Klamottenerben

Kennt ihr Klamottenerben?

Also ich kenne das ja bereits aus meiner eigenen Kindheit. Es war immer ein toller Moment, wenn meine Eltern am Wochenende abends bei meiner Tante/Onkel waren und eine Klamottentüte mit ausrangierten Klamotten meiner Cousine mitgebracht haben. Am Sonntag morgen bin ich sofort nach dem Aufstehen in das Wohnzimmer gerannt und habe mich über die Tüte hergemacht. Es war sowas wie eine Wundertüte, denn neben Klamotten war auch mal ein Buch oder Spiel oder sonstwas dabei, das mein kleines Mädchenherz hat höher springen lassen.

Dieses schöne Erlebnis durfte meine kleine Tochter an diesem Wochenende ebenfalls erleben. In meinem Tatendrang des Umräumens, habe ich im Keller einen Karton mit Klamotten meiner Großen gefunden. Seitdem die Kleine auf der Welt ist, bewahre ich ja so einiges von der Großen auf, aber eine große Ausbeute war aufgrund der entsprechenden Größe noch nicht dabei. Nun ist aber alles anders, denn als die Große eine große Schwester wurde, trug sie die Größe 104 (jetzt bereits 140) und ab dem Zeitpunkt stapele ich Kartons im Keller. Zurück zum Ursprung!

Also schwer schleppend schnaufte ich die Kellertreppe hoch und bugsierte einen leicht instabilen und trotzdem randvollen Karton in unseren Flur, wo er auch prompt unten aufging. So kam es, dass ich vier Klamottentüten im Flur liegen hatte. Meine kleine Motte hörte es schon von fern und kam schnell in den Flur gerannt. Nachdem ich ihr erzählte, dass sie mir ruhig mal helfen könne, die Tüten in ihr Zimmer zu bringen, schaute sie mich fragend an: „Was ist da drin? Warum soll das in MEIN Zimmer? – „Da sind schöne Sachen zum Anziehen für dich drin.“ -„Oh, hast du die eben gekauft?“ – „Nein, die kommen aus dem Keller.“ – „Dann will ich sie nicht. Der Keller ist doof!“ – „Schau doch erstmal rein, das sind alte Sachen von deiner Schwester.“ – „Hmm, was denn?“ – „Hilf mir und dann schauen wir.“ – „Nö, mach du das lieber alleine…“ Tja, als Packesel ließ sie sich also nicht abstempeln. Dafür hat unser Gespräch die Große angelockt, die mir half und gleich alle Tüten aufreißen wollte. Was dann geschah, war wohl ein Bild für die Götter: Während die Große in Erinnerungen schwelgte und nach und nach geliebte Einzelstücke wieder in den Händen halten durfte, riss die Kleine gleich alles an sich und kommentierte jedes Stück. Ich lehnte mich also ein Stück zurück und genoss die Freude, die sich bei Beiden breit machte… Es folgte eine kleine Modenschau, bei der unter anderem Kleider und Pullis über den kleinen Körper gezogen und mir feierlich präsentiert wurden. Nun ist meine Kleine also auch eine Klamottenerbin und tritt daher in meine Fußstapfen – einschließlich des guten Gefühls, das mit der „Wundertüte“ verbunden ist. Herrlich!!!

Fischfang

Heute Abend habe ich im „Netz gefischt“ und gute Artikel zum Thema Autismus aus der Sicht eines Autisten gefunden. Im Zeitalter inklusiver Beschulung ein durchaus wichtiges Thema. Exemplarisch habe ich einen lesenswerten Beitrag (wunderbar kurzweilig geschrieben, sogar mit leicht spitzem Unterton) in meine Kategorie „Aus dem Netz gefischt“ aufgenommen und entsprechend verlinkt. Lasst euch drauf ein!

gewinnreicher Dezember

Nachdem ich bereits gestern meinen ersten Gewinn zugesandt bekommen habe, ist nun heute ein zweiter Gewinn eines Weihnachtsgewinnspiels eingetroffen. Noch nie hatte ich zuvor etwas gewonnen und nun gleich zweimal innerhalb einer Woche 😉

Zu verdanken habe ich unser neues „Haustier“ der Redaktion von cleverefrauen.de, die u.a. mich als Gewinnerin beim Weihnachtsbasar ausgewählt hatte. Die Freude war groß, sollte doch der Inhalt mit unter den Weihnachtsbaum. Durch Lieferverzögerungen kam es aber erst heute an.      Und tada (!) hier ist er: Der neue Showstar des Kinderzimmers; ein Chihuahua, der 16 Kunststücke vollführen kann und Kommandos ausführt!IMG_2222

Ich bin zwar kein Freund dieser possierlichen Tierchen, aber meine Große hat sich so sehr solch ein kleines Kerlchen gewünscht – an dieser Stelle muss ich erwähnen, dass sie eigentlich etwas Lebendiges haben wollte – dass der Gewinn gerade recht kam.

