Wie kann ich unser Weihnachten 2016 wohl am treffendsten beschreiben? Denn rückblickend war es das unweihnachtlichste Weihnachten seitdem meine Kinder auf der Welt sind.

Es fängt schon alles mit dem ersten Advent an. Denn zu diesem Zeitpunkt schmücken wir unser Heim und stellen unseren ewigwährenden Weihnachtsbaum auf. Deko, die heimeliges Weihnachtsgefühl entstehen lässt, setzt dem Ganzen die goldene Krone auf. Nicht aber zu Weihnachten 2016! In diesem Jahr war alles anders …

Wetterfrust statt Winterfreude

Ok, das mit dem Wetter ist nichts Neues: Der Herbst will nicht gehen und statt dem Winter eine echte Chance zu geben, schlecht sich der Frühling im Dezember durch die Hintertür. Auch im letzten Jahr gab es zu Weihnachten zweistellige Temperaturen. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt war verregnet – sich mit Glühwein oder heißem Kakao die Finger zu wärmen hat dabei dann auch keinen schönen Charakter. Also schluff, schluff durch die Leute, Schmalzkuchen kaufen, Kunsthandwerk bewundern, was Kleines für kauflustige Kinder erstehen und dann kehrt marsch! Was für ein Spaß ;-).

Weihnachtsmarkt Hameln

Terminstress in der Vorweihnachtszeit

Im Dezember finden klassischerweise viele Veranstaltungen mit Blick auf Weihnachten statt. Kinder, die in Vereinen aktiv sind, feiern Weihnachtsfeiern. Kinder, die ein Instrument spielen und Weihnachtskonzerte spielen, müssen viel üben und an entsprechenden Auftritten teilnehmen. So ist das halt. Zusätzlich kommen noch Weihnachtsfeiern der Bildungseinrichtungen und der Arbeit hinzu – von den Verpflichtungen zur Teilnahme am Krippenspiel noch mal ganz abgesehen. Für uns gab es in diesem Jahr diesbezüglich die volle Dröhnung. Gefühlt jeder Tag im Dezember war mit einer Verpflichtung gebunden. In echt gab es da doch noch einige wenige Tage, die keine Termine hatten, aber die konnte man schon an einer Hand abzählen. Dennoch habe ich meine Kinder gern dorthin gebracht und war bei den verschiedenen Auftritten und Generalproben als stolze Mutter oft zu Tränen gerührt. Weihnachtliches Feeling kam trotz Weihnachtsliedern usw. aber nicht auf.

Dekofrust statt Dekolust

All diese Veranstaltungen sorgen natürlich auch dafür, dass wir während der Vorweihnachtszeit wenig daheim waren. Flackerndes Kerzenlicht, duftende Tannenzweige des Adventskranzes oder mein traditionell geschmückter Eingangsbereich – Fehlanzeige! Wozu dekorieren, wenn wir kaum da sind? Stattdessen habe ich im Dezember damit begonnen, den Keller schon einmal etwas auszumisten und alte Weihnachtsdeko wegzuwerfen. Wenn wir im nächsten Jahr im neuen Haus wohnen, werden wir uns weihnachtlich ganz neu einrichten. Die dekorativen Altlasten der vergangenen zehn Jahre dürfen dann schon mal in den Müll.

In den letzten Jahren stellten wir schon zur Adventszeit unseren Weihnachtsbaum ins Wohnzimmer. Was die Kaufhäuser können, können wir schon lange! Denn meine Kinder lieben es, am Abend im Wohnzimmer beim leuchtenden Baum zu sitzen.

künstlicher Weihnachtsbaum

Weihnachten 2016 – ein etwas anderer Weihnachtsbaum

Aber in diesem Jahr  gab es diese Gelegenheit nicht. Der Baum wurde erst am 23.12. aus seinem Kellerverlies entlassen und aufgerichtet. Doch auch das Aufrichten war in diesem Jahr anders. Erstmals riss sich die Große darum, diesen Job auszuführen und merkte schon nach einiger Zeit, dass das irgendwie so gar keinen Spaß macht. Dennoch verhalf sie ihm zu voller Pracht und überließ es mir, ihre mit goldenen Lichtern zu versehen. Dafür haben wir insgesamt drei Lichterketten – eine gab in diesem Jahr ihren Geist auf. Also improvisierten wir und kürzten den Baum. Das Unterteil wurde wieder abgebaut und ein mittelgroßer Baum auf eine Holzkiste gestellt und mit zwei Lichterketten geschmückt. Ging auch!

