Braucht der Blog einen Newsletter?

Schon seit meinem letzten Bloggertreffen in Hamburg frage ich mich, ob ich für den Blog einen Newsletter brauche… Viele Blogs haben einen eingerichtet und schwören drauf. Ich selbst habe mich bereits über nützliche Plugins und Programme zur Erstellung eines Newsletters informiert, aber bislang zögere ich noch und frage mich einmal mehr, ob mein Blog überhaupt einen Newsletter braucht…

 #bloggeralphabetGründe für einen Newsletter

Also wenn man die Profis fragt, führt an einem Newsletter kein Weg dran vorbei. Immerhin steht damit ein Tool zur Verfügung, das dem Newsletter-Abonnenten ganz gezielt die wichtigsten Neuigkeiten und Blogbeiträge eines gewissen Zeitraumes in kompakter Form zur Verfügung stellt. Das hat immerhin den Vorteil, dass der werte Leser sich so ganz bewusst die Zeit nehmen kann, die Beiträge seines Lieblingsbergs in Ruhe anzuschauen – und so auch nichts verpasst, das im zeitraubenden Alltag durchaus mal untergehen kann. Also zumindest ist das der theoretische Hintergrund, um einen Newsletter als Service für einen Blogbetreiber anzubieten. Als Dankeschön für das Vertrauen des Lesers wird oftmals ein Goodie angeboten: Ein Freebook, Freebies, eine besondere Gewinnspielchance oder aber ganz exklusive Informationen nur für Newsletter-Abonnenten. So weit so gut. Hört sich doch alles vorteilhaft an! Immerhin kann ja der Leser entscheiden, ob er sich durch ein Newsletter-Abonnement weiter an den Blog seines Vertrauens binden möchte und ihn bei Nichtgefallen auch recht problemlos wieder abbestellen.

Newsletter- Vorteile für Blogbetreiber

Für den Blogbetreiber steht jedoch ein anderer Grund im Fokus: Hier werden E-Mailadressen gesammelt, die in vielerlei Hinsicht für den Blog von Vorteil sein können. Hast du einen bekannten Blog mit großer Leserschaft, hilft dir das ungemein. Mit der Zeit kannst du deine Stammleserschaft in Bezug auf Interessengebiete eingrenzen und darüber einen Rückschluss zu den jeweiligen Interessen ziehen – vorausgesetzt du bietest einen interessengesteuerten Newsletter an. Gerade bei Blogs, die mehrere Themengebiete bedienen, kann dies sowohl für den Leser als auch für den Blogbetreiber nützlich sein.

An dieser Stelle gebe ich auch gern zu, dass meine Leserschaft sehr bunt gefächert ist. Während einige großes Interesse an meinen DiY-Anleitungen/-Anregungen haben und die Beiträge zu den Rezensionen und Produktvorstellungen gern außer Acht lassen, sind andere Leser eher an meinen Beiträgen psychischer Art, den privaten Anekdoten oder aber an meinen Erfahrungen und Tipps zum Bloggen – wie Blogumzug und SEO – interessiert. Das sehe ich auch gerade an den fulminanten Zugriffszahlen, die ich für meine Rezension zum Nachschlagewerk „Bloggst du schon?“ derzeit ernte. Also in der Hinsicht könnte man meinen, dass sich die Einrichtung eines Newsletters lohnen würde. Dennoch habe ich mich dagegen entschieden.

Entscheide selbst, ob du einen Newsletter brauchst…

Mein Blog ist eben das, was mich interessiert – und das ist halt viel. Ich kann gut damit leben, wenn nicht jeder Beitrag von allen Lesern gelesen wird – ich interessiere mich ja auch nicht für jeden einzelnen Beitrag anderer Blogs. Aber ich entscheide gern selbst, was ich genauer betrachte und was halt eben nicht. Deswegen habe ich auch keine Newsletter anderer Blogs abonniert – ich abonniere gern klassisch oder über einen Feedreader. Denn der Feedreader bietet mir auch eine gute Übersicht über das, was in anderen Blogs geschieht (ich persönlich favorisiere ja Bloglovin, wo es meinen Blog auch im Abo gibt…) – und dann entscheide ich wiederum, was ich mir mal genauer ansehen möchte. Dabei achte ich natürlich auf Überschriften und kurze Inhaltsangaben, aber das ist ja wiederum auch ein anderes Thema, dem ich mich vielleicht auch noch mal näher widmen möchte…

Kurzum: Auch wenn ich mir Gedanken zu Mailchimp und anderen Newsletter-Anbietern gemacht habe, wird es an dieser Stelle keine Newsletter-Einrichtung geben. Ich weiß nicht, ob ich das Ganze irgendwann anders sehe – also in ein paar Jahren, wenn mein Blog und seine Leserschaft gewachsen sein sollte 🙂 – oder ob ich nie an den Punkt komme, weil das Bloggen in meinem Leben einen anderen Stellenwert bekommen hat.