Etwas argwöhnisch betrachtete sie die pinke Farbe und zog gleich mal den Hundedress aus. Pink ist absolut nicht mehr ihre Farbe, aber da ich ja noch viel Stoff habe, soll es am passenden Dress nicht scheitern. Tja, dann ging es zur Sache: On-Schalter gesucht und dann:“Mama, den kannste wieder zurückschicken, der funktioniert nicht. Manno!“  Im Lieferumfang waren leider keine Batterien und der Haushalt gab auch keine mehr her. Wieso sind gerade heute keine Batterien mehr da??? Da heißt es jetzt nur geduldig sein und warten…. Morgen ist ja auch noch ein Tag für die Hundedressur 😉 Ihr dürft also auf das Urteil der jungen Hundetrainerin warten.

NACHTRAG: Mittlerweile haben wir das „Tier“ getestet und uns gekugelt vor lauter Lachen. Die erste Aufgabe einer Hundebesitzerin war nämlich, dem Tier einen adäquaten Namen zu geben. Sobald dem Tier der Name gesagt wird, reagiert er mit einem zustimmenden Bellen oder aber mit einem Gewimmer, weil ihm der Name nicht gefällt. Nach Elsa (Gejammer) wurde das Mädel in Anna umbenannt. Um Anna zu mobilisieren, muss man ihr festgelegte Kommandos geben. Diese haben wir sogleich ausprobiert und feststellen müssen, dass Anna teilweise fehlprogrammiert ist. Bei manchen Kommandos (Gassi, mach Tricks) weigert sie sich und bei anderen Kommandos macht sie einfach etwas anderes. Aber einige von ihnen funktionieren richtig gut! Anna hat uns eine Hundelied gebellt, einen Kopfstand gemacht, sich auf den Boden geschmissen und „gespielt“, getanzt oder gar mit lautem Geschnarche „geschlafen“. Auch das Aufstehsignal beherzigt sie ganz gut. Alles in allem war es eine heitere Wohnzimmerrunde, die sicherlich im Kinderzimmer noch seinen Fortlaufe nehmen wird. Heute hat sie allerdings ihren großen Auftritt in der Schule, denn montags ist immer „Mitbringtag“! wer weiß, vielleicht drehe ich ja noch ein kleines Video für YouTube und verlinken es hier. Aber erstmal müssen sich meine Große und Anna noch ein wenig aneinander gewöhnen, damit der Starauftritt unseres „Showstar Deluxe“ auch gut funktioniert.

Ich hab gewonnen!

Oh ich freu mich wie ein kleines Kind! Seitdem mir Natascha von Nataschas Kreativwelt mitgeteilt hat, dass ich bei ihrem Gewinnspiel gewonnen habe, fieberten meine Große und ich dem Päckchen entgegen. Und nu isses endlich da!!!

Ich bin zwar nicht so die Schminkikone und brezele mich lieber nur für besondere Angelegenheiten auf, aber meine Große liebt Nagellacke und wartete nur darauf. Groß war ihre Freude, als ich ihr das Fläschchen geschenkt habe.

NIMG_2221atürlich wollte sie gleich noch mehr abstauben, aber so richtige Schminke ist dann doch nichts für kleine große (ähem) Mädels, auch wenn sie ganz liebenswürdig und mit Wimperngeklapper gefragt hat. Probieren durfte sie dann aber den Lipgloss (sehr dezent, nude-rosa-aprikosenfarben mit Glitzer) und das Parfum (riecht so ähnlich wie Joop Le Bain, vanillig) und dann war ihre Glitzermädchenwelt in Ordnung. Der Rest ist dann aber wohl für mich- zumindest bleibe ich vorerst in diesem Glauben!

