Nun ist es fast passiert und ich hätte in der Überschrift noch August geschrieben… Irgendwie rast die Zeit gerade so an mir vorbei. Ich bin immer ganz froh, wenn eine Alltagswoche hinter mir liegt und ich am Wochenende Zeit für die Dinge habe, die meinen Schreibtisch gerade überbevölkern. In der Grundschule konnte ich heute zunächst einmal die Frucht des vergangenen Samstags ansatzweise ernten, so dass ich für die monatliche Blogparade bei Frau Brüllen mal wieder was aus dem schulischen Alltag beisteuern kann.

Ein widerlicher Montagmorgen

Die letzte Nacht war einfach blöd. Zu viel habe ich mich hin und her gewälzt und bin erst spät in eine Schlafphase eingetreten. Als der Wecker um 06:30 Uhr klingelte, war ich entsprechend gerädert. Aber es nützte ja nichts, die Arbeitswoche musste gestartet werden. Nach den üblichen Morgenzickereien der Mädels – scheinbar hatten auch sei keine gute Nacht, denn heute morgen war das Gemotze auf beiden Seiten relativ umfangreich – stiegen wir ins Auto, um zur Schule zu fahren.

Während die Große aus dem Auto Richtung Grundschule lief, wollte die Kleine beim Kindergarten nicht mal aussteigen. Beim Abschnallen zierte sie sich und beim Ausziehen der Schuhe wartete das erste Drama: Die Hausschuhe waren nicht an ihrem Platz! Nach kurzer Suche fanden wir sie, so dass ich mich eigentlich nur noch verabschieden musste. Doch weit gefehlt! Meine Tochter klammerte an mir und ließ mich nicht so einfach gehen. 10 Minuten später war ich dann endlich draußen und konnte meinen eigenen Weg in die Schule antreten.

Mal was anderes im Unterricht

Da ich erst zur zweiten Stunde unterrichten musste, hatte ich ausreichend Zeit, um meine umfangreichen Materialien zu kopieren. Heute habe ich erstmalig eine Stationenarbeit mit den Kindern begonnen, die ich am vergangenen Wochenende viele Stunden vorbereitet hatte.

Den Schülern versuche ich gerade beizubringen, dass sie Verantwortung für ihr Lernen übernehmen müssen, sich innerhalb bestimmter Zeitvorgaben zu orientieren und vor allen Dingen selbständig nach Lösungen zu suchen. Das ist leider gar nicht so einfach, da ihnen diese Kompetenzen in den letzten zwei Jahren eher weniger vermittelt wurden. Nun ja, fürs erste Mal bin ich ganz zufrieden. Die Vorstellung des Themas „Wortartenkrimi“ sowie die Geschichte drumherum hat ihnen gefallen. Nachdem auch die Regeln für die Stationenarbeit geklärt waren, schwirrten sie im Klassenraum umher und suchten einzelne Stationen auf. Viele hatten das System nach kurzer Zeit begriffen und schlugen sich ganz tapfer beim Lösen des Kriminalfalls, der ihnen in unterschiedlicher Art und Weise präsentiert wurde. Am Ende der Doppelstunde konnte ich zufrieden im Lehrerzimmer ein Fazit ziehen und Hefte korrigieren.

Wortarten Grundschule

Schreibtischarbeit daheim

Doch nach dem Unterricht ist vor dem Unterricht, so dass ich daheim am Schreibtisch noch einiges zu tun hatte – immerhin muss nächste Woche wieder mal eine Klassenarbeit geschrieben werden…

Da ich auch noch für den Grundschulschnüfflerblog als Autorin tätig bin, habe ich einen Termin einhalten und einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingskindern fertigstellen müssen. Danach war ich dann erstmal platt und genehmigte mir eine Pause.

Sonne genießen

Nachdem ich am Nachmittag die Kinder von Grundschule und Kindergarten abgeholt hatte, gab es noch das eine oder andere zu besprechen. Obwohl noch Hausarbeit wartete habe ich die aber geflissentlich übersehen – morgen ist sie ja auch noch da ;-).

Mit einem Cappuccino und einem Buch ging es nach draußen – Sonnenstrahlen tanken, so lange sie noch da ist. Während die Große für ein Flötenstück mit ihrem Ensemble schöne und schiefe Töne auf ihrer Flöte spielte, leistete mir die Kleinste draußen Gesellschaft und formte Eiskugeln in ihrem Sandkasten. Doch als sie die Kinderstimmen der Nachbarskinder hörte, flitzte sie direkt rüber. Ich hörte amüsiert zu, wie sie zu viert „Mutter, Vater, Baby und Kind“ spielten und konnte mich dabei kaum noch auf mein Buch konzentrieren – was die sich auch alles einfallen lassen, wenn sie im Rollenspiel vertieft sind? Da machen die Kinder die größten Dummheiten, ignorieren die Ansagen der „Eltern“ und haben Spaß. Die „Eltern“ hingegen liefern Standpauken und rennen hinter den Kindern her. Ist ja fast so wie im echten Leben :-). Doch dann haben die „Eltern“ keine Lust mehr auf das Rollenspiel und wollten „Verstecken Freischlag“ spielen. Zu diesem Zweck kam die Kleine dann doch wieder in meine Nähe und versteckte sich nicht nur einmal hinter der großen Hecke.

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Nun hat der frühe Abend begonnen und ich werde mich gleich in die Küche begeben, um für die Kinder ein Schnittchenabendbrot vorzubereiten. Den stelle ich dann nach draußen, schaue zu, wie sich die Meute drauf stürzt und warte darauf, dass die Sonne hinterm dem Wald verschwindet – ab 18:30 Uhr ist hier nämlich schon alles schattig.

Ich hoffe, ihr hattet auch einen ereignisreichen Tag. Mehr dazu wie immer hier :-).

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2 comments on “WMDEDGT im September: Tatort Grundschule”

  1. Zum Glück konnte ich meinen Montag recht ruhig verbringen. Dafür hatte ich ja am Wochenende genug Stress mit Schmerzen und nebenbei noch Brandnooz tippen 🙂 Du hast übrigens recht, es wiederholen sich einige Produktarten immerzu! Essig steht dabei ganz oben!

    Den Wortartenkrimi finde ich toll 🙂 Ich liebe solche Arbeitsblätter!

    Liebe Grüße
    Jana

    • Für den Wortartenkrimi gab es insgesamt vier Arbeitsblätter (je Station eins) + Lösungen. Die Kinder mussten sich daher auch selbst kontrollieren, anstatt immer nach mir zu rufen, von mir Fragen geklärt zu wissen und „Ich bin fertig, was soll ich nun machen?“ durch den Raum zu rufen. Für mich eine wirklich gelungene Probierphase, denn so konnte ich gut beobachten und nur im absoluten Notfall hilfreich zur Seite stehen.
      Bin gespannt, was dann morgen bei der Endreflexion der Stationenarbeit so von den Kindern gesagt wird.
      Liebe Grüße,
      Yvonne

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