Im Moment ist alles gut so wie es ist!

Die Idee, meine Gedanken zum Einrichten eines Newsletters in Worte zu fassen, hatte ich schon öfter. Einfach mal gegen einen Strom schwimmen. Letztendlich angestoßen wurde ich aber durch das aktuelle Thema des #bloggeralphabets. Denn das ist gerade beim Buchstaben <E> angekommen: E- wie E-Mails, der wichtigen Basis für die Newsletter im Allgemeinen.

12 Comments on Braucht der Blog einen Newsletter?

  1. Tanjas Bunte Welt
    2. März 2016 at 8:31 (5 Monaten ago)

    Hallo,
    ich mag die Newsletter nicht wirklich. Aus Zeitgründen ist mir eine Mail bei einem neuen Blogbericht lieber. So habe ich auch einen besseren Überblick. Ehrlich gesagt, gucke ich mir meist die neuesten Beiträge an und will mich nicht nach hinten durchklicken wollen.
    Liebe Grüße
    Tanja

    Antworten
  2. Mädchenpapa
    2. März 2016 at 9:30 (5 Monaten ago)

    Hallo Yvonne,

    mir geht es da in unserem Blog ein bißchen wie Dir: ich bin hin und her gerissen, ob bzw. eher wofür ich einen Newsletter gebrauchen und nutzen könnte.

    Soll und möchte ich wirklich die Blogartikel in einem gesonderten Mailing verbreiten?
    Auf der anderen Seite: warum eigentlich nicht?

    Es gibt einiges Für und Wider… und ich denke, bei einem beruflichen Projekt mit Gewinnerzielungsabsicht würde ich es auf jeden Fall machen. Bei unserem kleinen privaten Blog wäre es vermutlich unnötig.

    Just my two cents…

    Antworten
  3. Jana
    2. März 2016 at 10:38 (5 Monaten ago)

    Also ich persönlich bekomme schon genug Newsletter, da muss ich nicht noch neue „beantragen“ oder verschicken! Ich finde, das soll jeder für sich entscheiden! Bei einer riesengroßen Leserschaft ist das vielleicht eine interessante Idee, aber unser Blog wird das sicher noch lange nicht brauchen! 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

    Antworten
  4. Sabienes
    2. März 2016 at 10:42 (5 Monaten ago)

    Zwei meiner Blogs haben einen Newsletter – die anderen Blogs nicht. Mir ist es nicht klar, warum ich den Newsletter von einem anderen Blog abonnieren sollte, wenn dort nur der letzte Blogartikel veröffentlicht wird. Aber ich habe mir sagen lassen, dass diese Form von manchen Lesern bevorzugt wird, weil sie nicht so gerne den Feed abonnieren wollen.
    Ich frage mich aber wirklich, warum ich Email-Adressen sammeln sollte …
    LG
    Sabienes

    Antworten
    • Limalisoy
      2. März 2016 at 10:56 (5 Monaten ago)

      Hallo Sabienes,
      das mit dem Sammeln von E-Mailadressen soll von Vorteil sein, wenn man interessengesteuerte Newsletter einrichtet und ganz gezielt für bestimmte Aktionen/Gewinnspiele oder aus anderen Gründen Leser auswählen möchte – so zumindest wurde mir das von bekannteren Bloggerinnnen beim Bloggertreffen erklärt. Möchte jemand im kleinen Kreis etwas starten, kann man auf sowas zurückgreifen. Da mein Blog recht klein ist und ich weit ab von irgendwelchen exklusiven Events und Aktionen für ausgewählte Leser bin, spielt das Sammeln von E-Mailadressen für mich keine Rolle und ich entnehme deiner Antwort, dass auch für dich solche Aktionen irrelevant sind.
      Welche Erfahrungen hast du denn generell mit deinen Newslettern sammeln können? Werden die gut angenommen und mit welchem Tool hast du sie eingerichtet?
      Deine Antworten interessieren mich brennend!
      Liebe Grüße
      Yvonne

      Antworten
  5. Nicole
    2. März 2016 at 11:36 (5 Monaten ago)

    Interessanter Beitrag!
    Ich habe ebenfalls keinen Newsletter. Ich kann einen großen Vorteil gegenüber dem normalen Abo auch nicht erkennen. Die Leser die immer über neue Beiträge informiert sein möchten ohne die Seite zu besuchen, bekommen damit doch direkt eine Nachricht.
    Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich selber keine Newsletter mag. Ich habe durchaus welche abonniert, öffne diese aber nur sehr selten. Meist wandern sie direkt in den Papierkorb.

