Im heutigen Gastbeitrag schreibt Sarah Jane über ihre Erfahrungen beim Umziehen mit Kindern und stellt bereits Vermutungen an, wie es beim nächsten Umzug sein könnte. Doch dieser Umzug sollte dann endgültig sein – in ein eigenes Haus zieht man ja nicht alle Tage….

ZwergenzimmerchenIm nächsten Jahr wollen wir in unser eigenes Haus ziehen. Natürlich freue ich mich darauf, denn dann haben wir endlich mehr Platz und müssen unter keiner Vermieterin mehr leiden. Aber Angst habe ich dennoch, denn bis zu unserem Einzug wird noch eine verdammt anstrengende Zeit vergehen. Und wovor ich am meisten Angst habe: der Stress, der auch Streit mit dem Mann bringen wird. Und das wird ganz bestimmt passieren, denn wenn ich an unsere vorherigen Umzüge denke, dann weiß ich, dass es bei uns nicht ohne geht. Liegen die Nerven erst einmal blank, dann stört auf einmal jede Kleinigkeit. Ich glaube aber, dass es nicht nur bei uns so ist.

Als wir vor 6 Jahren zusammengezogen sind, da habe ich mich in der Umzugszeit wirklich gefragt, ob es die richtige Entscheidung war. So einen Umzug gibt es eben nicht ohne Stress und die Zeit die man sonst in Ruhe zusammen verbringen kann, die geht halt bei der Renovierung drauf. Aber nach dem Einzug war alles schnell wieder gut und aller Kummer und Stress schnell wieder vergessen!

Vor 2 ½ Jahren kam dann der Umzug in eine größere Wohnung, mittlerweile mit einem Kind. Das ist noch einmal eine ganz andere Herausforderung gewesen. Was mich dabei genervt hat: ich habe mich größtenteils um das Kind gekümmert und nicht so viel gemacht, wie ich es gerne wollte. Auf der anderen Seite war es vor allem eine schwere Zeit für den Sohn. Er war da gerade 1 ½ Jahre alt und hat an den Wochenenden dann auch viel Zeit bei den Großeltern verbracht, denn ein bisschen wollte ich auch mithelfen. Viel Streit mit dem Mann gab es nicht, denn jeder hatte seine Aufgaben und somit hatten wir gar keine Zeit zum streiten. Passend zum Umzug wurde der Sohn krank und musste von den Großeltern abgeholt werden. So habe ich auch da wieder viel verpasst, aber das Kind geht vor und hat sich zum Glück recht schnell in der neuen Wohnung eingelebt. Ein Umzug mit Kind ist eben doch etwas anderes. Man muss sich an Zeiten halten und auch das Packen von Kartons kann sehr zur Herausforderung werden. Er hatte zum Glück Spaß beim Helfen. Ich werde nie vergessen wie wir zusammen in der Küche auf dem Fußboden saßen und alles eingewickelt haben. Und obwohl er erst 1 ½ Jahre alt war ist alles heil geblieben. Man muss nur etwas Vertrauen haben, denn Kinder in dem Alter helfen gerne mit.

Bei den beiden Umzügen spreche ich übrigens von ungefähr einem Monat Umzugszeit.

Bei unserem Hausbau werden es mehrere Monate sein, in denen wir sehr viel zu tun haben werden.

Auch wenn wir ein Fertighaus bauen und viel machen lassen, bleibt trotzdem Arbeit für uns übrig und ich weiß jetzt schon, dass mein Mann wohl größtenteils auf der Baustelle sein wird (wenn er nicht auf der Arbeit ist) und ich mich um die Kinder kümmern werde. Ich habe eben kein handwerkliches Talent, da wäre jede andere Aufgabenteilung völliger quatsch. Natürlich werde ich auch mit den Kindern auf der Baustelle vorbeischauen und wenn möglich helfen. Eben so wie es gerade zeitlich passt und wie es meine nicht vorhandenen Talente zulassen. Und so wie ich mich kenne, werde ich dann sehr eifersüchtig sein, weil ich trotzdem nicht genug mitbekomme. Aber das ist dann ja mein Problem!

Ihr kennt das doch auch oder bin ich mit diesem Problem alleine auf der Welt?

Sobald der Stress mehr wird, gibt es auch Streit, denn wenn alle fertig mit den Nerven sind, dann wird jede Kleinigkeit zum Problem. Ich fange dann auch gerne an aufzurechnen, also wer z.B. mehr oder weniger zu tun hatte. Und wenn es mir alles zu viel wird, dann fließen sicherlich auch wieder Tränen bei mir.

Aber da mein Mann und ich das jetzt schon vorher absehen können, unterhalten wir uns schon sehr viel über die kommende stressige Zeit. Wir wissen, dass es Streit geben wird, aber wir wissen auch, dass wir uns schnell wieder vertragen werden. Denn dieser Stress ist für einen guten Zweck: unser eigenes Zuhause!

Eure Sarah

Sarah Jane TreuÜber die Autorin: Sarah bloggt seit Ende 2014 auf zwergenzimmerchen.de. Sie ist 2fach Mama (Sohn 2011/ Tochter 2014) und bloggt über ihr Leben als Mutter und Frau und schreibt über alles, was das Leben so für sie bereithält. Zusammen mit ihrem Mann und den Kindern wohnt sie in Minden und steckt gerade voll im Projekt „Hausbau“.

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