drei Klebeblocks angefordert:

Besonders gut gefallen mir die selbstkritischen Fragen: Wofür bist du (heute) dankbar? und Tut es gut, was du machst? Denn, wenn ich jetzt mal kurz für mich sprechen darf, frage ich mich das viel zu selten und mache viel zu oft das, was von mir verlangt wird. Dabei sollte ich viele Dinge einfach mal mehr hinterfragen und überprüfen, warum ich es mache, ob es mir gut tut?IMG_2613

Und wenn ich mich das schon mal gefragt habe, kann ich auch gleich meinen Tag Revue passieren lassen und nachdenken, wofür ich dankbar sein kann. Ich bin mir sehr sicher, dass damit aus einem gefühlten sch…-Tag noch ein guter werden kann. Es kommt halt immer auf den jeweiligen Blickwinkel an! Du darfst  also gespannt sein, wo ich die Zettel so verteilen werde. Es kommt bestimmt noch mal zu einem passenden Beitrag 😉

Was hältst du von der Aktion? Hast du eine Idee für einen Ort in deiner Nähe, an dem das Klebchen einen guten Dienst verrichten kann? Ich freue mich auf deine Kommentare und sende dir bis dahin die allerliebsten Freitagsgrüße <3 🙂

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Gekreuztes Buch???

BookCrossing

Fast jeder kennt und liebt sie, einige haben es schon ausprobiert, andere träumen davon und wiederum andere schauen sich dazu Fernsehserien an und „durchkreuzen“ so ferne Welten. Was ist meine sind: Kreuzfahrten – viele Orte, viele Menschen, viele Eindrücke = ein imaginäres Überraschungsei… Gut, was Kreuzfahrten sind, kannst du dir bestimmt vorstellen. Was hat dies aber mit meinem Beitragsthema „gekreuztes Buch“ zu tun? Ganz einfach: Nicht nur du kannst auf Kreuzfahrt gehen, sondern auch (d)ein Buch! Ja genau, ab jetzt „cruisen“ unsere Bücher und erleben richtige Abenteuer. (mehr …)

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Unser „Baby“ ist ein Drache

Heute war es wieder so weit: Kunstunterricht für unser Projekt „Schulmaskottchen“.

Wenn du in letzter Zeit aufmerksam gelesen hast, hast du unsere Entwicklung bereits mitbekommen und wunderst dich nun nicht – überspring einfach die nächsten Zeilen… Für alle neuen Leser: Mit einer jahrgangsübergreifenden Klasse (Kl. 1+2) arbeite ich an einem Großprojekt: Wir „erfinden“ uns ein Schulmaskottchen. Die Wahl fiel vor zwei Wochen – oder war es nur eine Woche??? Die Zeit vergeht wie im Fluge – auf einen Drachen.

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Heute haben wir die bereits getrockneten Drachen aus lufttrocknender Tonmasse betrachtet und analysiert: Bei wem ist was abgebrochen? Warum sind manche Drachen komplett unversehrt? Worauf sollte man eigentlich achten, damit die Drachen durch das Trocknen nicht kaputt gehen? usw. Natürlich haben meine „Schnuffel“ des Rätsels Lösung schnell herausgefunden, so dass wir uns den entscheidenden Momenten bei der „Erfindung“ zuwenden konnten. Heute lag mein Fokus des Unterrichts daher auf der Körpergestaltung. Wir haben uns dazu zum einen die fertig modellierten Drachen angeschaut, sie verglichen und eine Körperstellung festgelegt: Unser Drache soll ein aufgerichteter Drache auf zwei Hinterbeinen sein, der auf seinen „Armen“ ein Schulbuch balancieren könnte. Außerdem haben wir uns viele verschiedene Drachenbilder angeschaut und über Merkmale abgestimmt, die „unser“ Drache schlussendlich haben muss.

Wir kommen also schrittweise näher. Da die Klasse besonders diplomatisch ist – oh man, was bin ich stolz auf sie!!!! – ging die Wahl recht schnell. Zu welchen Ergebnissen wir gekommen sind und was aus den bereits getrockneten Drachen wurde, kannst du dir auf meiner Projektseite „Maskottchen“ ansehen.

