Als ich im letzten Jahr das erste Mal ein Bloggertreffen besucht habe, war ich noch ziemlich grün hinter den Ohren. Völlig unbedarft machte ich mich daher auf den Weg und war sehr gespannt, mit welchen Menschen ich es zu tun bekommen würde. Die Mischung war sehr unterschiedlich: Profiblogger und Hobbyblogger gleichermaßen. Die Profis haben nicht nur durch ihren Erfahrungsvorsprung geglänzt, sondern gleich mit hübsch gestalteten Visitenkarten auf sich aufmerksam machen können – wie dumm, dass ich keine hatte… 

Zwar hoffe ich, dass ich auch durch meine offene Art punkten konnte – immerhin haben sich einige Kontakte danach intensiviert, aber in punkto Netzwerken wäre eine Visitenkarte noch mal ein Tüpfelchen auf dem I gewesen. Aber auch nach dieser Erfahrung habe ich noch keine eigenen Visitenkarten gestalten lassen – ich war so unschlüssig …

Brauchen Blogger eigene Visitenkarten?

Ja und nein! Es kommt halt immer darauf an, was man mit seinem Blog aussagen und erreichen möchte. Ein Blog, der auf Monetarisierung und Kommerzialisierung ausgerichtet ist, sollte meines Erachtens über vernünftige Visitenkarten verfügen, um Gesprächspartnern nach einem persönlichen Kontakt auch noch durch ein visuelles Mittel auf seinen Blog hinzuweisen. Was nützt ein gutes Gespräch, das nach einer Weile schon erste Erinnerungslücken aufweist: „Wie hieß die Person noch gleich und welchen Blog führt sie/er?“ Gerade auf Messen, bei denen viele unterschiedliche Gesprächspartner vorhanden sind, ist eine Visitenkarte zur Festigung eines ersten Eindrucks sinnvoll. Wie sieht es aber aus mit Bloggern, die ihren Blog lediglich als Hobby schreiben und Freunde, Angehörige oder Interessierte nur über die verschiedensten Ereignisse ihres Lebens auf dem Laufenden halten wollen? Diese Entscheidung wird sicherlich ganz individuell ausfallen.

In meinem Fall habe ich feststellen können, dass das Interesse an meinen Berichten/Texten/Gedanken und Anregungen doch stetig wächst und sich Kooperationen je nach Thema durchaus lohnen können. Tja und nach dem vierten Bloggertreffen ohne Visitenkarten habe ich dann doch noch welche drucken lassen… Doch zuvor musste ich mir erstmal so meine Gedanken machen: Was soll drauf? Welches Design? Bei welchem Anbieter lasse ich drucken? Welche Kosten dürfen entstehen?… Fragen über Fragen!

Visitenkarten für Blogger – das sollte drauf:

  • Hast du ein Bloglogo oder ein entsprechendes Design, das für deinen Blog aussagekräftig ist? Wenn ja, gehört das natürlich unbedingt auf deine Karte – deine Karte ist (neben einem ersten persönlichen Eindruck) so etwas wie ein Aushängeschild. Ein bindendes Glied zwischen deinem Blog und dir als Blogverantwortliche/r. Also zeig, was du hast! In meinem Fall ist das natürlich ganz klar der Drache, den ich im letzten Jahr für meine Klasse „erfunden“ habe und der mich nun in vielen Bereichen meines beruflichen und privaten Lebens begleitet :-).
  • Dein Blogname darf natürlich auch nicht fehlen! Und vergiss nicht die entsprechende URL, denn dein Gesprächspartner soll deinen Blog auch nach dem persönlichen Gespräch wiederfinden.
  • Wer bist DU? Als verantwortliche Person, darf dein Name/dein Synonym natürlich nicht fehlen. Den Gesprächspartner interessiert es doch brennend, mit wem er sich so nett und informativ unterhalten konnte.
  • Wie kann man mit dir in Kontakt treten? Gib an, wie du erreicht werden möchtest: E-Mail-Adresse oder aber Social-Media-Kanäle – hier entscheide jedoch klug! Wo bist du aktiv und welche Kanäle sind dir persönlich wichtig – inhaltsleere Icons füllen nur das kleine Visitenkartenformat und sehen ggf. eher wie eine Ordensammlung älterer Würdenträger aus…
  • Themengebiet: Worüber bloggst du? Zeig deinem Gegenüber, für welche Inhalte dein Blog steht.
  • Das wäre dann so das Wichtigste, was ich mir für meine eigenen Karten zu Herzen genommen habe. Im Smartphone-Zeitalter kannst du auch noch noch darüber nachdenken, ob du einen QR-Code abdrucken lassen möchtest, aber das bleibt ja jedem selbst überlassen – ebenso wie die Darstellung eines überzeugenden Fotos deiner Person.

Deine Visitenkarte – selbstgemacht oder gedruckt

Das Wichtige ist, dass du dich mit dem Visitenkartendesign und den Möglichkeiten per Schrift und Bild auseinandersetzt, um hinterher ein tolles Ergebnis zu haben, das du gern unter die Leute gibst. Doch die Vielzahl der Designmöglichkeiten kann mitunter schon ganz schönes Kopfzerbrechen bereiten. Je nach Anbieter hast du eine sehr große Auswahl. Oder aber du gestaltest komplett alles selbst – auch da hängt es von deinem Programm oder von Freeware im Internet ab, welche Designvielfalt angeboten wird. Unabhängig vom Design stellt sich auch noch die Frage des Formats: Zwar gibt es ein recht übliches rechteckiges Visitenkartenformat, doch einige Anbieter haben sich auch von der ursprünglichen Form gelöst und bieten individuelle Formate an. Lass dich doch einfach mal inspirieren…

