Es geht wieder los! Nachdem Anna von Familie Motte in der letzten Woche zum Projekt „Ich packe meinen Koffer“ von ihrer tollen Reise nach Dresden – nebenbei bemerkt mit unglaublich interessanten Fotos – berichtet hat, darf ich euch heute einen Einblick in die Campingwelt geben.#unserKofferIch muss zugeben, lange war das Campen überhaupt nicht mein Ding! Ganz im Gegenteil, denn als Angestellte eines großen Reisekonzerns habe ich mich durchaus an den Vorteilen dieses Arbeitgebers ergötzen können und bin in verschiedenen Hotels, Clubs oder auf dem Schiff urlaubstechnisch heimisch geworden. Meine Liebe zum Campen wurde mir sozusagen aufgebrummt.Damals brauchte es schon viel Überredungskunst, um mein heißgeliebtes Hotelzimmer mit Dusche gegen ein Zelt mit Duschkabinen im Sanitärgebäude einzutauschen. Allein die Vorstellung hat mir angst eingeflößt. Doch dann habe ich mich überreden lassen und bin dem Zauber des locker-leichten Campinglebens bis heute ausgeliefert. Seit diesem ersten Mal habe ich zwar doch noch ein oder zwei Hotelzimmer von innen gesehen, doch der Funke für (m)ein zukünftiges Camperleben war entzündet.

Campen kann man nämlich nicht mit anderen Urlaubsarten vergleichen – schon gar nicht, wenn Kinder dabei sind! Die herrliche Freiheit, die man auf dem Campingplatz erlebt wird nur noch von dem Gefühl getoppt, Teil einer besonderen Familie zu sein – der Campingfamilie, einer eingeschworenen Gemeinschaft. Kaum, dass du mit deinem Wohnwagen oder Wohnmobil ankommst, finden sich eine Handvoll Helfer, die dir ihre Hilfe beim Rangieren, Parken oder Aufbauen des Vorzeltes helfen. Ganz von allein! Vorstellungsrunden oder betretenes Zurückhalten fallen aus. Auf dem Campingplatz ist alles unkompliziert- man ist beim DU und ruckizucki hat ein Bier in die Hand gedrückt bekommen. Doch das hat meine Begeisterung nicht geschürt. Es ist eher die Art, wie die Kinder ins Campen einbezogen werden. Sie laufen herum, finden schnell Anschluss und bewegen sich mit einer Leichtigkeit und großem Freiheitsdrang auf dem Platz – überall das gleiche Spiel! Und wenn dann doch mal ein Steppke scheinbar orientierungslos umherirrt, achten gleich Camper mit drauf und sorgen dafür, dass das Kind wieder zum rechten Platz findet. Herrlich!

Besonders schön wird das Campen, wenn der Campingplatz zu den Bedürfnissen der Urlauber passt. In unserem Fall haben wir immer Wert auf familiäre Plätze gelegt. Plätze, die von anderen Familien empfohlen wurden oder aber besonders gute Angebote für Kinder bereit halten – Kinderbetreuung, ausreichende und interessante Spielplätze, flaches Wasser und Attraktionen in erreichbarer Nähe. Das ist gar nicht so leicht, aber nach ein paar Recherchen findet man sich gut zurecht. Und wenn es nicht gefällt, muss man ja nicht bleiben ;-). Was ohnehin immer ein Abenteuer ist, ist die Reise. Wie viele Stunden würde die Fahrt dauern? Haben wir einen Stau vor uns? Wie machen die Kinder das Ganze mit? Und, und, und.. Es hängt ja auch immer davon ab, wo das Reiseziel liegt.

Ausruhen
Ausruhen auf dem Rastplatz!

Ein Lieblingsreiseziel und absolutes Highlight für den Herbst ist die Costa Brava in Spanien. Den Campingplatz Aquarius haben wir nun insgesamt vier mal besucht und wir liebäugeln schon mit dem fünften Besuch im nächsten Jahr. Dort ist es einfach immer schön und für Kinder gibt es dort wahnsinnig viel zu entdecken! Die Reise dauert von uns aus zwar zwei Tage, aber mit einer Überachtung in Frankreich und einem großen Anteil an Nachtfahrt ist das auch für die Kinder locker zu überstehen. Und die Freude über das Ziel überwiegt ja ohnehin ;-).  Campen ist übrigens nicht nur ein sommerliches Hobby! Auch bei Eiseskälte haben wir schon wundervolle Ferien auf Fehmarn im Insel-Camp erlebt – gerade Ostern vor zwei Jahren war es so kalt, dass die Ostereier im Schnee gesucht werden mussten :-).Campen bei jedem Wetter

Und auch jetzt werden wir noch campen. Denn für dieses Jahr haben wir einen Dauerplatz an einem See in der Nähe gepachtet und verbringen dort das eine oder andere Wochenende und bald auch einen Teil unserer Herbstferien.

Dauercampen

Für mich und die Kinder gibt es kaum schöneren Urlaub als Camping. Naja, ne Schiffsreise darf es dann auch noch mal sein – so zur Abwechslung. Doch dazu muss ja so viel mehr gespart werden als für den Urlaub auf einem Campingplatz. Campen ist da relativ preiswert – es kommt dabei nur auf den Platz und die eigenen Ansprüche an.

Und wie seht ihr das so mit dem Campen? Musstet ihr auch überzeugt werden – so wie ich – und liebt es nun? Oder ist das absolut nichts für euch? Ich bin gespannt auf eure Kommentare und nehme auch gerne Tipps für weitere tolle Familiencampingplätze entgegen…

Den nächsten Koffer packt euch übrigens die Andalusienmutti und nimmt euch mit nach Südtirol :-).

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1 Comment on Campen mit Kindern =>#unserkoffer

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