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wünschen [*txt]

Wünsch dir was, ein Song der Toten Hosen, der mich früher schon nachdenklich gemacht hat. Genaugenommen verspricht der Text eine bessere Welt – wenn Wünsche helfen würden. Die Realität ist da ganz anders. Kaum schlägt man die Tageszeitung auf, so wird man mit Artikeln konfrontiert, bei denen man am Wünschen nicht mehr vorbeikommt. Doch Wünsche für ein besseres Miteinander, eine gerechtere und vor allen Dingen ehrlichere Welt zerplatzen wie eine Seifenblase: Zunächst noch getragen durch den Wind, dann ein kleines <Peng>, sobald sie an einen Widerstand kommt.

Wünsche sind flexibel, passen sich an Gegebenheiten an. Ist es heute noch ein materieller Wunsch, kann es morgen schon ein Wunsch nach Nähe, Wärme, Geborgenheit sein und übermorgen vielleicht der nach einem besseren Gesundheitszustand. Ein Wunsch ist unterschiedlich konnotiert und hängt ganz maßgeblich von dem Wünschenden ab: Von seinen ureigenen Bedürfnissen, von seinen Träumen, Perspektiven oder aber auch von dem, was er anderen wünscht – als Gedankenspende. Vielleicht ist es auf der philosophischen Ebene auch mit dem Thema Zeit vergleichbar. Wie heißt es hier doch so schön auf manchen Grußkarten: Ich wünsche dir Zeit zum …, für …, um … – doch dies sei nur ein Hinweis am Rande. Ach was könnte ich mir jetzt die Finger wundtippen. Du würdest dich sicherlich irgendwann in meinem Gedankenwirrwarr verirren. Darum bleibe ich mal ganz pragmatisch und stelle das Thema wünschen mal aus den Augen meines Kindes dar.

Für sie ist es nämlich ganz brandaktuell und nicht erst deshalb, weil sie in zwei Wochen ihren achten Geburtstag feiert. Meine Große ist eine Träumerin mit vielen Wünschen. Sie ist unglaublich empathisch und hat feine Antennen für die Bedürfnisse anderer. Wenn sie am Wochenende mal in den logo!-Kindernachrichten vom Elend in der Welt – insbesondere von armen Kindern – erfährt, wünscht sie sich gleich bessere Bedingungen. Gleichzeitig hat sie – natürlicherweise – auch ganz eigene Wünsche. Sei es materiell, ideell oder perspektivistisch. Wie viele Mädchen ihres Alters wünscht sie sich ein Haustier, etwas zum Liebhaben, das nur ihr gehört (am liebsten ein Pferd). Sie wünscht sich aber auch richtig coole Klamotten, neue Cds, Bücher, Dvds oder sonstwas. Sie wünscht sich einen Engel, den sie sehen kann, aber auch, dass sie ihren verstorbenen Großvater einmal in ihren Träumen treffen kann. Vor dem Schlafen wünscht sie sich, dass ihr keine bösen Träume geschickt werden und dass morgen ein schöner Tag in der Schule ist und sich niemand dort streitet. Und für die Zukunft wünscht sie sich weiterhin gute Noten, damit sie einmal Tierärztin werden kann.

Es gibt Wünsche, die kann ich ihr erfüllen – und solche, bei denen mir fast die Spucke weg bleibt und ich nicht weiß, was ich ihr auf ihren Wunsch entgegnen soll. Aber warum auch? Gibt es etwa für alles eine Antwort. Wo bliebe denn die Magie des Wünschens, wenn bei jedem Fingerschnipp eine Jeannie herbeigeschwebt käme, die einmal mit dem Kopf nickt, zwinkert und damit jeden Wunsch in Erfüllung gehen lässt?? Das wäre doch zu leicht! Also behalten wir die Magie des Wünschens noch ein wenig bei, lassen uns den Song Wünsch dir was noch einmal gedanklich im Ohr erklingen und denken an den Teil, den wir selbst dazu beitragen können.

Ich glaube, dass die Welt sich noch mal ändern wird
und dann Gut über Böse siegt,
dass irgendjemand uns auf unseren Wegen lenkt
und unser Schicksal in die Hände nimmt.

Es wird einmal zu schön,
um wahr zu sein,
habt ein letztes Mal Vertraun.
Das Hier und Heute ist dann längst vorbei,
wie ein böser alter Traum.