Und wenn du deinen Karten noch eine individuellere Note verleihen möchtest, kannst du im Rahmen diverser DiY-Ideen noch den einen oder anderen Clou hervorzaubern. Wie wäre es mit angenähtem Stoff für einen Nähblog oder mit gestempelten Accessoires für die Scrapbooking-Blogs? Nützliche Hinweise habe ich auch hier gefunden:

Visitenkarten anfertigen lassen

Nachdem ich mich vorerst mit der eigens gedruckten Karte beschäftigt hatte und ein paar der kreativen Tipps aufgegriffen habe, war ich mit dem Ergebnis doch nicht so ganz zufrieden und verteilte sie beim kommenden Bloggertreffen nicht. Ich entschied mich also, das Ganze etwas professioneller anzugehen und habe bei Bloggertreffen nachgefragt: Von welchem Anbieten sind deine Karten? Wie bist zu mit dem Service zufrieden? Gab es Schwierigkeiten bei der Erstellung deiner Karten usw.? Kurzum, ich löcherte was das Zeug hielt.

Nachdem ich bei Vistaprint und moo verschiedene Designs angeschaut hatte und immer wieder Probleme mit meinem eigenen Logo hatte – das war mir nämlich wichtig – habe ich Kontakt mit einer Onlinedruckerei aufgenommen, die als Online-Service der Kölner Druckerei Hemmersbach die digitale Kundenversorgung übernimmt. Dort war der Service einfach phänomenal gut! Meine Ideen und Vorschläge wurden besten Gewissens und recht zügig umgesetzt. Auch bei kleinen Änderungswünschen wurde Freundlichkeit und Service groß geschrieben – gerade bei meinem Drachen musste digital etwas nachgeholfen werden… Ich bin nach wie vor begeistert :-).

Manchmal ist eben nicht die erste Wahl im Google-Ranking die beste Wahl… Der Bericht spiegelt meine persönliche Meinung wieder, denn gerade bei den Problemen, die andere Anbieter mit meinem Designwunsch hatten, haben sich deutliche Serviceunterschiede gezeigt. Deswegen freue ich mich auch so sehr, meine eigenen Visitenkarten für den Blog nun endlich in den Händen halten zu dürfen und sie zu den bisher drei anstehenden Bloggertreffen in diesem Jahr unters Bloggervolk bringen zu können :-).

Visitenkarten für Blogger

Wie ist eure Meinung zu Visitenkarten?

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10 Comments on Visitenkarten für Blogger

    • hallo Michelle,
      danke für deinen Kommentar! Da hab ich doch glatt auch mal auf deinen Blog geschaut und gesehen, dass du dich auf dem Bloggermarkt schon gut etabliert hast. Wie hältst du es denn mit den Visitenkarten? Hast du darüber schon gebloggt?
      Liebe Grüße
      Yvonne

  1. Wow, die sind aber schön geworden! Der Drache kommt richtig gut raus. Ich habe meine ersten Visitenkarten für den Blog mit Masking Tape selbst gestaltet. Die nächste Marge werde ich aber drucken lassen, denn seit kurzem habe ich einen neuen Schriftzug!

    Auf welchen Blogger Events bist Du denn dieses Jahr? Vielleicht sehen wir uns – ich würde mich freuen!

    Viele liebe Grüße, Küstenmami

    • Hallo nach Kiel 🙂
      Danke für dein Kompliment zu meinen Karten!
      In diesem Jahr werde ich bislang zu zwei privat organisierten Treffen gehen, ein Treffen im Rahmen der Bielefelder Elternblogger-Gruppe vom Elternbloglabel und im Mai zur Blogfamilia :-).
      Falls du zufällig auch zur Blogfamilia gehst, wäre das ja wundervoll!
      Liebe Grüße
      Yvonne

  2. Die sehen wirklich sehr schick aus! <3
    Ich hab mir letztes Jahr auch endlich welche drucken lassen, nachdem ich auf einem Event etwas blöd da stand.
    Nun müssen neue her, weil sich URL und Design geändert haben. Mal sehen, wann ich das endlich wieder schaffe.
    LG,
    die Alltagsheldin

    • Danke für das Kompliment 🙂
      Ich hatte im letzten Jahr auch URL und Design gestaltet, deswegen hatte es sich vorher noch nicht so gelohnt.
      Es ist halt schon mit einigen Überlegungen verbunden, sich welche drucken zu lassen. Aber ich bin ganz zufrieden – das nächste Event darf dann ruhig kommen, ohne dass ich betreten zur Seite schauen muss, wenn das Thema auf den Tisch kommt.
      Liebe Grüße
      Yvonne

  3. Ein Thema was ich nun schon des öfteren gelesen habe und ich bin ganz Deiner Meinung, Visitenkarten sind immer dazu da um dem Gegenüber etwas von sich da zu lassen, neben dem bleibenden Eindruck, sind das nun mal die Kontaktdaten. Eine Visitenkarte ist fix überreicht, als wenn man erst Zettel und Stift suchen muss.
    Sehr schicke Visitenkarten hast Du da.
    Ich habe noch keine, da ich im Moment keine Blogger Event Besuche geplant habe bzw. zu keinem eingeladen bin 😀

  4. Die Visitenkarte ist wirklich sehr schön geworden und vor allem individuell. Die bleibt garantiert im Gedächtnis!
    Tatsächlich kann es sich lohnen, verschiedene Online Druckereien miteinander zu vergleichen und sich erst einmal ein paar unverbindliche Designvorschläge machen zu lassen, bevor man sich entscheidet. Es gibt mittlerweile so viele Anbieter, das man schnell den Überblick verliert und tatsächlich haben viele Online Druckereien auch unterschiedliche Schwerpunkte.

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