Als ich den Begriff „Sketchnotes“ als Aufgabe für die „Blog Buddies“ erstmals hörte, wusste ich: „Das wird eine Herausforderung!“

Als kreativer Kopf sollte ich hiervor eigentlich nicht scheuen, dennoch habe ich vor Sketchnotes großen Respekt. Zumindest vor den Sketchnotes, die sich von einfachen Kritzeleien unterscheiden und mit kleinem Effekt eine riesig große Wirkung erzielen.

Was sind Sketchnotes?

Bestimmt hast du schon mal Sketchnotes gesehen, ohne zu wissen, dass es dafür einen Begriff gibt. Du siehst sie häufig auf Postkarten, Plakaten oder aber in Meetings usw. – meistens auch noch in Verbindung mit populärem Handlettering. Die Kunst dabei ist, mit Schrift und Bildern einen kurzen und prägnanten Eindruck zu hinterlassen. Optimalerweise ist beides in Kombination so auf den Punkt, dass es kaum weiterer Worte bedarf, um die Aussage der Sketchnotes zu verstehen.

Auf den Punkt gebracht bedeutet dies: Ein bildhafter Notizzettel, der in Verbindung von Skizze/Zeichnung und Schrift wichtige Aussagen beinhaltet.

Eine sehr ausführliche Anleitung zur Erklärung von Sketchnotes mit vielen einfachen Beispielen habe ich bei Frau Hölle finden können. Man möchte gleich zum Stift greifen!

Sketchnotes als Herausforderung

Im Sinne gegenseitiger Vernetzung in der Blogosphäre hat Carla aka Frollein Keks im Oktober eine Idee zur gemeinsamen Blog-Vernetzung konkretisiert. Nun ist es also so weit! Zusammen mit anderen Blog Buddies gehöre ich damit zu einer Gruppe, die sich gegenseitig Aufgaben stellt und miteinander teilt. Gerade bei so viel Übel in der Szene – in den letzten Wochen kochte auf unterschiedlichen Ebenen einiges hoch – ist ein gemeinsames Projekt doch mal ganz nett.

In meiner Gruppe geht es um Kreativität. „Jippieh“, mein erster Gedanke. „OMG“, mein zweiter! Nun ja… Da ich ja kein Spielverderber sein möchte und ich Sketchnotes im Prinzip ganz interessant finde, begab ich mich ans Werk. Doch bevor ich einen Stift in die Hand nahm, grübelte ich über das richtige Thema nach. Nachdem ich die erste Idee – Rezept skizzieren – über Bord geworfen habe, blieb ich beim Thema Baustelle hängen. So schaute ich nach entsprechenden Anregungen und wurde fündig. Im Kopf stand mein Konzept, denn für meine eigene Baustelle muss ich ja so einiges im Kopf behalten. Doch wie so oft in letzter Zeit, habe ich auch diese Idee ganz weit in den Hinterkopf geschoben. ganz konkret änderte sich dies nämlich durch meine Unterrichtsvorbereitung.

Sketchnotes für den Unterricht

In meiner vierten Klasse geht es derzeit um das Thema Märchen. Während wir uns in der vorigen Woche dem Thema allgemein annäherten und Grundlegendes erarbeiteten, soll es in dieser Woche um das Untersuchen von Märchen gehen. Die Schüler untersuchen verschiedene Märchen, stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest. Auf der Grundlage ihrer Ergebnisse schreiben sie dann in den nächsten Tagen ein eigenes Märchen.

Und genau da knüpft meine Idee für Sketchnotes in meinem Unterricht an. Anfangs skizzierte ich recht zögerlich etwas auf dem Papier.

Sketchnotes Bleistift

Doch dann steigerte ich mich zu einem vorzeigbaren Endprodukt.

Sketchnotes farbig

Bei den Kindern hinterließ ich damit einen bleibenden Eindruck. Sie fanden es so gut, dass es mittlerweile laminiert wurde und an unserer Märchenpinnwand hängt. Für ihre Mappe wollten sie auch sowas, denn das wäre ja viel cooler als eine schnöde Mindmap mit Stichworten.

Und wenn es dazu beiträgt, dass sie sich die Stichworte durch die Bilder tatsächlich besser merken und schon beim Blick darauf entsprechende Einfälle zum Schreiben eines eigenen Märchen haben… Was will ich mehr??? In dem Fall kann ich wirklich sagen, dass Sketchnotes als Mittel für visuelles Denken funktionieren.

Tja und nun überlege ich doch tatsächlich, mich mit dem Thema „Sketchnotes“ noch weiter zu befassen. Wenn ich manche Skizzen aus dem Ärmel schütteln und das dann mal eben so an der Tafel  mit den Lerninhalten verbinden kann, kommt das meinen Schülern sicherlich auch wieder zugute. Für den Anfang habe ich bei pheminific eine gutes und informatives Tutorial für die Basics gefunden.

Und damit ich weitere Anregungen habe, schaue ich doch gleich mal bei den Blog-Buddies vorbei :-). ich bin ja schon gespannt, was Carla im Laufe der Woche zu diesem Thema aufs Papier bringt.

Wer neugierig auf alle Beiträge der Blog-Buddies ist – insbesondere zu den Aufgaben der übrigen 6 Gruppen – wird hier fündig. Ich klick mich mal durch 🙂

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13 Comments on Visuelles Denken durch Sketchnotes

  1. Ich war gerade dabei mein Seminar für morgen vorzubereiten als ich auf deinen Blogeintrag stoß. Vielen Dank, dass du mir ein wenig die Angst vorm Sketchen genommen hast. Zwar kann ich wirklich nicht so toll zeichnen wie du, aber visuell unterstützen tut es auf jeden Fall 🙂

    • Danke für deinen Kommentar!
      Ich habe mich einfach hingesetzt und gemacht. Viel radiert habe ich trotzdem und wenn man genau hinschaut, ist auch nicht alles Gold, was glänzt. Der Eindruck ist das, was bleibt. Da schaut keiner auf Perfektion. Also nur Mut!!
      Liebe Grüße,
      Yvonne

  2. Huhu meine liebe..

    Also ich muss gestehen, mir was der Begriff sehr Fremd und du hast ihn sehr schön erklärt.
    Die Zeichnung finde ich sehr süß 😉
    Es wäre interessant zu erfahren, was du uns noch so erzählen und zeigen wirst, wenn du dich weiter damit beschäftigst 😉

    Alles liebe

  3. Wie großartig! Ich bin nun endlich dazu gekommen, mit deine anzusehen – um dich auch gleich verlinken zu können. Ich schreibe noch ganz kurz meinen Artikel und dann geht es los. Soo toll, dass du mich als Blog Buddy so super unterstützt und motivierst! 🙂 Danke!

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