An dieser Stelle ein ganz herzlicher Gruß, verbunden mit einem großen Dankeschön an Natascha. Mein allererster Gewinn- ich kann es immer noch kaum glauben 🙂

Bloggen für einen guten Zweck

Mein tägliches Blogfeed machte mich heute morgen auf eine Blogger-Aktion von Jacobs aufmerksam. Der bekannte Kaffeemagnat tut Gutes und spricht darüber – wie es so schön heißt. Nein, Spaß beiseite, hier geht es um ein ernstes Thema!

Jacobs unterstützt die Bildung in entwicklungsbedrohten Ländern und sammelt Ausbildungsstunden für das SOS-Sozialzentrum „Nueva Vida – Neues Leben“ in Kolumbien. Spenden kann jeder Konsument durch die Registrierung seiner Jacobs-Treue-Taler (Jacobs Treueprogramm), die auf den Jacobs- und Tassimo-Verpackungen zu finden sind. Drei registrierte Taler ergeben dabei eine gespendete Ausbildungsstunde.

Wir Blogger können sogar noch mehr tun, indem wir auf diese Aktion aufmerksam machen. Jeder eingereichte Blogbeitrag wird mit ganzen 15 (!) Ausbildungsstunden honoriert. Da mache ich doch gern mit – insbesondere als Lehrerin liegt mir das Thema Bildung/Ausbildung am Herzen und stellt für mich die einzige Möglichkeit dar, jungen Menschen in benachteiligten Regionen wahrhaftig zu helfen und ihnen langfristig Chancen auf einen Ausweg ihrer derzeitigen Lage zu bescheren.

Im Fokus dieser Maßnahme stehen insbesondere junge alleinerziehende Mütter, die aufgrund ihrer jungen Mutterschaft weniger Chancen für die Zukunft haben. Hier kommen die SOS-Kinderdörfer ins Spiel: Denn damit sich die Mütter bilden und ausbilden lassen können, müssen ihre Sprösslinge liebevoll betreut und umsorgt werden. Im SOS-Kinderdorf „Nueva Vida – Neues Leben“ werden die Familien daher mit regelmäßigen Mahlzeiten, bei Bedarf durch psychologische Unterstützung, durch medizinische Versorgung oder durch eine kostenlose Rechtsberatung unterstützt. Gute Voraussetzungen für junge Mütter!

Also schließt euch an und macht mit! Zur Aktion geht es hierlang

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Was Neues

Hallo ihr Lieben,

ich habe gerade mal eine Extra-Seite bei mir eingefügt, auf der ich zukünftig so einiges verlinken werde. In der Kategorie „Aus dem Netz gefischt“ könnt ihr nun lesen, was mir in den Zeiten des Surfens begegnet und beschäftigt. Diese Seite arbeitet jedoch nicht mit Benachrichtigungen über neue Inhalte, so dass ich euch empfehle, dort ab und zu mal einen Blick zu riskieren… Heute mal was Ernsthaftes, das mich sehr beschäftigt!

Queen of the day

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Nachdem ich mir für das neue Jahr vorgenommen habe, auch mal etwas Zeit für mich zu nutzen, ist es mir am gestrigen Abend auch gelungen. Zur Belohnung eines überaus beschäftigungsreichen Nachmittages habe ich mir einen Tee gegönnt. Welche Tasse könnte dann dazu besser passen als das Geschenk lieber Freundinnen nach der bestandenen Masterprüfung? Quasi ein Genussmoment mit literarischem Hintergrund (hihi).

