— als zu der Weihnachtszeit! Oh ja, was war das für ein Heiligabend!

Morgens noch in aller Eile Geschenke verteilt, zu guter Letzt noch einen Weihnachtsstrumpf als Geschenkverpackung genäht (Geschenkpapier war ausgegangen), die letzten Einzelheiten eingekauft (es fehlte dann leider kurzfristig doch noch etwas für das Weihnachtsessen) und ganz schnell vor dem großen Auftritt das Engelskostüm verbessert. Kurz vor dem Zeitpunkt, an dem die Kirche rappelvoll wurde losgefahren und dann erstmal ganz tief durchatmen! Nicht so mit meinen aufgeregten Kindern: während sie sich im Keller der Kirche sammelten, den letzten Schliff ins Outfit steckten, schlug das Lampenfieber zu… „Ich möchte was essen, ich habe Durst, wann geht es los…“ vs. „Oh Mama, ich weiß schon alles, mach mir lieber nen geflochtenen Kranz – ich möchte doch keine Locken haben, ja ich pass schon auf die Kleine auf, wo sind meine Socken?“. Kurz und gut: zwei Kinder, die auf ihre ganz eigene Art nervös waren und mich in unterschiedlicher Art beanspruchten 🙂

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Etwa 5 Minuten vor der Aufführung hat sich die Kleine entschieden, doch lieber auf dem Schoß der Mama zu sitzen und keinen Engel im rappelvollen Haus zu spielen. Dass sie dann trotzdem von vielen Menschen bestaunt und mit „ach wie niedlich, ein ganz kleiner Engel“ kommentiert wurde, gefiel ihr aber ganz und gar nicht. Plötzlich läuteten die Glocken und alles wurde still. Abgelöst wurde dies durch ein Cellospiel, zu dem die Krippenspielkinder feierlich in die Kirche einzogen. – Was war das schön!!!!

Bei dem Anblick wurde es jedoch auf meinem Schoß unruhig. Mein kleiner Engel verrenkte sich den Kopf nach dem Cellospieler auf der Empore und entschied sich dann doch noch, vorn neben den anderen Engeln Platz zu nehmen. Es ging los! Alles klappte wie am Schnürchen – bis meine Kleine wieder unruhig wurde, immer wieder zwischen meinen Schoß und dem Platz im „Himmel“ wechselte und sich dann in ganzer Kleinkindmanier vor dem „Engelshimmel“ auf dem Kirchenfußboden auf den Bauch legte, den Kopf auf die Arme stützte und Anstalten machte, langsam einzuschlafen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was für ein Anblick das war (irgendwie süß)! So verbrachte sie die Zeit bis zum Einsatz des Engelschores, bei dem sie dann wieder in die Reihe hüpfte und viele Augenpaare auf sich zog. Ich könnte hiervon noch weiter schreiben, belasse es aber bei diesem Eindruck 🙂

Als die Kirche vorbei war, ging es bei Nieselregen zum Auto. Mein kleiner Engel war mittlerweile wieder fit, hüpfte wie der Duracell-Hase durch die Gegend und landete prompt im Matsch! => nun hatten wir einen matschigen weißen Engel, der sich vor seinem eingesauten Kleidchen ekelte und die kurze Autofahrt zu heimischen Gefilden nur schrie. Wie war das noch gleich mit den süßer klingenden Glocken????

Zu Hause angekommen wurde das Kind gesäubert und in trockene Tücher gehüllt- ach nee, das war ja das Christuskind, das in trockene Windeln gehüllt in der Krippe lag (ein Wortspiel sei mir aber an dieser Stelle gestattet). Nun denn, als wir alle einigermaßen gefasst waren, durfte das Wohnzimmer geentert werden. Der Baum erstrahlte in schönstem Licht und trug Geschenke unter seinen Ästen.

Bei uns war es in diesem Jahr so, dass wir die Geschenke ausgewürfelt haben und die Spannung so steigerten. Das war der schönste Moment, allein die strahlenden Kinderaugen waren ein Gedicht. Alle kurzen und kleinen Katastrophen waren vergessen!

Die kamen jedoch wieder beim Fondue herbei… blubberndes Fett und überschlagende Flammen, die sich am Fonduetopf entlangschlichen. Kurze Scheckmomente später haben wir auch das Weihnachtsessen hinter uns gebracht und leiteten zum gemütlichen Teil des Abends über: gesungene Weihnachtslieder, ein bunter Teller und schlussendlich viel Spaß beim gemeinsamen Uno-Spiel bis 23 Uhr –  denn dann waren die Kinder wirklich geschafft und wir Erwachsenen nach dem Aufräumen auch 🙂

Ich hoffe, ihr hattet auch ein turbolentes, spannendes oder einfach nur besinnliches Weihnachtsfest. Für die kommenden Tage wünsche ich an dieser Stelle noch frohe Weihnachten und danke für die vielen Leser, die sich seit der letzten Woche auf meiner Seite eingefunden haben 🙂

Raffael und Gabriel

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