Es war mir schon irgendwie klar, dass ich nach der letzten sehr guten Woche in dieser hier einen Dämpfer hinnehmen musste. Man kann also sagen, dass ich drauf eingestellt war. Trotzdem erwischte es mich – im wahrsten Sinne des Wortes – eiskalt am Montag morgen. Mein armer Fabio war es leid, in der Kälte seinen Dienst zu tun und ließ mich Montag früh – etwa 7 Minuten vor Schulbeginn – mit meinen beiden Mädels im Regen stehen. Dieses Dilemma habe ich aber mit reichlich Organisationstalent und Hilfe noch in den Griff bekommen. Jedoch nur für sage und schreibe zwei Tage!

Dann kam es, wie es kommen musste: Fabios „Erkältung“ war noch nicht ausgestanden. Nicht mal ein ordentliches Husten, sondern klägliches Hüsteln und Gewimmer bis zur absoluten Selbstaufgabe. Bewaffnet mit einen nigelnagelneuen Starthilfekabel half ich ihm immer wieder auf die Sprünge, machte ihm dann „Beine“ und betete für die baldige Genesung.

Am Wochenende war nun endlich Besserung in Sicht. Der Doktor machte einen Hausbesuch und tauschte kurzerhand die Batterie aus. Während Fabio nun um einige Kilos erleichtert im ersten Schnee stand, wurde er am offenen Herzen operiert und schlussendlich transplantiert. Doch wie das Leben manchmal so spielt, stieß er das Spenderorgan ab. Der Doktor bewahrte Ruhe und eine Engelsgeduld; schraubte hier und schraubte da, bis er das alte Herz mit viel destilliertem Wasser wieder zum Schlagen brachte. Also wurde es wieder an Ort und Stelle verkabelt – die mühevollen Stunden, die bis dato vergebens investiert wurden, sind damit vergessen. Erst spät am Abend, nachdem Fabio einige Kilometer hinter sich gebracht hatte, gab es Grund zum Aufatmen. Es scheint, als sei er nun über den Berg! Diese Freude habe ich sodann mit einem Glas Rotwein besiegelt, mich entspannt und glückselig gelächelt – ein Grund zur Freude: Sonntagsfreude!!!

Mehr Sonntagsfreude könnt ihr übrigens hier lesen. ich wünsche dabei viel Vergnügen 😉

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