Dominik hat schon das zwölfte Wort herausgegeben und ich hinke noch mit dem elften hinterher. Zum elften Wort hätte ich ganze Romane schreiben können, handelt es doch von etwas, mit dem ich bereits tiefgebende Bekanntschaft machen konnte. Schwermut, Melancholie, Depression sind Begriffe, deren Worthülsen sich in meinem Leben schon mit Inhalt gefüllt haben. Eine Zeit, die noch nicht lange vorbei ist. Eine Zeit, die Teil meines Lebens wurde und an die ich oftmals denke.

Gerade deswegen soll mein Beitrag zum heutigen [*.txt]-Thema kein authentischer Beitrag werden, sondern einen Einblick in philosophischere Gedanken geben. Gedanken, die meine damaligen Gefühle in Worte einkleiden und dennoch immer brandaktuell zu sein scheinen.

Ich möchte leben, möchte fröhlich sein,

möchte hüpfend durch die Gassen springen

wie ein unbeschwertes Kind!

Ich möchte singen, tollen und mich freuen.

Möchte entdecken und staunen, mich verzaubern lassen.

 

Doch etwas in mir WILL das nicht.

Es ist dunkel und hat mich eingenommen.

Es wohnt in mir und hat mein Herz beschwert,

hat meine Leichtigkeit und Träumerei gestohlen.

Es hat mich meines Lebens beraubt!

 

SCHWERMUT heißt es und will nicht mehr gehen.

Bleiben will es! Bei mir, mit mir. Es lässt mich nicht ziehen.

Doch ich WILL das nicht.

 

 

Weitere Beiträge zum [*.txt]-Projekt des Österreichers Dominik Leitner findet ihr wie immer hier.

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2 comments on “Schwermut [*.txt]”

  1. Schwermut ist ein richtig „schweres“ Wort. Aber es passt wie ich finde gerade jetzt in den Herbst. Wenn die Tage kürzer und nasser werden, wenn es regnerisch grau wird, dann wird man schnell schwermütig.
    Deine Zeilen sind dir gut gelungen. Es beschreibt das Wort auf richtig anschauliche Weise.
    LG Christine

    • Liebe Christine,
      ich danke dir für deinen lieben Kommentar. Du hast recht mit dem passenden Beitrag für diese Jahreszeit :-). Aber die Vorgabe für das Wort kam ja nicht von mir 😉
      Liebe Grüße
      Yvonne

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