Schlagwort: Konkurrenz

Die Würfel sind gefallen => Tollabox vs. Wummelkiste

Wie die Zeit vergeht… ich glaube es kaum! Nun sind schon knapp vier Monate vergangen, seitdem wir die Tollabox und die Wummelkiste zum Ausprobieren bekommen haben. Den Beginn meiner damaligen Testrunde markierte dabei ein Beitrag, der für mich eigentlich ganz spannend war. Beide Boxen kamen fast zeitgleich bei uns an, so dass die Kinder kaum warten konnten, um die Boxen zu erobern. Damals leitete uns das Motto: Auf in den Konkurrenzkampf  und zog spannende Abenteuer mit sich. Während zunächst klar war, wer wohl das Rennen machen würde, zog doch noch die andere Themenbox nach. Die Tollabox wurde zuerst unter die Lupe genommen und hat damit das Rennen in Punkto Attraktivität und Motivation für sich entschieden (Testbericht der Tollabox). Der damit verbundene Praxistest sorgte aber für einen kleinen Nachteil gegenüber der Wummelkiste, die mit 5 von 5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ein  ♥ mehr als die Wummelkiste bekam.

#tollabox #wummelkisteDoch was ist nun mit einer Langzeitüberprüfung? (mehr …)

Alles, was ich nicht hab´… => [*.txt]

Neidisch bzw. etwas betreten schaue ich auf die „perfekten“ Lebensgebilde meiner Freunde, Bekannten oder Kollegen. In jedem dieser individuellen Lebenskonstrukte „sehe“ ich etwas, das ich für mich gern hätte: Sei es das heimelige und urig gemütliche Haus, das moderne große Auto, der liebevolle und zugewandte Mann, die wundervolle „Normalfamilie“ oder das prall gefüllte Portemonnaie. „Deine Sorgen möchte ich haben“ ist dann schon mal lapidar zu hören, wenn man den Sinn des jeweiligen Gemeckers nicht ganz nachvollziehen kann. Wie so oft wird nämlich auf viel zu hohem Niveau gemotzt und der Blick nicht auf das Wesentliche gerichtet, sondern als selbstverständlich abgetan. Immer höher, schneller, weiter ist die Devise, nach der viele Menschen zu leben scheinen. Dein Haus, dein Auto, deine Familie! Wer hat das größte Stück vom Kuchen?

Der Anfang meines Beitrags <neidisch> ist daher zweideutig zu sehen. Natürlich hätte ich gern mehr vom Leben, ein festes Konstrukt, in dem ich halbwegs sorglos die Aufgaben des Lebens meistern kann. Aber ist es das wirklich? Kann ich nicht viel zufriedener sein, wenn sich der Blick von „dein“ auf „mein“ richtet? Wenn mir bewusst wird, was ich habe und wie ich lebe.  Dass ich kein „perfektes“ Gebilde brauche – das zwar unerschütterlich erscheint, jedoch schon an vielen Ecken bröckelt -, um mich wohl zu fühlen und zufrieden zu sein. Was brauche ich denn wirklich, was ich nicht schon habe?

Meine Kinder sind gesund, mein Beruf macht mir Freude, mein Auto fährt noch, mein Heim ist gemütlich und bietet viel Platz, mein Portemonnaie ist noch nicht leer. Warum „sehe“ ich das nicht und lasse mich viel zu sehr von dem lenken, was ich nicht habe? Ist das vielleicht ein stückweit menschlich, den Fokus zu sehr auf das „dein“, das „du“ oder „euer“ und „ihr“ zu richten? Nicht wirklich! Meines Erachtens macht das die Gesellschaft schon mit uns und wir springen auf diesen Zug auf. Du bist der Führer deines Zuges und ich führe meinen. Ob beide in die gleiche Richtung fahren oder in verschiedene, ist doch „wurscht“. Mein Leben ist gut so wie es ist! Deins auch???

IMG_3147Dieser Text ist ein Beitrag zum [*.txt]-Projekt des Österreichers Dominik Leitner. Die Vorgabe für das sechste Wort, um das sich diese Zeilen drehen, lautete: <dein>. Was ich draus gemacht habe, habt ihr schon lesen können. Welche Texte andere wiederum dazu produzieren, könnt ihr hier lesen.