Also zum Tagesgeschehen: Eigentlich hatte ich mir nichts weiter für diesen Tag vorgenommen. Außer: aufräumen, putzen, Wäsche falten und natürlich mit den Kindern spielen. Ist ja eigentlich nichts Aufwändiges, Anstrengendes oder sonst was Besonderes. Doch irgendwie blieb es nicht bei diesen kleinen Tätigkeiten, die der „braven Hausfrau“ doch spielend leicht von der Hand gehen. Die „Desperate Housewive“ sucht sich dann doch eher richtige Herausforderungen. Aufräumen und Putzen wurden nebenbei mal hier mal da erledigt und dann kam mir die Idee: Ich beklebe meine neuen Schlafzimmerfenster mit Milchglasfolie – komplett ebenerdig zu wohnen ist ja ganz toll, aber wenn dann jeder (theoretisch) ins Schlafzimmer schauen kann, ist das dann doch nicht mehr so behaglich. Wie immer, hab ich meine vor mir liegende Aufgabe leicht unterschätzt. Erstens wollte sich die Folie nicht zuschneiden lassen, zweitens nicht von der Schutzfolie lösen und drittens war das eh alles blöd! Da ich aber einen festen Willen habe und immer alle Probleme kampfbereit angehe, habe ich mich langsam der Lösung angenähert. Die Folie war zugeschnitten, von der Schutzfolie gelöst und dann…. SCH….!!!!!! Die Folie verklebte sich quer in der eigenen Beschichtung. Oh man! Da hilft kein Meckern, da muss man langsam und mit Geduld und Spucke die miteinander verklebten Flächen lösen. Tja und dann reißt das Ding oben ein. Wieder SCH….! Der kleine Zwerg, alarmiert von meinem Gefluche, schreitet mit kleinen Tapsen in den Raum und starrt mich entgeistert an: „Mama, man darf nicht SCH… sagen!“ Wie ich meiner Süßen beigebracht habe, ist das nämlich ein böses Wort – hereingetappt in die Mama-Falle versuche ich mich zu erklären, schicke sie wieder zum Spielen und kämpfe weiterhin mit meiner Folie. Nach ner gefühlten Ewigkeit hatte ich das erste Fenster beklebt und machte mich an das zweite. Auch hier gab es Probleme – warum muss ich auch immer alles alleine probieren?- die dann nach ner weiteren Ewigkeit gelöst wurden. Chackaaa, geschafft! Meine Fenster haben jetzt ne tolle Milchglasfolie und niemand kann mehr reinschauen – ein tolles Gefühl!

Den Rest des Nachmittages gab es einen Spielemarathon mit meinen Mädels: etwa 20 Runden MauMau, 5 mal „Mein erstes Memory“, 2 mal „Sternenschweif: die geheimnisvolle Verwandlung“ und „Ich sehe was, das du nicht siehst“.

Dann war es Zeit für meinen Genussmoment: eine Tasse Tee und Artikel in der „Nido“ lesen.

Mach was draus!

heute ist ein Tag, an dem ich alles gleichzeitig mache: Den Dreck vom letzten Jahr beseitigen, mit den Kindern kreative Ideen umsetzen (aktuell erwecken wir Steine zum Leben), meinen täglichen Blogfeed lesen und zwischendurch mal ne Pause einlegen. Ach was sind Ferien doch schön!!!

Bei Katja von http://maedchenmitherz.de habe ich eine wunderbare gedankliche Inspiration bekommen.jahreswunsch 2015

Wie oft sagen wir uns „im nächsten Jahr mache ich dieses und jenes“ oder „neues Jahr – neues Glück“ oder was auch immer sonst noch in diese Kategorien gehört… Zu Beginn ist man motiviert und lässt sich doch viel zu schnell von der alltäglichen Mühle einholen, verwirft seine Vorsätze (sofern man welche hatte) und lässt sich vor den altbewährten Karren spannen! Die vielen guten Wünsche, die per WhatsApp, Mail oder gar persönlich eintrudeln werden dabei freundlich lächelnd und wohlmeinend gut in Empfang genommen – bleiben aber meistens inhaltsleere Floskeln. Katja hat sich dazu ein Mini-Poster gemacht und es gut sichtbar aufgehängt. Da ich gerade keinen Drucker zur Verfügung habe, kann ich ihr nicht nacheifern. Denn zum Nacheifern oder auch als Gedankenstütze hat sie dieses „Poster“ allen Nutzern zum Download zur Verfügung gestellt. Schaut ruhig mal rein, ist ein schöner kreativer Blog einer „Bloggerin mit Herz“!

Ich habe mir überlegt, wie ich ihr Motto am besten umsetzen kann – auch ohne Drucker.

Da dieser Blog in diesem Jahr vielleicht so etwas wie ein „what happens in my life“ Geschreibsel wird, poste ich doch Katjas Motto auch im ersten Post des neuen Jahres. So hab ich es für mich präsent und werde hoffentlich daraus mein Credo für 2015 ableiten. Jawoll, ich meine das ernst!

Was wäre das Leben, wenn wir nicht den Mut hätten, etwas zu riskieren, zu wagen, oder gar sich an etwas Wichtiges zu erinnern!!!! So what: take it simple and with passion!!!!!

Alles neu macht der Mai!

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Hä? Wieso denn Mai, stimmt doch gar nicht! Alles neu im Dezember war die Devise der vergangenen Tage. Umräumen bis zum Abwinken und das mit vielen Hindernissen!