    Liebe Grüße
    Nicole

    Antworten
    • Nicole
      2. März 2016 at 11:38 (5 Monaten ago)

      P.S.: Bloglovin‘ gefällt mir ebenfalls am besten. Dort schaue ich täglich nach was es bei den anderen Blogs Neues gibt. Leider verwenden nur sehr wenige Leser dieses Tool. Ich kannte es vor meinem Blog auch nicht.

      Antworten
  6. Steffi
    2. März 2016 at 11:47 (5 Monaten ago)

    Hallöchen!

    Wir schwimmen gemeinsam im Strom 🙂

    Die Blogs, die ich selbst lese, verfolge ich im feedreader. Trotzdem habe ich einige Newsletter abonniert. Z.B. von healthyhabits.de. Patrick und Jasmin schreiben sehr persönliche Texte, die man auf dem Blog nicht findet. Nur kurz wird auf die letzten Blogposts verwiesen.

    Newsletter, die nur voller Werbung oder langweiliger Zusammenfassungen sind, bringen für mich keinen Mehrwert.

    Gruß
    Steffi

    Antworten
  7. gunwalt
    2. März 2016 at 12:48 (5 Monaten ago)

    Hallo,
    ein klassischer Newsletter bringt nur was, wenn tatsächlich etwas zu berichten ist und zwar in einer gewissen Regelmäßigkeit.

    Ich kann aber dieses Medium gut nützen, um meine Bloginhalte zu publizieren. Manche Themes bieten das an und in Zusammenarbeit mit dem Plugin jetpack funktioniert das gut; jeder meue Blogeintrag wird in die Mailingliste als Newsletter verschickt. So handhabe ich das in meinem Blog, http://www.gunwalt.de/blog/

    Gruß gunwalt

    Antworten
    • Limalisoy
      2. März 2016 at 13:34 (5 Monaten ago)

      Hallo Gunwalt!
      Danke für deinen Kommentar. Mir geht es vordergründig auch um den Mehrwert, den der Leser durch einen Newsletter bekommt. Ständig Berichte mir Werbeinhalte etc. bieten keinen Mehrwert an. Zwar achte ich sehr genau Tarif, in meinem Blog eine gute Mischung der Berichte hinzubekommen und blogge nach Plan – vor allen Dingen, um nicht zu viele Rezensionen/Produktvorstellungen oder Blogparaden auf einmal zu liefern – aber als Newsletter könnte das wohl auch zu langweilig sein. Den Tipp mit Jetpack finde ich sehr nützlich, denn auch ich nutze Jetpack für andere Aspekte. Dass damit auch ein Newsletter einzurichten ist, wusste ich bis eben noch nicht. Herzlichen Dank und viele Grüße, Yvonne

      Antworten
  8. Thao
    2. März 2016 at 15:13 (5 Monaten ago)

    Schöner Beitrag 🙂
    Ich finde Newsletter ehrlichgesagt nervig. Ich melde mich mal an für Freebies oder so, aber danach, wenn ich das habe, was ich wollte, nervt mich das gespamme nur noch. Ich öffne die Newsletter nichtmal und lese sie eh nicht und ich denke das geht bestimmt auch vielen anderen so.

    Und ich glaube ich wäre jetzt zu faul um regelmäßig einen Newsletter zu schreiben, haha 😀

    LootieLoo’s plastic world

    Antworten
  9. Sabine
    2. März 2016 at 20:10 (5 Monaten ago)

    Hallo Yvonne,

    ich mag keine Newsletter. Nicht nur bei Blogs. Wird mir deren Zustellung auf einem Portal angeboten, klicke ich stets auf NEIN. Ich fühle mich dadurch bedrängt. Daher werde ich auf meinem Blog keinen anbieten. Aber ich finde es gut, dass dein Beitrag beide Seiten beleuchtet und auch die Vorteile zeigt. LG, Sabine

    Antworten

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