In einigen Tagen hat meine Große Geburtstag. Ich bin schon jetzt gespannt, wenn sie ihr Geschenk sieht. Denn da sie für die Schule immer öfter etwas im Internet recherchieren möchte/muss und ich dazu nicht jedes Mal mein Macbook rausgeben möchte, bekommt sie ein iPad, das ich zu einem guten Preis gebraucht erstehen konnte. Doch bevor sie es als Geschenk in den Händen halten kann, muss ich es erstmal kindersicher einrichten. Zu viele Gefahren lauern im Internet als dass ich es ihr unbedarft überlasse.

iPadJugendschutz der internen Software

Natürlich beinhaltet das iPad an sich schon mal Möglichkeiten, jugendgefährdende Inhalte zu unterbinden. Also schränke ich als Erstes schon mal die Zugriffsdaten in den Einstellungen ein.

Trotzdem habe ich mich entschlossen, den betriebsinternen Browser Safari zu sperren – denn mit speziellen Apps, die eingeschränktes Browsen ermöglichen, können sich Kinder im Internet geschützt selbständig bewegen!

Wie das alles genau geht, ist hier recht gut erklärt.

kindersichere Browser-Apps

Gute Erfahrungen hatten wir bereits in anderen Situationen mit der Kinderseite fragfinn.de. Diese Seite hat eine kostenlose App auf den Markt gebracht, mit der Kinder erste Suchanfragen an die Seite stellen können, um Informationen zu bekommen. Natürlich wird damit nicht alles abgedeckt. Meiner Tochter ist bereits bei einer anderweitigen Nutzung aufgefallen, dass das Thema hierbei gar nicht berücksichtigt wird. Für genau solche Fälle habe ich eine zweite App gefunden. Beim Kinderserver meine Startseite.de werden ebenfalls nur solche Seiten angesteuert, die vom Kinderserver als unbedenklich eingestuft wurden. Durch die Kombination beider Apps können Kinder im Internet schon einiges bewerkstelligen. Wenn sie an Grenzen kommen, wird das Gespräch mit den Eltern gesucht. So bekommt man eine kleine Rückmeldung, was die Kinder interessiert und ob Suchanfragen gemeinsam mit den Eltern in geschütztem Raum am Eltern-PC erweitert werden können.

Auch bei YouTube ist mittlerweile eine Kindersicherung in der App einstellbar. Da meine Tochter bei ihren Freundinnen gern mal Pferdevideos oder lustige Szenen aus „pups-die Pannenshow“ schaut,  ist das dringend notwendig. In den Vorschlägen auf der rechten Seite würden sonst vielleicht irgendwelche Filmchen als Empfehlung ausgesprochen werden ,die nichts für Kinder sind…

Allgemeine Tipps für Kinder im Internet

Je nach Alter wächst auch der Zugang der Kinder im Internet. Da meine Tochter Internetanfängerin ist, richte ich ihr selbstverständlich keine E-Mail-Adresse, Accounts in sozialen Netzwerken u.ä. ein – selbst „whats app“ wird sie nicht bekommen, obwohl einige ihrer Klassenkameraden dies im Handy oder Tablet eingerichtet haben. Ein Handy bekommt sie frühestens ab der weiterführenden Schule und auf dem Tablet werde ich „whats app“ ebenfalls nicht einrichten – da kann noch so viel Protest ihrerseits kommen… Bei älteren Kindern sieht das etwas anders aus. Entscheiden muss jedes Elternteil für sich. Eine gute Übersicht über Möglichkeiten, Grenzen und Empfehlungen für den sicheren Umgang im Internet gibt es beim Portal Eltern im Netz.

Mir selbst fällt es manchmal schwer, den Rechner auszuschalten und bildschirmfreie Zeit zu verbringen. Gerade wenn ich Unterrichtsplanungen mache und nach geeigneten Materialien suche oder einfach Materialien selbst herstelle und umfangreiche Recherchen mache. Wie mag es da erst Kindern gehen, die sich gern mit Spiele-Apps, kleinen Filmen o.ä. beschäftigen? Gerade wenn sich das Kind ins Kinderzimmer zurückzieht und die Tür geschlossen ist… Theoretisch könnte man dem Kind einen Wecker stellen und darauf vertrauen, dass es das Gerät aus der Hand legt. Man könnte dem Kind auch das Gerät wegnehmen und am nächsten Tag erneut aushändigen. Doch beide Möglichkeiten nehmen mich als Mutter zu sehr in Anspruch und wir alle wissen ja, wie schnell etwas dazwischen kommen kann, so dass man selbst die Zeit aus den Augen verliert. Für solche Möglichkeiten gibt es ebenfalls Einschränkungsmöglichkeiten, die sich auf die Nutzungsdauer des Gerätes beziehen. So kann ich von vornherein die tägliche Nutzungsdauer festlegen und muss mich nicht weiter drum kümmern. Gefunden habe ich die entsprechende Anleitung mit kritischem Aspekt und empfohlener altersangemessener Nutzungsdauer hier.

Sicherlich gibt es noch viel mehr Hinweise, damit sich Kinder im Internet sicher bewegen. „Stellschrauben“, die man einstellen, einrichten und berücksichtigen kann. Daher behalte ich mir vor, diesen Beitrag zu gegebener Zeit zu aktualisieren. Fürs Erste fühle ich mich jedoch gut informiert und beginne nun mal damit, das iPad vorzubereiten, damit es dem Geburtstagskind „präpariert“ überreicht werden kann :-).

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1 comment on “Kinder im Internet – iPad kindersicher einrichten”

  1. Ich kann deine Sorgen total verstehen. Meine Große ist zwar erst 4, aber ich mache mir jetzt schon Gedanken, was mal sein wird, wenn sie auch in die digitale Welt eintauchen möchte. Ein bisschen macht mir das schon Angst. Aber fragfinn.de kenne ich vom Hörensagen und da schwören viele drauf. Mal sehen, was es in ein paar Jahren dann so gibt 🙂
    LG christine

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