Was den Kugelschmuck anbelangt, haben wir auch eine Ausnahme gemacht. Die mussten nämlich im Keller verbleiben. Stattdessen haben wir improvisierten Baumschmuck gewählt. Dank Baker Ross hatten wir unzählige Weihnachtsbastelsets, die auch als Baumschmuck zu verwenden waren. Die Kinder hatten Freude am Basteln und durften ihre Werke natürlich auch an den Baum hängen. Die Kleinste war zusätzlich noch im Kindergarten fleißig und bastelte eine Kettengirlande, die natürlich auch nicht fehlen durfte. Klassisch weihnachtlich sieht er damit natürlich nicht aus, aber dafür individuell :-).

 

Weihnachten 2016, Baumschmuck von Baker Ross,

Ohne Pleiten, Pech und Pannen kein echtes Weihnachten

In jedem Jahr spielt sich zu Weihnachten in irgendeiner Form ein kleines Drama ab. Es ist jedoch immer wieder eine Überraschung, um was es denn diesmal gehen würde. Weihnachten 2016 war es glücklicherweise nicht die Gesundheit, die einen von uns malträtierte, sondern die Heizung. Der Morgen des Heiligabend begann mit einem Totalausfall! Ein entsprechender Notdienst wurde von der Hausverwaltung beauftragt und konnte den Schaden jedoch nicht beheben. Der Klempner probierte etwa fünf Stunden herum, bevor er seine eigene Unwissenheit zähneknirschend kundtun musste. Ein „frohe Weihnachten“ kam bei der Verabschiedung schon gar nicht über die Lippen. Nun war es draußen zwar nicht sehr kalt, aber bei 17°C im rumzusitzen wird auf die Dauer auch etwas unangenehm. Also schnappte sich der Mann den Telefonhörer und ging den Damen vom Callcenter der Hausverwaltung mächtig auf den Zeiger. Nach fast einer Stunde hatte er jedoch Erfolg, so dass eine andere Sanitärfirma zur Behebung des Heizungsschadens beauftragt werden konnte. Immerhin hatte diese einen fähigen Mitarbeiter im Notdienst, der bereits nach einer Stunde den Fehler beheben konnte. Langsam wurden die Heizkörper warm und Abend um 21 Uhr mussten wir auch nicht mehr frieren!

Weihnachten im neuen Haus

Das nächste Weihnachten wir ein ganz besonderes werden. Denn auch wenn Weihnachten 2016 weniger weihnachtlich war, war es dennoch eine schöne Zeit als Familie. Ein paar wenige Tage, an denen es weniger um Termine und Planungen für Baufortschritte, Bodenbeläge usw. ging. Wir waren zusammen, haben gut gegessen, hatten Freunde zu Besuch und gemeinsam mit den Kindern die neuen Errungenschaften aufgebaut oder gepuzzelt. Aber schon jetzt freuen wir uns auf das Weihnachten im kommenden Jahr. Denn dann werden wir im eigenen Haus wohnen und einen echten Weihnachtsbaum, leuchtende Deko im Heim, in den Fenstern und im Garten haben. Alles, wozu Weihnachten 2016 die Motivation fehlte, soll im kommenden Jahr besser werden. So ist unser Plan!

Wir bauen ein Haus, Aluhaustür

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5 comments on “Weihnachten 2016”

  1. Huhu..

    Ach, zu jedem Weihnachten gehört doch der Stress dazu 😉
    Wir haben dieses Jahr nichts kochen müssen, da wir nicht zuhause waren. Das fand ich mal ganz toll. Ansonsten waren es wunderschöne Tage mit der Familie. Einen schönen Einblick zu euch ..

    Alles liebe

  2. Herrjeh, na da war ja einiges los bei euch! Und zum Glück konnte der zweite Handwerker die Heizung reparieren!! Einer Bekannten von mir erging es ähnlich…

    Den Weihnachtsbaum finde ich gelungen! Individuell geschmückt hat doch etwas!

    Und ja, da liebe Wetter zu Weihnachten. Es kann nur besser werden!

    Liebe Grüße
    Nadine

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