Das wird die Zeit,
in der das Wünschen wieder hilft.

Dieser Text ist ein Beitrag zum [*txt]-Projekt eines österreichischen Worthelden.

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3D á la Kandinsky

In einer meiner dritten Kunstklassen erarbeite ich derzeit geometrische Kunst nach dem Vorbild von Wassily IMG_2591Kandinsky. Nachdem ich bereits in den zwei vorherigen Stunden einen theoretischen Input zum Künstler gegeben habe, ein Hintergrund angefertigt und erste Formen aus Tonpapier ausgeschnitten wurden, wird es am kommenden Donnerstag um den Sprung von der flächigen Gestaltung in die dreidimensionale Ebene gehen. Da es für meine Schüler immer sehr spannend und motivierend ist, selbst hinter Macharten zu kommen, arbeite ich gerne mit stummen Impulsen. Hierfür habe ich heute ein Beispielsobjekt gefertigt und die einzelnen Arbeitsschritte dokumentiert. Diese werden nämlich als Fotokarten an die Tafel geheftet, sobald die Schüler den „Trick“ herausgefunden haben – quasi eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung anstatt pupsnormalem Tafelanschrieb. Falls du durch meinen Beitrag und dem hier gezeigten Endprodukt inspiriert wirst, kannst du dich auf meiner Seite zum „Kunstunterricht“ etwas detaiilierter informieren und die Bilder für die Schritt-für-Schritt-Anleitung ansehen.

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#DeinDingChallenge

DDCSo nu isses vollbracht! Mein erstes „Ding“ meiner gestrigen Liste kann abgehakt werden, yeah!  @ Steffi: Nun gibt es einen Punkt für mich, lalalalala!!!! 🙂 Nun darfst du aber auch neugierig sein, aber vielleicht weißt du auch schon des Rätsels Lösung, da du meinen vorherigen Beitrag aufmerksam gelesen hast. Wie bereits angekündigt, haben meine Große und ich den Mutter-Tochter-Tag mit einem Kuchen beendet. Naja, was heißt schon beendet? Wir haben unsere wenigen Stunden der Zweisamkeit mit Reiben, Drücken, Zerquetschen und Kneten verbracht und dabei eine himmlische Apfeltarte gezaubert:

IMG_2585 Das Ganze mal in Bildern…

Mit einem Handrührgerät werden 125 g Mehl mit einer Prise Salz und 75g weicher Butter so richtig in Schwung gebracht. Dann werden 40 g Amarettini zerbröselt, mit 50 g Zucker und einem Päckchen Vanillezucker unter die Butter-Mehl-Masse gemengt. Die fertige Masse macht es sich auf dem Boden einer Tarte-Form oder einer Springform (24er) gemütlich und wartet auf die Apfelhaube. Derweil wird der Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorgewärmt, damit es das leckere Törtchen auch schön muckelig hat 😉

IMG_2593Nachdem etwa 750 g süß-säuerliche Äpfel ein Bad genommen haben, werden sie geköpft und gevierteilt (welch grausames Ritual…) und schlussendlich in ihre Einzelheiten zerteilt – genauer gesagt: mit dem Gemüsehobel in dünne Scheiben geschnitten. Dicht an dicht werden sie auf den Krümelboden drapiert und dürfen den letzten Weg ins Krematorium auf sich nehmen. Doch zunächst werden sie mit 25g geschmolzener Butter gebauchpinselt und mit einem Gemisch aus 20 g Zucker und 1/2 TL Zimt sowie einigen zerbröselten Amarettini zur letzten Ruhe gebettet. Im warmen Kämmerlein wird sie auf der zweiten Schiene von unten für etwa 30-40 Minuten eine letzte Metamorphose vornehmen. Erst dann droht das nahe Ende. Die letzte Reise. Die ewige Ruhe. In voller Schönheit mit unfassbar gutem Geschmack wird sie als leckerste Apfeltarte in aller Munde bleiben. Wie heißt es so schön: So lange die Erinnerung nicht stirbt…. Lecker war´s!!!! IMG_2594

Apfeltarte de luxe = MeinDing <3

Auf zum nächsten Teil der Challenge….

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