Der letzte Rest – oder das, was vom Tage übrig blieb

Angefangen hat alles ganz harmlos mit dem Umräumen meines Arbeitsbereiches aus dem Schlafzimmer in das Wohnzimmer. Opfer dabei war nur eine kleine Alu-Fußleiste, die sich durch Hauruck-Aktionen meinerseits etwas verbogen hat und nicht mehr auf dem Boden in der Türzarge liegen wollte. Kann man ja wieder gerade rücken! Es folgte die Verlegung meiner heißgeliebten IKEA-Expedits vom Schlafzimmer in den Flur. Bis auf eine Kommode und einem riesigen Kleiderschrank war das Schlafzimmer nun leer – ein neues Bett wartete bereits auseinander geschraubt im Keller.

Zur großen Freude meiner Ältesten habe ich ihr einen Zimmertausch angeboten, so dass sich ihr Reich nun sichtbar vergrößerte. Es fehlten dann nur noch ihre Möbel! Ist doch ein Klacks, dachte ich, das haben wir schnell erledigt! „Kein Problem, wir bekommen das schon hin!“ Klappte mit den kleinen Möbeln auch echt gut: geringfügig erleichtern und dann ab auf nen kleinen Teppich und ruck-zuck über den Flur geschoben.

Irgendwann machte sich meine Erkältung deutlich bemerkbar und zeigte mir, dass ich meine Kräfte ziemlich überschätzt habe. Also doch warten, bis männliche Hilfe am Abend nach der Arbeit eintrifft? Nein, ungeduldig wie wir Mädels nun mal sind, wollen wir es jetzt und sofort! Es eilten zwei Helfer herbei und packten an: der Mädchenkleiderschrank wechselte flugs die Räume und mein großer Kleiderschrank wurde abgebaut. Wir dachten, dass nun das Schlimmste überstanden sei und entschlossen uns, das IKEA-Metallhochbett im Kinderzimmer abzubauen und das neue Elternbett aus dem Keller zu holen und aufzubauen. Wenn das alles nur so einfach gewesen wäre, wie es der Plan war!

Den insgesamt dritten Abbau verweigerte das gute Stück. Keine Möglichkeit, die Schrauben aus dem Gestänge zu ziehen, weil die Gewinde tief reingerutscht sind und kein Rankommen mehr möglich machte. Meine Laune veränderte sich schlagartig; Optimismus und Euphorie verwandelten sich in Ratlosigkeit und Zweifel. Ein Freund der Familie blieb aber ruhig und wollte es durch die Türen zirkeln. Das Problem an dem Plan war aber unser verwinkelter Flur: passt nicht! Ein neuer Plan: „Wir heben das Bett durch die Fenster und zirkeln es um die Mittelholme herum“. Mit drei Erwachsenen und etwas hin und her haben wir es geschafft: Das Hochbett stand im Garten! Nun nur noch einmal rum und dann durch das andere Fenster wieder rein, dann haben wir´s. Wir hoben es an, drinnen wurde gezogen und dann steckten wir in der Falle. Der Abstand von Wand zu Fenster ist im neuen Zimmer etwas geringer als im alten! Wir wollten nur noch Sch… schreien und rissen uns zusammen. Nochmal raus, Bett anders gedreht und durch die andere Fensterseite rein (Abstand zur Wand ist hier größer). Der Plan war gut und die Umsetzung besser als mit der ersten Methode – es fehlten aber trotzdem noch 1,5 cm! Ich rief nach der Flex und wollte die Bettbeine kürzen, aber unser Handwerker vom Dienst behielt die Ruhe und löste ein Fußplättchen ab (immerhin ein knapper cm). Wie sollte es anders sein – es passte immer noch nicht! Jetzt aber die Flex – rief ich – hat ja so keinen Sinn! Nein, unser „Mann der Stunde“ wollte es nochmal anders machen. Meine Geduld war vorüber. Ich fügte mich nur noch und dachte mir meinen Teil. In Gedanken suchte ich schon im Keller nach der Flex und siehe da! Mit ganz viel Gefühl, nem eingequetschten Finger und ner Macke in der Wand war das Bett endlich im neuen Zimmer! Meine Tochter überschlug sich vor Freude und freute sich schon auf die erste Nacht im neuen Zimmer. Emsig wie ein Bienchen räumte sie Regale ein, richtete ihren Stofftieren einen Platz in ihrem Bett ein und legte die Gästematratze für ihre kleine Schwester in ihrem neuen Zimmer aus – die Schwestern halten zusammen und verbringen die erste Nacht im neuen Zimmer gemeinsam!

