Wer liebt es nicht: ofenwarmes Baguette mit schmelzender salziger Butter oder leckeren Frischkäsedips, selbstgemischter Frühlingsquark oder Schmand-Zwiebeldip… Mir fällt da noch so einiges ein, denn in meinem Hause gibt es öfter mal selbstgemachtes Baguette! Allein der Duft, der nach kurzer Backdauer aus der Küche durchs Haus wabert, lockt zahlreiche hungrige Mäuler an. Viel zu aufwändig denkt ihr? Keineswegs! Den Weg zum nächsten Bäcker kann man sich für ganz wenig Aufwand nämlich sparen…Ich hoffe, mit meinen einleitenden Worten habe ich euch neugierig gemacht. Nein? Oje, dann muss ich mir mal was einfallen lassen! Wie wäre es mit einem Bild? Ja ich glaube, ich lasse an dieser Stelle mal Bilder sprechen…

Baguette Parisienne

Spätestens jetzt bereue ich, dass der herrliche Brotgeruch nicht per Internet übertragbar ist, denn ich wette, dass euch dann das Wasser im Mund zusammenlaufen würde…

Bevor ich aber das Rezept verrate, möchte ich noch auf ein paar Fragen eingehen, die im Rahmen einer Aktion zur gesunden Ernährung an die Teilnehmer gerichtet wurden.

Was gehört für dich zur gesunden Ernährung?

Für mich und meine Kinder darf es dazu gern frisch sein. Frisches und knackiges Gemüse, das in mundgerechte Stücke geschnitten ist und somit von ganz allein in den Mund wandert. Meine Erfahrung: Wenn ich den Kindern einen Zauberapfel oder Apfelspalten schneide, werden sie viel lieber gegessen als wenn ich Ihnen einen ganzen Apfel zur Verfügung stelle. Manchmal darf es dann natürlich auch mal ein besonderer Augenschmaus sein – wenn das Abendbrot besonders kindgerecht zubereitet wird oder ein Gemüseteller optisch etwas aufgehübscht wird… – so als Schmetterling oder Raupe oder was mir gerade sonst so einfällt :-)! Häppchen mit Fantasie sind übrigens immer begehrt – dann wird sogar Pumpernickel mit Käse gegessen…

Häppchen für Kinder Passen Genuss und gesunde Ernährung für dich zusammen?

Definitiv! Wenn ich etwas Gutes esse und dabei genieße, ist das gleich doppelter Genuss. Gehe achtsam mit deinem Essen um, denn Ernährung ist nicht nur ein Zweck zum Überleben, sondern ein wichtiges Element unseres Lebens. Sich nicht zwischendurch die Zeit für Genuss zu nehmen, ist meines Erachtens eine Sünde ;-).

Wie schaffst du es im (hektischen) Alltag, dich gesund zu ernähren?

Indem die Obstschale meistens gefüllt ist und ich immer wieder darauf zurückgreife, wenn ich mir schon kein gesundes Mittagessen koche. Da beide Kinder in Schule und Kindergarten Mittagessen bekommen, lasse ich mein eigenes (gesundes) Mittagessen durchaus mal ausfallen. Aber immer öfter nehme ich mir eine halbe Stunde , um etwas Schmackhaftes zuzubereiten. Länger darf es im Alltag nicht dauern, denn wenn das Essen auch noch genossen werden soll, ist die Zeit insgesamt doch knapp bemessen. Rezepte für gesunde 30- Minuten-Essen gibt es ja auch in Hülle und Fülle. Hier eine kleine Auswahl meiner 30-Minuten-Hits:

30-Minuten-EssenBrokkoli-Schaumsuppe; Rindersteak mit gebackenen Karottensticks, Prinzessbohnen und Kräuterquark, Hähnchenbrust mit Tomate-Mozzarella, Ofenkartoffeln und Cocktailtomaten; Rinderfilet mit Feldsalat und Tomate; Chinakohlpfanne mit Hüttenkäse und Walnüssen, Shrimps mit Lauchzwiebeln, gebratener Paprika und Rukola

Nutzt du spezielle Zubereitungsmethoden, welche kannst du empfehlen?

