Das Wort Arschbombe ist seit dem Erscheinen des Buches von Patricia Cammarata – aka „das nuf„- in aller Munde. Bislang kannte ich es ja als Bezeichnung eines Super-Sprungs im Schwimmbad, aber der erfrischende Zusammenhang der Autorin in ihrem Buch lässt mich auch jetzt noch schmunzeln…

„Arschbombe!“ schreit es im Schwimmbad und schon rast ein Jugendlicher vom Rand des Dreimeterbretts bis zum Ende und knallt mit einem sehr lauten „Platsch“ auf der Wasseroberfläche auf. Begeistert stehen seine Freunde am Beckenrand und bewerten. Ich selbst sehe das aus einiger Entfernung und denke nur noch „Aua“ – meine Befürchtungen spiegeln sich in den rotbefleckten Hinterseiten der Oberschenkel nieder… Was den Jugendlichen ein Spaß, ist auch den Kindern von Patricia Cammarata ein Vergnügen. Nur sie schnappen dieses Wort auf und entfremden es :-). Aus gutmeinenden und lobhudelnden „Bombe“-Kommentaren, die ja auch gerne mal bei Let´s Dance aus dem Mund der Jurorin Motsi Mabuse zu hören waren, wird nun „Arschbombe“!

Als ich das überaus lustige Buch, in dem es um wahnsinnig viele Anekdoten (insgesamt 75) eines Mütterlebens – #Kindermund lässt grüßen – geht, gelesen habe, suchte ich nach der Erklärung für die „Arschbombe“, die der Titel versprach. Fündig geworden bin ich auf S. 81, denn dort erzählt Patricia Cammarata Einzelheiten über ein Wort, das für alle Gelegenheiten von ihren Kindern genutzt und verbreitet wurde. So sehr, dass es nervte und auch in keinen logischen Zusammenhang passte. Je mehr die Erwachsenen versuchen, das Wort zu eliminieren, desto auswegloser war ihr Kampf – bis es eines Tages für die Kinder nicht mehr interessant war. Zwinkernden Auges habe ich versucht, mich an ähnliche Wortschöpfungen meiner Kinder zu erinnern – bislang fiel mir nichts ein, aber wer weiß… Dafür konnte ich mich bei so manch anderen Anekdoten richtig gut in die Situation hineinversetzen. Zeitweise dachte ich sogar, dass aus meinem Leben berichtet würde. So viele Parallelen kann es doch nicht geben? Doch kann es! Da war zum Beispiel die Sache mit dem Bett: Nicht nur Patricia Kinder kriechen mit ihren Füßen unter Mamas Decke, ruckeln hin und her und nehmen fast auch noch den letzten Zipfel der Bettdecke in Beschlag. Nein! Es geht sogar so weit, dass sie immer weiter ruckeln, bis ich selbst kaum noch Platz habe. Von erholsamem Schlaf ist gar nicht zu reden. Da blieb mir nur die Flucht nach vorn: Raus aus dem Elternbett und rein ins Kinderzimmer! Denn im Kinderbett war ja Platz für mich und außerdem konnte ich dort das Licht anmachen und lesen…

Kinder sind zwar nicht alle gleich, aber in gewissen Entwicklungsstadien scheinen sie von einer unheimlichen Macht fremdgesteuert zu sein – alle von einem unsichtbaren Wesen! Einzig darauf aus, Situationen zu sabotieren, Eltern das Leben zu erschweren und ein bischen auch, um sich selbst auszutesten. Gut ist, wer nach diesen kleinen Schauspielen noch das Komische an der Situation erkennen kann :-). Viele Situationen sind mir übrigens entfallen und erst beim Lesen wieder in den Sinn gekommen. Herrlich, wie sich manches fügt und dann dafür sorgt, dass sich aus kleinem innerlichen Kichern doch ein kleiner Lachkrampf entwickeln kann!

Richtig gut für schlechte Tage, an denen mir gar nicht so zum Lachen zumute war! Und selbst nach dem Lesen liegt es nicht in der Ecke. Denn die besonders schönen Geschichten, die mich berühren und an die eigenen durchlebten Anekdoten mit meinen Mädels denken lassen, haben Eselsohren… Mein Mittel für nen miesen Tag: leckerer Tee und dann losblättern bis zu den Eselsohren.

Und damit euch das auch ganz genau so gehen kann und in in einem Lachflash dem miesen Tag doch noch ein Lächeln entgegensetzen könnt, möchte ich ein Exemplar dieses Seelentrösters via Fanpage (Facebook) an euch verlosen! Hier geht´s zum Gewinnspiel.

Arschbombe

Es gelten meine allgemeinen Gewinnspielbedingungen, die ihr hier  einsehen könnt.

Für die, die nicht auf ihr Glück bauen und lieber in den nächsten Buchhandel laufen, folgen nun die klaren Fakten:

Cammarata, Patricia (2015): Sehr gerne, Mama, du Arschbombe. Tiefenentspannt durch die Kinderjahre. Köln: Bastei Lübbe.

Taschenbuch, 240 S.

geeignet für Leser ab 16 Jahren, aber besonders für Mütter aller Generationen 🙂

ISDN-Nr. : 978-3-404-60840-9, € 8,99

 

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1 Comment on Arschbombe!

  1. Ich mag solche Bücher auch sehr gerne und habe früher auch gesammelt, was aus Aimees Mund so gesprudelt ist. Da kamen auch so manches Mal ganz lustige Sachen bei raus! Auch bei meinen Therapiekindern muss ich so manches mal schmunzeln! Ich muss auch mal wieder lesen!

    Liebe Grüße
    Jana

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