Mit diesem Post-It geschmückt, lag heute ein schöner Umschlag in meinem Postkasten. IMG_2612Für einen kurzen Moment war ich verwirrt, aber dann fiel mir wieder ein, was mir die Botschaft sagen soll. Na klar, ich hatte doch vor etwa einer Woche etwas über die „denkreiche“ (im Sinne von „lass einen reichhaltigen Gedankenregen über dich kommen“ – ach ich liebe meine Wortschöpfungen, ab und zu fällt mir ja was Kreatives ein…) Aktion der Erinnerungsguerilla gelesen. Na das hört sich ja sehr aufrührerisch an, magst du vielleicht nun denken. Ja etwas provozierend soll es sein, aufrührerisch im Sinne von revolutionär – allerdings im Positiven – wohl auch, aber was ist eine Erinnerungsguerilla??? „ErGuer“, wie sich das soziale Kunstprojekt in Shortcuts-Manier nennt, ist eine soziale Bewegung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in die Kunst des Philosophierens einzuführen. Also mal ganz platt gesagt: Sie stellen Fragen, auf die nicht gleich geantwortet werden soll – es soll eher darum gehen, in uns Menschen etwas zu bewegen, uns gedanklich zu beschäftigen oder einfach mal den Fokus auf eine bestimmte Fragestellung zu lenken, die vielleicht so banal sein kann, dass wir im Alltagsgeschehen gar nicht mehr an solche Dinge denken. Die Fragestellungen der Erinnerungsguerilla sind vielseitig. Man kann dort sogar eigene Fragen vorschlagen. Die Fragen, die für das Projekt geeignet sind, werden dann auf Klebezettel gedruckt, damit sie verbreitet werden können. Denn das ist ein sehr wichtiger Bestandteil!

Die Aktion ist eine organische Aktion und lebt von der Verbreitung durch Menschen. Jeder der mitmachen möchte, kann sich ein Klebezettel-Set bestellen und die entsprechenden Fragen überall dort verkleben, wo sich Menschen aufhalten und darüber ins Grübeln kommen oder miteinander ins Gespräch kommen können. Frei nach dem Motto „kleb dir eine“ soll jeder Mitwirkende seine ausgewählten Zettel verbreiten, das geklebte Post-It vielleicht fotografieren oder sich sonst irgendwie im Forum über die Orte seiner Hinterlassenschaften äußern. Da ich dieses Projekt unbedingt unterstützen möchte, habe ich auch gleich drei Klebeblocks angefordert:

Besonders gut gefallen mir die selbstkritischen Fragen: Wofür bist du (heute) dankbar? und Tut es gut, was du machst? Denn, wenn ich jetzt mal kurz für mich sprechen darf, frage ich mich das viel zu selten und mache viel zu oft das, was von mir verlangt wird. Dabei sollte ich viele Dinge einfach mal mehr hinterfragen und überprüfen, warum ich es mache, ob es mir gut tut?IMG_2613

Und wenn ich mich das schon mal gefragt habe, kann ich auch gleich meinen Tag Revue passieren lassen und nachdenken, wofür ich dankbar sein kann. Ich bin mir sehr sicher, dass damit aus einem gefühlten sch…-Tag noch ein guter werden kann. Es kommt halt immer auf den jeweiligen Blickwinkel an! Du darfst  also gespannt sein, wo ich die Zettel so verteilen werde. Es kommt bestimmt noch mal zu einem passenden Beitrag 😉

Was hältst du von der Aktion? Hast du eine Idee für einen Ort in deiner Nähe, an dem das Klebchen einen guten Dienst verrichten kann? Ich freue mich auf deine Kommentare und sende dir bis dahin die allerliebsten Freitagsgrüße <3 🙂

Gefällt dir der Beitrag? Dann freue ich mich übers Teilen 🙂

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