Ich liebe Kurzgebratenes mit gutem Öl. Einfach scharf anbraten und dann im Folie/Auflaufform/Pergamentpapier o.ä. im Ofen langsam nachgaren lassen. Ich habe spezielle Töpfe mit Sandwichboden, die salz- und wasserarmes Kochen mit wenig Energie ermöglichen – es erinnert damit an eine Dampfgarmethode, die schonend zu den Vitaminen ist.

Welchen Ernährungstipp oder welches Rezept zu gesunder Ernährung aus deinem Blog kannst du uns empfehlen?

So, nun kommen wir zum Wesentlichen! Wer bis hierhin durchgehalten hat, soll natürlich auch mit einem Rezept belohnt werden. Ans Herz legen möchte ich euch nämlich eine Zubereitung von eigenem Baguette. Das geht mit oder ohne Baguette-Backform, die Anschaffung einer solchen lohnt sich aber in jedem Fall! Außerdem dauert die Zubereitung des Teiges nur wenige Minuten, das Backen etwa 20 Minuten. Ein Teig, der über Nacht im Kühlen aufgeht und am Morgen mit wenigen Handgriffen ein Lächeln in die Gesichter der Hausbewohner zaubert.

 

Baguette Parisienne

3 mal Baguette im Nu gezaubert 😉

Du brauchst: 460 g Mehl (ich nehme gern Dinkelmehl, Vollkornmehl und mische es mit normalem Mehl im Verhältnis 2:1), eine gute Handvoll Kürbiskerne/Pinienkerne/Chia-Samen oder Walnüsse – je nach Geschmack (mit Kräutern schmeckt es auch gut), ein Päckchen Trockenhefe, 1 TL Zucker, 2 TL Salz und etwa 260 ml lauwarmes Wasser

Mische alles zu einem Teig zusammen und lasse die Mischung über Nacht im Kühlschrank zugedeckt gehen. Am nächsten Morgen kann der Teig noch einmal aufgeknetet werden. Gegebenenfalls braucht es jetzt noch etwas Mehl, um aus dem Teig auf dem Tisch eine große Rolle zu formen. Die Rolle wird in drei Teile geteilt – jedes ein Baguette ;-).

Am Einfachsten ist es, die drei Rollen in eine Baguetteform zu legen. Allerdings klappt es auch ohne Form – dann muss die Rolle aber etwas fester geformt werden. Das Baguette kann vor dem Backen mit etwas Wasser eingestrichen werden – das gibt dann eine schöne Kruste.

Nun geht es in den Ofen: Umluft ca. 200 °C für etwa 20 Minuten.

Wenig Aufwand für ein herrlich duftendes Ergebnis! Probiert es aus 🙂

So ein Baguette hat keine Konservierungsstoffe und kann durch die Wahl des Mehls an Qualität gewinnen. Nüsse und Samen sind für eine proteinhaltige Ernährung natürlich ebenfalls bereichernd – aber alles in allem zählt auch der Genuss!

Baguette

Dieser Beitrag steht im Zusammenhang mit einer Aktion zur gesunden Ernährung. Nähere Informationen zu #issgesund gibt es hier.

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2 comments on “#issgesund => selbstgemachtes Baguette”

  1. Du kannst einem ganz schö den Mund wässrig machen 🙂 Das Rezept für das Beguette wird auf jeden Fall nachgebacken 🙂 Du läßt dir tolle Sachen für deine Kids einfallen 🙂 Habe ich auch mal versucht…war aber eine völlige Pleite 🙁 sie „fallen leider nicht drauf rein“ 😉 🙁 Damit die kurzen wenigestens am Wochenende Brot, bzw. Brötchen essen, schneide ich ein Brötchen so auf, als ob es ein Baguette gewesen wäre 😉 da wird dann ordentlich zugegriffen und manchmal muss ich sogar ein weiteres aufschneiden 🙂

  2. Huhu..
    Also ich habe mir noch nie Brot selber gemacht und finde es aber mal ne gute Idee.
    Baguette selber machen und dann mit Frischkäse und Tomaten. Yam yam ^^
    Danke für deine tolle Idee.

    Liebe Grüße

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