Nun ja, wir Erwachsenen hatten ja auch noch viel zu tun und bevor es zur Pause mit gelieferter Pizza kam, wurde noch so manches im neuen Schlafzimmer gerückt und aufgebaut.

Mittlerweile ist immer noch nicht alles an seinem Platz, aber hey – Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut!

Fazit: eine verbogene Fußleiste, zwei Macken in der Wand, kleine Kratzer auf dem Boden aber ein ganz glückliches Mädchen

Der Vampir neben mir

Es sind schon ein paar Tage seit meinem letzten Post vergangen und auch ne ganze Menge passiert – wenn ich in den nächsten Tagen mal ein wenig mehr Zeit habe, wird davon was „abgeliefert“.

Vorstellen möchte ich euch aber den nicht veröffentlichten Teil der „Biss-…“-Bücher. Stepheny Meyer hat ihre Geschichten zwar unglaublich spannend und lesenswert, aber eben nicht realistisch geschrieben. Dafür sorge ich jetzt: „Biss zum Überleben“ – heißt meine Geschichte; kein Roman, aber ein Bericht….

Seit einigen Jahren habe ich mein wohnliches Kleinod neben einem Vampirtempel gefunden. Hier lebt es sich ganz wunderbar: ein nah gelegener Wald mit wilden Tieren (Wildschweine, Rotwild, Füchse und Eulen wurden gesichtet – der Fuchs schleicht sich sogar in den Garten), finstere verwinkelte Waldwege, herrliche Steigungen zum Hausberg, geheimnisvolle Verstecke. Rundum ein Idyll, das zahlreiche Menschen zum Geocaching, Wandern, Spazierengehen oder Schlendern anlockt. Warum nicht auch Vampire? Immerhin wohnen die Wölfe auch nicht allzu weit entfernt (da wären wir wieder bei den unterschiedlichen Protagonistenfamilien der Biss-Serie von Stepheny Meyer). Nun denn, ich habe mich mit den örtlichen Gelegenheiten arrangiert und um den Vampirtempel stets einen großen Bogen gemacht. Frei nach dem Motto: Wen ich nicht sehe, sieht mich auch nicht… Obwohl, wie war das noch mit den geheimnisvollen Dingen? Verlockend sind sie ja schon irgendwie – aber nein, ich gehe da lieber auf Nummer sicher!

Jedes Jahr zum 26.12. laden die Vampire zum feierlichen Treffen ein. Eine große „Anhängerschaft“ versammelt sich auf dem Hof. Man kann es schon mit einem Gewimmel im Bienenkorb vergleichen… – es wird immer mehr! Was verbirgt sich hinter diesen Wiederholungstätern? Sind wir bald alle von gebissenen Individuen umgeben? Ist eine Invasion zu befürchten? Meine Neugier verstärkte sich bereits im letzten Jahr, doch dann fehlte mir letztendlich der Mut, mir ein eigenes Bild vom örtlichen Geschehen zu machen. In diesem Jahr fasste ich meinen ganzen Mut zusammen, ließ mich insbesondere von Steffis Blog (http://50dinge.blogspot.de) inspirieren und nahm den kurzen Weg bei Eiseskälte und strahlendem Sonnenschein auf mich!

Etwa fünf Minuten später befand ich mich im Eingang, wo ich auch gleich herzlich in Empfang genommen wurde. Um die Kinder zu besänftigen und ihren Mut zur Begleitung zu belohnen, bekamen sie dort beide eine Tafel zarteste Lindt-Alpenmilch-Schokolade in die Hand gedrückt (tja, wie man Kinder glücklich macht, wissen Vampire scheinbar sehr gut). Ok, Rückzieher war dann wohl zwecklos, wer nimmt schon einem Kind die Schokolade wieder weg?

Gut, der Clan hatte mich nun in seinen Fängen: Ich folgte willig den Anweisungen, zückte meine Legitimationskarte und ließ mich mit einem besonderen Klebchen abstempeln… Jetzt war ich in der Mühle – entrinnen zwecklos! Der Vampir war zum Biss bereit. Angst machte sich breit, als ich die langen scharfen Zähne sah, aber hey! – alles für einen guten Zweck.

„Biss zum Überleben“ – mein Blut für jemanden, der es nötiger hat als ich!  So rann der rote „Saft des Lebens“ meinen Arm hinunter und sammelte sich in einem Behälter. Damit war ich ERSTSPENDER und zukünftig wohl auch Wiederholungstäter.

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